Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mutprobe: "Tatanteil" soll geklärt werden

MERKLINDE Die zunächst eilends gegründete Mordkomission in Zusammenhang mit der gefährlichen Mutprobe von insgesamt neun Jugendlichen am Samstag in Merklinde ist zwar prompt wieder aufgelöst worden, doch das offizielle Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung laufe nach wie vor, erklärte gestern Polizeisprecher Andreas Weber.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 26.02.2008
Mutprobe: "Tatanteil" soll geklärt werden

In diesem Container waren die Jugendlichen eingeschlossen.

Die fünf Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren, die vorsorglich bis gestern im Krankenhaus verbleiben sollten, seien alle von der Polizei befragt worden. Derzeit werde der "Tatanteil" abgeklärt, bevor die Akten der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund überstellt würden. Weber: "Zwar lag nicht, wie zunächst vermutet, eine Tötungsabsicht vor, nichtsdestotrotz bleibt der Straftatbestand der Körperverletzung."Eventuell erzieherische Maßnahmen

Nach Auskunft von Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel werde ihre Behörde die weitere Vorgehensweise genau prüfen. Holznagel: "Wir sind zunächst heilfroh, dass es sich offenbar 'nur' um die Vortäuschung einer Straftat zu handeln scheint." Nach dem Motto "Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort", sei sicher zu berücksichtigen, dass ein Teil der involvierten Jugendlichen eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten habe. Möglicherweise gebe es für die Jugendlichen noch zusätzliche erzieherische Maßnahmen, z.B. unter Einschaltung des Jugendamtes.

Dabei spiele auch die Einsicht der Jugendlichen eine Rolle. Wie berichtet, hatten sich zunächst fünf Jungen als wechselseitig gedachte Mutprobe in dem Container einschließen lassen, die anderen steckten draußen Papier in Brand. Der geriet schnell außer Kontrolle; die Jugendlichen hatten zunächst angegeben, Fremde hätten Feuer gelegt.

Lesen Sie jetzt