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Nokia: Ein Stückchen Solidarität

CASTROP-RAUXEL Dr. Detlef Markmann hat seins in die Tonne gekloppt: Das Nokia-Diensthandy wollte er nicht mehr haben. Und das lag nicht daran, dass er nur bis gestern als Unternehmenssprecher bei Rütgers Chemicals firmierte und das Unternehmen verlassen hat. Lesen Sie weitere Solidaritätsbekundungen.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 08.02.2008

So ein Stückchen Solidarität mit den Nokianern in Bochum zu zeigen, sei das Mindeste, was man hier tun könne, äußern sich in diesen Tagen viele Besitzer von Nokia-Handys. Bekanntlich setzt auch der Betriebsrat des Unternehmens darauf, dass die Strafe der Verbraucher die Konzernführung nicht unbeeindruckt lässt. Beim Stadtbetrieb EUV sind 100 Diensthandys im Umlauf. „Alle älteren Datums“, sagt EUV-Chef Michael Werner, „bei Neuanschaffungen werden wir bestimmt nicht auf Nokia zurückgreifen.“ Manche der Telekommunikationsfirmen hätten die Finnen jetzt ohnehin nicht mehr im Angebot, weiß Werner. Bei der Stadtverwaltung existieren 94 Handys mit Vertrag, dazu eine unbekannte Zahl von Prepaid-Handys, sagt Öffentlichkeitssprecherin Nicole Fulgenzi. Mitarbeiter des Ordnungsamtes Die meisten werden von Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Feuerwehr eingesetzt. Wie viel vom in Ungnade gefallenen Branchenprimus Nokia stammen, ist laut Fulgenzi nicht bekannt. Bei Neuanschaffungen soll auf jeden Fall der finnische Handybauer ausgespart bleiben. Der Anstoß zum Nokia-Verzicht sei von Bürgermeister Johannes Beisenherz gekommen, berichtet Fulgenzi. Ein entsprechender Entwurf sei in Vorbereitung. Aus unserer Stadt verdienen immerhin 83 Frauen und Männer noch ihre Brötchen bei Nokia in Bochum.

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