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Restrisiko neben Rütgers

RAUXEL Auch zehn Tage nach dem Unglück bei Rütgers Chemicals gibt es noch keine Klarheit, was am Nachmittag des 6. Februar beim größten industriellen Arbeitgeber der Stadt genau passiert ist.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 15.02.2008
Restrisiko neben Rütgers

Was zum Rütgers-Unfall geführt hat, ist immer noch ungeklärt.

Eine riesige dunkle Wolke war über das Stadtgebiet gezogen und hatte ein Katastrophen-Szenario beschworen, bei dem zehn Menschen zum Glück nur leicht verletzt wurden (RN berichteten).

 Kurz danach konnte der für den Schutz der Bevölkerung zuständige EUV-Ressortleiter Thorsten Werth-von Kampen zwar vermelden, dass vom Riesen-Knall keine Gefährdung durch giftige Stoffe oder Gase ausgegangen sei. Was letztlich bei Rütgers passiert und welche Schadenshöhe entstanden ist, diese Frage ist nach wie vor nicht beantwortet.

Erst ein Zwischenbericht

Zwar gibt es mittlerweile einen Zwischenbericht des von Rütgers eingesetzten Freiburger Professors, der ab Samstag vergangener Woche zur Ursachenanalyse im Werk weilte, doch der Abschlussbericht zu der angenommenen technischen Panne soll nach Informationen unserer Zeitung frühestens in einer Woche vorliegen. Ebenfalls nicht offiziell bestätigt hat das Unternehmen gestern die Information, dass die Produktion in einem Teil der Anlage Ende Februar wieder aufgenommen werden soll.

HIntergründe werden Anfang März erwartet

Werth-von Kampen hofft auf der Basis des Abschlussberichts im nächsten Umweltausschuss am 4. März genauere Hintergründe liefern zu können. Dass der neuerliche Unglücksfall bei Rütgers Chemicals - im April 2005 hatte es eine Explosion in einem Öltank gegeben - möglicherweise Auswirkungen auf die Vermarktung des Mittelstandsparks West haben könnte, vermag Herbert Ramme, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Mittelstandspark West, nicht zu erkennen. Ramme: "Die Vermarktung läuft gut. Obwohl der erste Bauabschnitt noch nicht ganz beendet ist, haben wir 40 Prozent der Fläche verkauft." Dabei habe es sich als hilfreich erwiesen, dass einige Unternehmen bereits als Mieter auf der Fläche ansässig waren. Zusammen mit zwei Bauanträgen sind es dann mittlerweile zwölf Firmen. Westfalia Becorit habe über Jahrzehnte an diesem Standort direkt neben Rütgers Chemicals gearbeitet, ohne dass es zu nennenswerten Schäden gekommen sei. Ein Restrisiko gebe es gleichwohl, daran könne man nicht vorbei disk utieren.

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