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Rote Karte für Public Viewing

CASTROP-RAUXEL Aus dem Europameisterschafts-Ball ist die Luft raus. Auf Public Viewing am Stadtmittelpunkt müssen die Fußballfans im Juni wohl verzichten. Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land noch in aller Munde - nun müssen die Fans in Castrop-Rauxel vor dem eigenen Fernseher hocken bleiben.

von Von Peter Wulle

, 11.02.2008

Peter Breuer, der Geschäftsführer der Forum GmbH, sieht derzeit kaum Chancen, so ein Spektakel kostenneutral organisieren zu können. „Wir haben Gespräche mit Sponsoren geführt. Dabei ist deutlich geworden, dass sich die mögliche Unterstützung nicht in der Größenordnung des WM-Jahres 2006 bewegt“, berichtet Peter Breuer. Folglich lasse sich das Public Viewing nicht finanzieren. Hände gebunden. Ohne ausreichende Gelder aus der Privatwirtschaft sind dem Hallenchef die Hände gebunden. Nachdem mit der WM (inklusive der großen Zeltstadt-Pläne) ein Minus von rund 150 000 Euro gemacht wurde, darf das gemeinsame Fußballgucken vor einer Großbildleinwand nicht erneut zu einem Zuschussgeschäft werden. „Ich möchte nicht dazu beitragen“, sagt Peter Breuer, „nach der WM auch noch mit der EM zum Thema in den Haushaltsreden zu werden.“ „...mindestens 150 000 Euro in den Sand gesetzt“ Wie berichtet, hatte CDU-Chef Hilmar Claus am vergangenen Donnerstag im Rat zum wiederholten Mal angeprangert, dass mit dem WM-Konzept 2006 „mindestens 150 000 Euro in den Sand gesetzt“ worden seien. Dabei hatte Peter Breuer schon etliche Ideen zur Euro2008 (Foto) in Österreich und der Schweiz entwickelt. Gerne hätte er auf dem Forum-Plateau diesmal Open air (die Europahalle ist wegen mehrerer Abiturfeiern belegt) die Spiele der deutschen und der türkischen Elf gezeigt. Zwei Großsponsoren standen auch schon zur Durchführung bereit. „Sie allein reichen aber nicht, denn als Freiluftveranstaltung ist ein Pubic Viewing schon sehr aufwendig und teuer. Zumal – wie bei der WM – auch kein Eintritt verlangt werden darf“, so Peter Breuer. „Es tut mir selbst weh, dass es wohl nicht klappt“, ergänzt er und hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. „Wir sind noch bemüht.“

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