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Schulmilch für alle

Modellprojekt will Grundschüler zwei Jahre lang kostenlos versorgen

31.05.2007

An den nordrhein-westfälischen Grundschulen soll ab 2008 - zunächst für zwei Jahre - kostenlos Schulmilch verteilt werden. «Das ist toll», sagt Mechthild Nuhnen, Leiterin der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg, spontan, als sie davon hört. Auch Manfred Raddatz, Rektor der Cottenburg-Grundschule auf Schwerin, begrüßt die Idee. Obwohl es an ihren Schulen, wie an allen übrigen Grundschulen im Stadtgebiet auch, schon jetzt Milch und mehr für die Schulkinder gibt. Milch natur, mit Vanille- und Erdbeergeschmack oder Kakao - so bunt ist die Auswahl. Aber eben nicht kostenlos. 25 Cent kostet ein Viertelliter Milch, die Geschmacksvarianten Vanille und Erdbeer sowie der Kakao schlagen mit fünf Cent mehr zu Buche. Das sind im Monat dann sechs Euro. Geld, das nicht immer übrig ist. Obwohl etliche Grundschüler begeisterte Milchtrinker sind - etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Schüler greift in der Pause zur Schulmilch - glauben die Schulleiter, das es mehr würden, wenn es nichts kostet. Dass immer mehr Kinder sogar ohne Frühstück in die Schule kommen, ist auch der Hintergrund des Modellvorhabens. «Dadurch fehlt eine wichtige Energiequelle, die ein erfolgreiches Lernen erst möglich macht», heißt es im Ministeriumspapier. Wie wichtig ein ausgewogenes Frühstück mit Milch ist, lernen die Kinder auch im Unterricht, erklärt Mechthild Nuhnen. In speziellen Ernährungs-Projekten wird nicht nur über gesunde Kost gesprochen, es wird auch gemeinsam gefrühstückt. Für die Schulmilch, die dabei auf jedem zweiten bis dritten Tisch steht, ist der Hausmeister verantwortlich. Im Milchraum verteilt er die frische Lieferung, die bereits im Morgengrauen vor der Schultür steht. Jede Klasse holt sich ihren Kasten ab und bringt das Leergut später zurück. Da gibt es im kommenden Jahr sicher mehr zu tun, wenn die Milch für alle fließt. Gabriele Regener

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