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Stadt zahlt für den "Bockmist" bei der WestLB

CASTROP-RAUXEL Während die Sparkasse Vest ihren Kunden in einer nichtssagenden Pressemitteilung versichert, dass die Belastungen durch die Verluste der WestLB "verkraftbar" seien, fürchtet Bürgermeister Johannes Beisenherz deutliche Auswirkungen für die Stadt.

von Von Peter Wulle

, 10.02.2008
Stadt zahlt für den "Bockmist" bei der WestLB

Das Ringen um die Zukunft der WestLB geht weiter.

"Wegen der geringeren Gewinnmarge bei der Sparkasse werden wir weniger Gewerbesteuern einnehmen", erklärt Beisenherz. Wie viel Geld der Kommune dadurch entgeht, weiß er noch nicht abzuschätzen. "Aber es ist ein nicht unerheblicher Betrag", so der Bürgermeister.

Eine Million Euro stehen im Raum

Da auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Miteigentümer der WestLB für die Fehlspekulationen bluten muss, droht der Stadt auch von dieser Seite Ungemach. Denn der Landschaftsverband wird vom Kreis und seinen zehn Städten finanziert. Er soll rund 120 Millionen Euro zur Existenzsicherung der WestLB zuschießen und wird sich das Geld wohl über die Kreisumlage holen. Für Castrop-Rauxel steht ab 2009 eine zusätzlich zu zahlende Summe von rund einer Million Euro im Raum.

Kommunen sind ohnehin schon gebeutelt

Der Bürgermeister mag sich auch hier nicht zu Zahlen äußern, stellt aber fest: "Bei einer entsprechenden Größenordnung ist das der Zeitpunkt, an dem sich der Landschaftsverband von seinem Tafelsilber trennen und seine Aktien verkaufen muss." Beisenherz abschließend: "Da ist in Düsseldorf Bockmist gebaut worden und die Dummen sollen die Bürger in den ohnehin gebeutelten Kommunen sein - das kann es nicht sein!"

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