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Stiftung Menschen in Not: Sauber sein und bleiben

CASTROP-RAUXEL Sauber sein, nachvollziehbar bleiben. Das sind die beiden wichtigsten Anforderungen, die die Stiftung für Menschen in Not an sich und an ihre Arbeit stellt.

von Von Julia Grunschel

, 25.02.2008
Stiftung Menschen in Not: Sauber sein und bleiben

Alfons Lakenberg und Melanie Heine gestalten die Werbeplakate für die Stiftung selbst.

Bescheinigt wird ihr die Umsetzung seit 1995 durch die Verleihung des Spendensiegels. "Wir haben zwar schon einen guten Ruf, aber das Siegel verleiht Nachdruck", sagt Stifter Alfons Lakenberg. Ihm und Diplompädagogin Melanie Heine, die die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung betreut, ist es gerade jetzt wichtig - wo immer mehr Spender verunsichert sind - Werbung in eigener Sache zu machen.

100 Prozent werden weitergegeben

"Unsere Einnahmen werden zu 100 Prozent weitergeben. Der Stifter trägt sämtliche Kosten wie für Büromaterial oder Reisen selbst", unterstreicht Melanie Heine. Was die Ehrenamtlichen erledigen können, machen sie selbst. "Professionelle Fundraiser, die uns oft anschreiben, leisten wir uns nicht. Alle Einnahmen sollen da ausgegeben werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden", sagt Melanie Heine.

Das ist beispielsweise im ostrumänischen Unter-Racaciuni der Fall, in das Alfons Lakenberg noch vom 20. bis 22. Februar zum Prüfbesuch gereist war. Seit Ende 2005 leistet die Stiftung bei verarmten Familien Überlebenshilfe, in dem die Wohnbedingungen verbessert werden. Zum Beispiel durch neue Fenster, Türen oder Vorhänge. "Gemacht werden diese von 50 Straßenkindern in Miercurea Ciuc, die wir einer Schreinerei und in einer Näherei für drei Jahre Vollzeit beschäftigen", erklärt Alfons Lakenberg. So würden praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und doppelte Hilfe geleistet.

100 000 Euro im Jahr

"Aber natürlich sind wir auch in Deutschland aktiv. Der Großteil der Gelder fließt in die Behinderten- und Armutshilfe", berichtet Alfons Lakenberg. Pro Jahr arbeitet Menschen in Not mit rund 100 000 Euro. Das Geld stammt aus Spenden und eigenen Leistungen. "Außerdem stellen uns Institutionen wie das Entwicklungsministerium, Renovabis oder das Kinderhilfswerk größere Summen zur Verfügung", betont Alfons Lakenberg.

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