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Straßensperre verzögert Rettung

SCHWERIN Jede Sekunde zählt. Diesen Satz kann Max Dankwardt nicht mehr hören. Besser gesagt: nicht mehr hören, ohne sich zu ärgern. "Denn wenn bei uns in der Ecke wirklich einmal ein Notfall ist, muss der Rettungswagen große Umwege fahren", schimpft der Anwohner der Adlerstraße.

von Von Julia Grunschel

, 12.02.2008

Nach unserer Ankündigung für das Schlaganfall-Patientenforum, das heute Abend im EvK stattfindet, wirbt Max Dankwardt gezielt für die Abschaffung der Absperrungen an der Adlerstraße/Ecke Dortmunder Straße. "Für den Verkehr muss das Stück ja nicht geöffnet werden, aber für Rettungswagen", so der 67-Jährige.

Wertvolle Zeit verloren

Im Notfall würde ein solcher Wagen, der zur Adlerstraße oder zur Straße Auf dem Berge will, wertvolle Zeit verlieren. "Überall hört man immer, dass Sekunden entscheiden. Der Umweg über Grimbergstraße, Frohlinder Straße und zurück dauert viel zu lange", bemängelt der Anwohner.

Dass ein Rettungswagen den Abschnitt wegen seiner Enge und der steilen Hanglage überhaupt passieren kann, bezweifelt der 67-Jährige nicht: "Ganz unten an der Dortmunder Straße wohnt schließlich jemand, der mit seinem Auto auch dadurch muss", sagt Max Dankwardt.

Ob sich die von ihm gewünschte Lösung realisieren lässt, konnte Gunther Gabka vom Ordnungsamt gestern nicht sagen. Er will das Anliegen prüfen und auch dem Tiefbauamt vortragen.

Mehr Nachteile

"Auf den ersten Blick sehe ich mehrere Nachteile", erklärt Gabka, "Wenn ich den Weg für Rettungswagen aufmache, fahren auch alle anderen durch, da sich niemand an das Schild hält. Ist der Weg zweitens als Fußweg ausgeschildert, kommt es zu Problemen, wenn eine Mutter mit Kinderwagen plötzlich auf einen Rettungswagen trifft. Wo soll die Mutter dann hin?" Eine Pollerlösung würde zu viel Zeit kosten, da angehalten werden müsste, um aufzuschließen.

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