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Unicef: Betroffenheit nach dem Verlust des Spendensiegels

CASTROP-RAUXEL Betroffen. Das war Margarete Markfeld, als sie erfuhr, dass das Unicef-Komitee das Spendensiegel verloren hat. Seit Jahren organisiert sie für den Deutschen Frauenring den Unicef-Kartenverkauf. Diesen will die 74-Jährige dennoch im Weltladen beibehalten.

von Von Julia Grunschel

, 20.02.2008
Unicef: Betroffenheit nach dem Verlust des Spendensiegels

<p>Margarete Markfeld bleibt Unicef treu. Grunschel</p>

"Das alles macht uns sehr betroffen, da bei uns immer korrekt abgerechnet wird", unterstreicht die 74-Jährige und blättert Seite um Seite eines Spendenbuches um. Immer wird genau Buch geführt, wie viele Karten zu welchem Preis verkauft wurden. "Manchmal vermerken wir sogar, wenn es Privatpersonen waren", so Margarete Markfeld, die den Verkauf mit Ursula Wegner seit 1994 organisiert. Am 12. Februar noch hat die 74-Jährige den Vorsitz des Frauenrings an Sabine Stanislawski abgegeben. "Die Uncief-Sachen wollte ich aber weiter machen", erzählt sie. Auch jetzt will sie nicht aufgeben, denn das, was an Geld herein kommt, soll schließlich Kindern zugute kommen.Kein Verständnis für den tiefen Fall

3074 Euro waren es allein im letzten Jahr. "In meinem ersten waren es 6000 DM, geändert hat sich also nicht viel", zieht Margarete Markfeld Bilanz. Wie Unicef so tief fallen konnte, kann sie nicht verstehen. Die 74-Jährige glaubt: "Die Organisation ist einfach zu groß geworden, das Management ist dem nicht gewachsen."

Der Kartenverkauf im Weltladen läuft weiter wie bisher. Bei den Frauenkulturtagen wird der Frauenring aber nicht wie sonst offensiv verkaufen. "Wir machen keinen Stand, haben aber Karten dabei. Wer welche möchte, kann uns ansprechen", so Margarete Markfeld.

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