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WLT: Wie backt man sich eine Familie?

CASTROP-RAUXEL Quasi über Nacht sind Dolores (Denise Elsen) und Gernot (Stefan Leonard) Geschwister geworden. Dass ihre Eltern geheiratet haben, hat ihnen gar nicht gepasst. Das Theaterstück "Familienkochbuch" feiert demnächst im WLT Premiere. Es spiegelt die neue Situation in einer Patchworkfamilie wieder.

von Von Julia Grunschel

, 01.02.2008

"Wir gehen von der Behauptung aus, dass sich die Familie irgendwann zusammen gefunden hat und sie sich die Probleme, die sie nicht mehr hat, vorspielt", erklärt Remo Hofer. Für das Kinder- und Jugendtheater des WLT inszeniert er das Stück "Das Familienkochbuch", das am Dienstag, 12. Februar, um 10 Uhr im WLT-Studio Premiere feiert. Mike Kenny, aktuell einer der bekanntesten Autoren für Kinder- und Jugendtheater in England, hat die Geschichte entworfen, die erst zwei Mal in Deutschland aufgeführt wurde.

Bindeglied ist das Familienkochbuch

So erzählen Dolores und Gernot in einem Spiel im Spiel, was ihnen an der neuen Familie nicht gepasst hat und wie sie sich schließlich doch zusammen gerauft haben. Zentrales Bindeglied ist das Familienkochbuch. Mutter (Gerrit Pleuger) und Vater (Alexander Leder) beobachten die Kinder - nur musikalisch. Sie äußern kein Wort. Die ursprüngliche Fassung des Stücks sieht vor, dass die Mutter singt und der Vater ein Instrument spielt. So wird Alexander Leder am Keyboard die eigens komponierte Musik von Tankred Schleinschock spielen. "Mein Glück - und die Herausforderung zugleich - ist, dass ich hier vier Schauspieler habe und auch die Eltern schauspielerisch einsetzen kann", erzählt Remo Hofer, der als gelernter Schreiner früher als Schauspieler und Regieassistent am WLT gearbeitet hat.

Auch im Bühnenbild spiegelt sich die Umbruchs-Situation der Patchworkfamilie wieder. Jeremias Vondrlik arbeitet mit verbaubaren Karton elementen, die zu immer wieder anderen Handlungsplätzen werden."Spielerisches Gestalten"

Mit der Aufführung des "Familienkochbuchs" werden alle Premieren im Kinder- und Jugendbereich vormittags stattfinden. Patenklasse ist der Kurs "Spielerisches Gestalten" der Willy-Brandt-Gesamtschule. Bei der Premiere am 10. Februar zeigen die Schüler im Foyer ab 9.40 Uhr einen spielerischen Klappentext.

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