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Christian Chroscinski ist Arbeiter und Chef zugleich

CASTROP-RAUXEL Er steht in der Landesliga für Roland Rauxel an dieTischtennisplatte. Doch sein Engagement für den Verein geht erheblich weiter. Christian Chroscinski ist 35, Roland-Vorsitzender und bereits ein Rauxeler Urgestein.

von Von Jörg Laumann

, 07.02.2008
Christian Chroscinski ist Arbeiter und Chef zugleich

Christian Chroscinski an der Platte für Roland Rauxel.

Gerade erst wurde er für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Roland-Vorsitzender bestätigt. Dabei ist Chroscinski trotz seiner erst 35 Jahre ein "Urgestein" des Tischtennisvereins. Der gebürtige Ickerner kam 1986 zu den Roländern. Seitdem hat er den Verein nicht mehr verlassen.

Kein Wunder, dass ihm die Clubkollegen auch auf der Funktionärsebene Vertrauen entgegenbringen. 2002 wurde Chroscinski zum 2. Vorsitzenden hinter Werner Erhardt gewählt, stieg aber bereits ein halbes Jahr später auf den höchsten Posten der Vereinsführung, nachdem Erhardt sein Amt berufsbedingt hatten niederlegen müssen.

Mindestens bis 2010 an der Spitze

Chroscinski führt den Verein bis heute und wird diesen Posten noch mindestens bis Anfang 2010 weiter bekleiden - dies zumindest entschieden die Roland-Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung.

Der "Chef" setzt beim Lenken der Vereinsgeschicke vor allem auf Teamarbeit mit seinen Vorstands- und sonstigen Clubkollegen. "Die Arbeit wird auf viele Schultern verteilt", sagt er. "Wir haben sehr viele engagierte Mitglieder." So schafft es Chroscinski, seine zeitintensive berufliche Tätigkeit als Betriebsprüfer in Diensten der Deutschen Rentenversicherung mit seinen Aktivitäten bei Roland in Einklang zu bringen. Hinzu kommt die Unterstützung aus der Familie.

Sportliche Laufbahn begann in Ickern

"Meine Frau bringt sehr viel Verständnis für mein Vereinsengagement auf", sagt der Roland-Vorsitzende. Das kommt nicht ganz von ungefähr, immerhin spielte Gattin Anja lange Jahre selbst Badminton. Mit ihren beiden Töchtern (vier und ein Jahr alt) leben die Chroscinskis heute in Ickern - dort, wo Christian aufgewachsen ist und den Grundstein zu seiner sportlichen Laufbahn gelegt hat.

Zunächst schien der klassische Weg in den Fußball vorgezeichnet. Immerhin hatte Vater Hubert einst in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund gekickt. Chroscinski senior war es jedoch, der seinen Sohn auf den Geschmack für das Spiel mit dem ungleich kleineren Ball brachte. Christian spielte erst Fußball bei Arminia Ickern, ging dann mit seinem Vater aber regelmäßig zum Tischtennis in einer kirchlichen Sportgruppe in Ickern. Über einen Mitschüler am Ernst-Barlach-Gymnasium fand Chroscinski später Kontakt zur DJK Roland Rauxel.

Talentsuche ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit

Heute ist er Funktionär. Es ist ihm ein Anliegen, Kinder frühzeitig mit dem Tischtennissport vertraut zu machen. Zu diesem Zweck richtet Roland am Wochenende zum zweiten Mal den Castrop-Rauxeler Ortsentscheid der Mini-Meisterschaften aus - das Turnier zur Talentsuche schlechthin.

"Man findet durchaus Talente, wenn man sich Mühe gibt", bestätigt der Roland-Vorsitzende. Als Beispiel nennt er Robin Gude, der vor zwei Jahren bei den Mini-Meisterschaften gewann und heute eine feste Größe im Jungen-Bezirksligateam der Rauxeler ist.

Mit seinem eigenen Auftreten als Landesligaspieler ist Christian Chroscinski in der gerade begonnenen Rückrunde vollauf zufrieden - kein Wunder, hat er doch in den bisherigen beiden Partien jeweils eine blitzsaubere 2:0-Einzelbilanz erspielt. Dennoch bleibt er sachlich, wenn es um die Beurteilung der eigenen Fähigkeiten geht. "Jemand wie Christoph Pauly spielt Tischtennis", sagt der Vereins-Chef mit Blick auf die Nummer eins im Roland-Landesligateam, "ich hingegen muss Tischtennis arbeiten."

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