So kurbelt der Bund die Herstellung von Schutzmasken-Vorprodukten an

Coronavirus

In der Corona-Krise ist medizinische Schutzausrüstung ein knappes Gut. Die Bundesregierung will nun die Produktion von Material für die benötigten Schutzmasken ankurbeln.

Berlin

06.04.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Arbeiter fertigt Schutzmasken an. Der Mangel an Atemschutzmasken ist eines der großen Probleme in der Coronakrise.

Ein Arbeiter fertigt Schutzmasken an. Der Mangel an Atemschutzmasken ist eines der großen Probleme in der Coronakrise. © picture alliance/dpa

Die Bundesregierung will wegen der Corona-Krise auch die Herstellung von Vorprodukten für dringend benötigte Schutzmasken im Inland ankurbeln. Dafür soll geprüft werden, wie Firmen bei der Produktion von Vlies-Material bei Investitionen unterstützt werden und Abnahmegarantien bekommen könnten. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag in Berlin mit.

Ziel sei, einen nicht nur kurzfristigen Bedarf an Masken zu decken. „Es wird um viele Monate gehen.“ Schutzausrüstung wie Masken und Anzüge für medizinisches Personal sind weltweit knapp.

Vorgesehen ist unter anderem ein Zuschuss von 30 Prozent auf die Investitionskosten für entsprechende Produktionsanlagen unter bestimmten Voraussetzungen, wie aus dem Beschluss der Ministerrunde hervorgeht. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Das damit hergestellt Vlies soll bis Ende 2023 nur an Unternehmen verkauft werden können, die damit medizinische Schutzmasken in Deutschland oder der EU produzieren. Wenn ein vollständiger Verkauf des Vlieses auf dem deutschen Markt nicht möglich ist, soll das Material auf Antrag auch auf dem internationalen Markt veräußert werden können.

RND

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