Corona-Zahlen: Stadt im Ruhrgebiet knackt neue Schallmauer

Coronavirus

Eine Stadt im Ruhrgebiet hat bei den Corona-Fallzahlen einen Rekordwert aufgestellt. Auch ein Ort im Münsterland verzeichnet einen massiven Anstieg.

NRW

28.09.2020, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einige Städte in NRW haben sich in den vergangenen Tagen zu Corona-Hochburgen herausgebildet.

Einige Städte in NRW haben sich in den vergangenen Tagen zu Corona-Hochburgen herausgebildet. © picture alliance/dpa

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand: 0.00 Uhr). Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf. Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert.

Zum Vergleich: Am 21. September waren es allein 46 neue Fälle. Diese fallen bei der nächsten Zählung allerdings aus der Berechnung des Sieben-Tage-Werts heraus. Der Wert der sogenannten Wocheninzidenz könnte daher am Dienstag zurückgehen. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Als Ursache für die Corona-Welle in Hamm gelten eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, gilt in der Stadt unter anderem eine Genehmigungspflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen.

55 neue Fälle in Emsdetten

Unterdessen sind in Emsdetten durch den Massentest nach dem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter unter 335 Getesteten insgesamt 55 neue Fälle bekannt geworden. Dies teilte der Kreis Steinfurt am Montag mit. Von den 296 Tests auf dem Gelände der Geflügelfirma am Freitag waren 50 positiv, wie der Kreis bereits am Sonntag mitgeteilt hatte. Hinzu kamen jetzt fünf weitere Fälle unter 39 Mitarbeitern und Kontaktpersonen, die von mobilen Teams aufgesucht worden waren. 22 der Infizierten lebten in Emsdetten, 23 in Rheine, hieß es.

Die anderen verteilten sich auf weitere Kommunen des Kreises. Im Kreis Steinfurt leben laut RKI knapp 448.000 Menschen. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Montagmorgen kreisweit einen Sieben-Tage-Wert von 26,8 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung ergreifen.

Zudem weist die Stadt Remscheid immer noch eine 7-Tage-Inzidenz von 72,1 auf und befindet sich damit über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern.

dpa

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