Coronavirus breitet sich im Kreis Coesfeld aus - Zwölf weitere Fälle bestätigt

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Nachdem am Mittwoch bei einem 49-jähriger Mann aus Senden das Corona-Virus bestätigt wurde, sind es einen Tag später schon zwölf weitere, bestätigte Fälle im Kreis Coesfeld.

Senden

, 04.03.2020, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit habe das Kreisgesundheitsamt gerechnet, heißt es aus dem Coesfelder Kreishaus. Bei den Betroffenen handele es sich um Personen aus dem direkten familiären Umfeld und Freundeskreis des ersten Erkrankten; alle diese Ansteckungen erfolgten in Senden.

Ein 49-jähriger Mann aus Senden, der in einem Krankenhaus in Münster behandelt wird, hat sich mit dem neuartigen Grippevirus infiziert, wie dem Kreisgesundheitsamt in Coesfeld am Mittwoch (4. März) gemeldet wurde.

Erster Fall im Kreis Borken

Im Kreis Borken sorgte am Donnerstagmorgen die Meldung von einer Infektion mit dem Coronavirus für Unruhe. Nähere Angaben machte der Kreis bis zum Mittag noch nicht, kündigte aber eine Pressekonferenz für den Nachmittag an.

Wegen einer anstehenden Operation war der Mann aus Senden in das Krankenhaus gekommen, zeigte dann aber das Grippesymptom Fieber, weshalb auf den Erreger getestet wurde; er befindet sich auf dem Weg der Besserung, wird zeitnah in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt und unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen transportiert.

Familienmitglieder in Quarantäne

In Quarantäne sind auch seine weiteren Familienmitglieder, die ebenfalls bereits getestet wurden und nun vorsorglich zuhause bleiben. Derzeit werden die Kontaktpersonen des Mannes in Verwandtschaft und Freundeskreis ermittelt; weitere Testungen erfolgen. Querverbindungen zu den Fällen im Kreis Unna oder in der Stadt Münster ergeben sich laut Gesundheitsamt derzeit nicht.

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Mit diesen Testergebnissen rechnet das Kreisgesundheitsamt noch im Laufe des heutigen Tages oder spätestens morgen. Querverbindungen zu den Fällen im Kreis Unna oder in der Stadt Münster ergeben sich derzeit nicht.

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Coesfelds Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hat eine Koordinierungsgruppe des Kreises einberufen; sie besteht aus Fachleuten der Dezernate und Abteilungen der Kreisverwaltung, die sich auch mit der DRK-Leitung abgestimmt haben. Eine Einberufung des Krisenstabes oder gar eine Schließung öffentlicher Einrichtungen sei in der derzeitigen Situation nicht erforderlich, hieß es aus der Runde übereinstimmend.

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