Coronavirus in NRW – 15 Millionen Euro für NRW-Fußballvereine – Liveblog

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Da durch den Lockdown vielen Vereinen wichtige Einnahme-Quellen wegbrechen, bekommen sie noch einmal 15 Millionen Euro - aber nicht jeder Verein wird bedacht. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 31.10.2020, 20:20 Uhr / Lesedauer: 14 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 132.475 bestätigte Fälle - 86.800 Genesene - 2.155 Todesfälle. (Stand: 31.10.2020)
  • Das Land NRW stellt für die Viertligisten im Fußball ein Hilfspaket von 15 Millionen Euro bereit.
  • Olaf Scholz hat auf ein Schreiben von Comedian Helge Schneider reagiert und die Berechnung der Ausgleichszahlungen noch einmal präzisiert.
  • Forscher des Paul-Ehlich-Instituts gehen von einer baldigen Zulassung eines Corona-Impfstoffes aus. Bei erfolgreichen Testverläufen rechnen sie mit Anfang 2021.
  • Die Stadt Solingen plant, dass ab kommenden Mittwoch ihre Schulklassen wieder zur Hälfte zuhause unterrichtet werden sollen.
  • Forscher des Max-Planck-Instituts rechnen für November mit 500 bis 800 Corona-Toten wöchentlich. Grund dafür ist die erhöhte Zahl von Infektionen in Risikogruppen.
  • Ein neuer Lockdown beginnt in Deutschland am 2. November. Eine Übersicht über alle Maßnahmen finden Sie hier.

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Samstag, 31. Oktober, 20. 43 Uhr

Lockdown auch in Großbritannien verhängt

Der britische Premierminister Boris Johnson schickt Großbritannien in einen Lockdown. Ähnlich wie in Deutschland soll dieser zunächst vier Wochen dauern .Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, wie Johnson am Samstag erklärte. Alle anderen Orte - etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs - müssen bis zum 2. Dezember schließen.

Samstag, 31. Oktober, 20.13 Uhr

15 Millionen Euro für die Viertligisten im Fußball

Das Land NRW stellt für die Fußballvereine in der vierten Liga ein Hilfspaket von 15 Millionen Euro bereit. Damit sollen die durch den Lockdown im November wegfallenden Zuschauereinnahmen der Clubs in NRW aufgefangen werden. Die Hilfsgelder werden ab einem Einnahmeausfall von 2.500 Euro ohne Steuern ausgezahlt und belaufen sich auf bis zu 800.000 Euro pro Verein. Wie der Mitteilung der Landesregierung zu entnehmen, geht das Geld auch explizit nur an Vierligisten.

Samstag, 31, Oktober, 19.40 Uhr

Bahn hält an normalen Fahrplan fest

Trotz des im November bevorstehenden landesweiten Lockdown will die Deutsche Bahn ihren Fahrplan nicht ausdünnen .„Wir fahren weiter den vollen Fahrplan“, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. „Der Zugbetrieb bei der DB läuft also planmäßig.“

Bis auf wenige Züge, darunter einzelne Sprinter- und Verstärkerzüge, soll im Fernverkehr alles fahren. Im Regionalverkehr wiederum hätten die Länder als Aufgabenträger „bislang ausnahmslos signalisiert, das Angebot (...) möglichst bei unverändert 100 Prozent aufrechtzuerhalten“, sagte Huber weiter.

Samstag, 31. Oktober, 18.34 Uhr

Österreich erlässt Lockdown ab Dienstag

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. „Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr.

Samstag, 31. Oktober, 17.30 Uhr

Nach Brief von Helge Schneider: Ausgleichszahlungen werden angepasst

Der Herner Komiker Helge Schneider hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in einem Brief aufgefordert, die Berechnung der Ausgleichszahlungen für Unternehmen und Selbstständige während des Lockdowns zu überdenken.

Seiner Argumentation zufolge, sind die geplanten 75 Prozent aus dem Vorjahr problematisch wenn man im November 2019 kein oder nur wenig verdient hat. Das sah das Finanzministerium ein und klärte auf, dass Soloselbstständige auch den Durchschnitt ihres Jahresumsatzes angeben können.

Samstag, 31. Oktober, 16.39 Uhr

Metro-Großmärkte öffnen für alle

Die eigentlich nur für den Großhandel gedachten Märkte der Metro-Gruppe in NRW machen im November auch für Nichtmitglieder auf. So will die Unternehmensgruppe mit 18 Filialen in NRW auf den Lockdown reagieren und „zum Schutz aller beitragen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Samstag, 31. Oktober, 15.50 Uhr

In Bremen muss in Zukunft das Parlament Schutzmaßnahmen absegnen

Das Parlament in Bremen soll in Zukunft bei neuen Corona-Verordnungen mitentscheiden. Das kündigte der Regierungschef der Hansestadt, Andreas Bovenschulte, an. Der Senat wolle in den kommenden vier Wochen einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorlegen.

Demnach müssen zukünftige Corona-Rechtsverordnungen, die der Senat erlässt, immer in der darauffolgenden Sitzung der Bremischen Bürgerschaft vorgelegt und von dieser bestätigt werden. In NRW bestimmt bislang die Landesregierung ohne Einfluss des Landtags nötige Corona-Schutzmaßnahmen für das Land.

Samstag, 31. Oktober, 15.12 Uhr

Intensivpatienten sollen auf Bundesländer verteilt werden

Bund und Länder wollen an Covid-19 erkrankte Intensivpatienten bei knappen Kapazitäten künftig zwischen den Bundesländern verteilen. „Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung“, heißt es im Konzept des Bundesinnenministeriums.

Nach Informationen der Funke Zeitungen haben sich dazu im Norden laut Konzept Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Im Osten sind es Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Südwesten sollen sich Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland gegenseitig unterstützen. Die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern bilden eigene Regionen.

Samstag, 31. Oktober, 13.50 Uhr

Chef des Paul-Ehrlich-Instituts: Impfstoff-Zulassungen Anfang 2021

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, geht von einer baldigen Zulassung von Corona-Impfstoffen aus. „Sollten die klinischen Phase-3-Prüfungen erfolgreich verlaufen, könnte mit ersten Zulassungen Anfang 2021 gerechnet werden“, sagte Cichutek der Rheinischen Post (Paid) am Samstag.

Mehrere Gründe, die dafür sprechen, seien die gelungene „Erzeugung einer spezifischen Immunantwort gegen Sars-Coronavirus-2 beim Menschen, das Sicherheitsprofil in Tierversuchen und der in Tierversuchen gezeigte Schutz gegen eine symptomatische Infektion der unteren Atemwege und Lunge“.

Samstag, 31. Oktober, 12.50 Uhr

Weniger Antibiotika wegen Corona-Pandemie verschrieben

Im Vergleich zum Vorjahr wurde den Versicherten der Techniker Krankenkasse in diesem Frühjahr deutlich weniger Antibiotika verschrieben. Laut der Versicherung seien es sogar die geringste Zahl an Verschreibungen seit 20 Jahren. Die Angaben beruhen auf der Auswertung der Daten von rund fünf Millionen bei der TK versicherten Mitgliedern.

Durch die Corona-Pandemie wurden weniger Medikamente.

Durch die Corona-Pandemie wurden weniger Medikamente. © picture alliance / Friso Gentsch

Der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas, führt den Rückgang zum einen auf die Schutz- und Hygienemaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zurück, die auch vor anderen Erkrankungen geschützt hätten. Zum anderen hätten während dieser Zeit weniger Patienten mit nur leichten Symptomen einen Arzt aufgesucht.

Samstag, 31. Oktober, 11.30 Uhr

Weiterhin hohes Niveau: 5032 Corona-Neuinfektionen in NRW

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in Nordrhein-Westfalen hoch. Dem Robert Koch-Institut wurden für das bevölkerungsreichste Bundesland binnen eines Tages 5032 Ansteckungen gemeldet, wie aus der Webseite der Berliner Einrichtung am Samstagmorgen hervorgeht. Während für Deutschland ein Höchstwert registriert wurde, blieb die Menge für NRW nur knapp unter der des Vortages (5396). Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in dem Bundesland 132 479 Menschen mit dem Virus infiziert; 2155 starben an den Folgen - am Freitag kamen 53 Todesfälle hinzu. 86 800 Menschen gelten inzwischen wieder als genesen.

Samstag, 31. Oktober, 10.40 Uhr

Es soll kaum Zugausfälle während des November-Lockdowns geben

Trotz der ab Montag (2. November) geltenden Corona-Regelungen – wie dem Verbot von touristischen Übernachtungen in Hotels – will die Deutsche Bahn an ihrem Fahrplan weitestgehend festhalten.

Bis auf einige wenige Bahnen soll im Fernverkehr alles fahren, versicherte DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Im Regionalverkehr liege die Verantwortung bei den Bundesländern als Aufgabenträgern. Bislang hätten diese aber „ausnahmslos signalisiert“, den Bahnverkehr nicht einschränken zu wollen.

Samstag, 31. Oktober, 9.20 Uhr

Ende des Teil-Lockdowns zum Dezember kann niemand garantieren

Im Bundestag hatte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus am Donnerstag die neuen Corona-Regeln klar verteidigt. In einem Interview sagt er nun: „Viel wird davon abhängen, ob alle mitziehen.“ Dass der Teil-Lockdown zum Dezember endet, das mag er daher nicht garantieren.

Samstag, 31. Oktober, 8.25 Uhr

Mehrwertsteuer-Senkung hat bisher nur geringe Konjunktureffekte gebracht

Nach einer ersten Einschätzung der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat die gesenkte Mehrwertsteuer in der Corona-Krise bisher kaum positive Konjunkturimpulse gebracht. „Bislang waren die Effekte der Mehrwertsteuer-Senkung eher geringer ausgeprägt“, sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl dem Handelsblatt am Samstag. Außerdem fügte er hinzu: „Aufgrund unserer Erfahrungen mit der Erhöhung in 2007 gehen wir jedoch davon aus, dass vor allem gegen Jahresende sich positive Effekte zeigen werden.“

Samstag, 31. Oktober, 7.20 Uhr

Studie prognostiziert mehr Todesfälle in Deutschland

Forscher des Max-Planck-Instituts und weitere Einrichtungen gehen davon aus, dass die Todesfälle infolge einer Corona-Erkrankung in Deutschland in den kommenden Wochen deutlich zunehmen werden, berichtet die tagesschau. Rechnungen zufolge könnte die Zahl der Todesopfer bereits Anfang November auf 500 bis 800 pro Woche. Die bisher relativ niedrigen Todeszahlen sei darauf zurückzuführen, dass sich bis Ende September überwiegend Menschen unter 60 Jahren mit dem Virus angesteckt haben, heißt es in einer Studie. Seitdem steige jedoch die Anzahl der gemeldeten Infektionen bei Menschen über 60 wieder an. Das führe mit einem zweiwöchigen Zeitverzug auch zu einem Anstieg der Todesfälle.

Freitag, 30. Oktober, 22.48 Uhr

Auch Österreich erwägt Teil-Lockdown

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen.

Freitag, 30. Oktober, 21.27 Uhr

Essener Weihnachtsmarkt eröffnet nicht im November.

Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt am 13. November eröffnen, die Aufbauarbeiten waren auch schon im volle Gange. Nun hat die Stadt Essen entschieden, dass der Weihnachtsmarkt frühestens im Dezember öffnen soll.

Als Grund wird der für November angekündigte, bundesweite Lockdown angegeben. Laut Auffassung der Stadt Essen falle der Weihnachtsmarkt unter die Freizeitveranstaltungen, die im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen im kommenden Monat ausgesetzt werden sollen.

Jetzt lesen

Freitag, 30 Oktober, 20.30 Uhr

Minister drängen auf Finanzhilfe für die Kulturbranche

Die Kulturministerkonferenz der Länder und die Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung, Monika Grütters (CDU) appellieren bei den in Aussicht gestellten Finanzhilfen die Kulturbranche angemessen zu berücksichtigen, da diese von dem Lockdown besonders betroffen ist.

Freitag, 30. Oktober, 19.37 Uhr

In Solingen soll es ab Mittwoch wieder Homeschooling geben

Die Stadt Solingen mit rasant steigenden Corona-Neuinfektionen will Klassenstärken halbieren und daher die Hälfte der Schüler digital unterrichten. Eine entsprechende Verfügung für weiterführende Schulen soll ab kommenden Mittwoch bis Ende November gelten, sagte Schuldezernentin Dagmar Becker am Freitag in einer Video-Pressekonferenz.

Höchstens 50 Prozent einer Klasse dürften zum Präsenzunterricht erscheinen, für die anderen laufe es dann als Distanzunterricht. Das „Solinger Modell“ lasse dabei die Schulen organisatorisch entscheiden, ob sie etwa im Wochenblock oder tageweisen Wechsel verfahren wollten.

Freitag, 30 Oktober, 19.03 Uhr

WHO spricht sich gegen Lockdowns aus

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor vorschnellen kompletten Lockdowns gewarnt. Stattdessen sprach sich WHO-Regionaldirektor Hans Kluge dafür aus, weiter auf Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht zusetzen.

Studien deuteten darauf hin, dass allein das Tragen von Masken bis zum 1. Februar in den 53 WHO-Mitgliedstaaten in der Region bis zu 266.000 Leben retten könnte, so Kluge weiter.

Freitag, 30. Oktober, 17.44 Uhr

Forscher rechnen mit deutlich mehr Corona-Toten in nächster Zeit

Die Zahl der Corona-Toten wird laut Forschern des Max-Planck-Instituts in nächster Zeit deutlich zunehmen. Anfang November könnten wöchentlich 500 bis 800 mehr Menschen an einer Infektion mit dem Virus sterben, teilte das in Göttingen ansässige Institut mit. Die bislang immer noch relativ niedrigen Zahlen von Todesfällen seien darauf zurückzuführen, dass sich das Coronavirus bis Ende September vor allem bei unter 60-Jährigen ausgebreitet habe.

Seither steige die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Menschen über 60, erläuterte das Institut. Das führe mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle, der bereits jetzt zu beobachten sei.

Freitag, 30. Oktober, 17.01 Uhr

NRW-Polizei wird vermehrt gegen Corona-Verstöße vorgehen

Die nordrhein-westfälische Polizei wird vermehrt gegen Corona-Verstöße vorgehen. „Wer sich nicht an die Regeln hält, wird auf eine Polizei treffen, die konsequent einschreitet und auf deren Einhaltung pocht“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Alle Polizisten seien angehalten, verstärkt und verschärft einzuschreiten. Dazu würden im Einzelfall auch die 18 Einsatz-Hundertschaften der Landespolizei hinzugezogen. Originär seien zwar die kommunalen Ordnungsämter zuständig, die Polizei werde sie aber unterstützen und Amtshilfe leisten. „Die Regeln sind keine Kann-Regeln, die müssen beachtet werden. Da gibt es nichts zu diskutieren“, sagte Reul. „Auf Dauer Unbelehrbare werden den höheren Druck zu spüren bekommen.“

Freitag, 30. Oktober, 16.07 Uhr

Viertligisten in NRW erhalten finanzielle Hilfe vom Land

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sportvereine aus der 4. Liga in der Corona-Krise finanziell. Ein Hilfspaket von 15 Millionen Euro soll als Notprogramm den Fortbestand der betroffenen Vereine sichern. „Da es pandemiebedingt erforderlich war und ist, auf die Anwesenheit von Zuschauern und Fans verzichten zu müssen, entgehen vielen Vereinen in den vierten Ligen unseres Sportlandes fest eingeplante Einnahmen. Mit dem neuen Sondertopf wollen wir gerade den Vereinen unbürokratisch zur Seite stehen, die nicht von den Hilfen des Bundes profitieren können“, sagte die NRW-Staatssekretärin für Sport, Andrea Milz.

Freitag, 30. Oktober, 15.39 Uhr

Urlauber: Wer vor Freitag nach NRW gekommen ist, darf bleiben

Touristen, die vor Freitag in ein Hotel oder eine Pension in Nordrhein-Westfalen eingecheckt haben, dürfen ihren Urlaub dort solange wie geplant fortführen. Das sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wer dagegen erst an diesem Freitag, Samstag oder Sonntag komme, müsse spätestens am Montag wieder abreisen.

Freitag, 30. Oktober, 15.02 Uhr

Praxis-Angestellte beklagen zunehmend aggressive Patienten

In der Corona-Pandemie beklagen sich Angestellte von Praxen zunehmend über aggressiv und fordernd auftretende Patienten. „Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt“, sagte die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, am Freitag in Bochum. Sie bezog sich dabei auf Grippe- und Pneumokokken-Impfstoffe. Patientinnen und Patienten ließen teils ihren Frust an den Praxisteams ab. Die Mitarbeiter trügen zudem durch die zahlreichen Patientenkontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Freitag, 30. Oktober, 14.27 Uhr

Solingen stellt in Schulen zur Hälfte auf digital um

Die Stadt Solingen mit rasant steigenden Corona-Neuinfektionen will Klassenstärken halbieren und daher die Hälfte der Schüler digital unterrichten. Eine entsprechende Verfügung für weiterführende Schulen soll ab kommenden Mittwoch bis Ende November gelten, sagte Schuldezernentin Dagmar Becker am Freitag in einer Video-Pressekonferenz. Höchstens 50 Prozent einer Klasse dürften zum Präsenzunterricht erscheinen, für die anderen laufe es dann als Distanzunterricht.

Freitag, 30. Oktober, 13.21 Uhr

Ministerium: Martinsumzüge sind verboten

Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten. Das teilte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaube Veranstaltungen nur noch dann, wenn sie der Daseinsvorsorge dienten oder einen beruflichen Grund hätten.

Freitag, 30. Oktober, 12.43 Uhr
Partys zu Halloween in mehreren Städten – Polizei alarmiert

Die Gastronomie darf am Halloween-Wochenende zum letzten Mal vor dem Teil-Lockdown öffnen. Einige Bars und Kneipen locken mit Freibier oder speziellen Partys. Doch die Polizei warnt!

Freitag, 30. Oktober, 11.35 Uhr

AfD reicht Klage gegen Maskenpflicht ein – vor falschem Gericht

Die Brandenburger AfD-Fraktion hatte Klage gegen die Maskenpflicht im Landtag eingereicht. Doch die Klage landete nicht beim richtigen Adressaten.

Freitag, 30. Oktober, 10.30 Uhr
Flixbus und Flixtrain fallen im November aus

Der Fernreise-Anbieter Flixbus will seinen Bus- und Zugbetrieb im November vorübergehend einstellen. Der Grund dafür seien die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen.

Freitag, 30. Oktober, 9.00 Uhr

Sondersitzung des NRW-Landtags zur Corona-Krise

Ab Montag (2. November) werden in ganz Deutschland wieder weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelten. Zu dem Thema hat der NRW-Landtag heute eine Sondersitzung geplant, bei der auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Erklärung abgeben wird. Beginn der Sitzung ist um 10 Uhr.

Freitag, 30. Oktober, 7.50 Uhr

Übernachtungsverbot: Reiseverband warnt vor den Folgen

„Das angekündigte Übernachtungsverbot für innerdeutsche touristische Reisen ist für die deutsche Reisewirtschaft, den Deutschlandtourismus und die Hotellerie erneut ein schwerer Schlag und für die Kunden sehr bedauerlich“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Freitag, 30. Oktober, 6.40 Uhr

Schneller als erwartet: RKI meldet 18.681 Corona-Neuinfektionen

18.681 Corona-Neuinfektionen wurden am Freitag vom Robert-Koch-Institut gemeldet – ein neuer Rekord und ein Wert, mit dem Kanzlerin Angela Merkel erst gegen Weihnachten gerechnet hatte.

Freitag, 30. Oktober, 5.30 Uhr

Intensivstationen können an ihre Belastungsgrenze kommen
Experten sind besorgt über die aktuelle Entwicklung. Trotz eingeleiteter Maßnahmen sei es nicht unwahrscheinlich die Belastungsgrenze zu erreichen. „Wir haben in der ersten Welle gelernt, dass wir mit einer gewissen Gesetzmäßigkeit anhand der Infektionszahlen auch voraussehen können, wie viele Patienten dann auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Und das ist etwas, was uns mit Sorge erfüllt“, so Dr. Boris Böll, Leiter der Intensivmedizin an der Uniklinik Köln im Interview mit dem WDR. Außerdem besteht – in den sowieso schon durch höheren Krankenstand geprägten Wintermonaten – Mangel an Pflegepersonal.

Donnerstag, 29. Oktober, 22.44 Uhr
Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021

Spanien ist von der Pandemie besonders schwer getroffen. Nun wurde bekannt, dass der derzeitig geltende Corona-Notstand bis Mai 2021 herrschen wird. Auf Antrag der linken Regierung billigte das Parlament am Donnerstag in Madrid eine ebenso umstrittene wie lange Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes. Ministerpräsident Sanchz hatte diesen zuvor am Sonntag ausgerufen.


Bei der Abstimmung im Parlament setzte sich die Regierung mit 194 zu 53 Stimmen der Opposition durch. 99 Abgeordnete - darunter die der PP - enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend. Gegen den Antrag der Minderheitsregierung hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen.


Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag wurde erneut ein Rekord an neuen Infektionen gemeldet: Binnen 24 Stunden seien 23 580 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl erhöhte sich auf 1,16 Millionen. Mehr als 35 000 Menschen starben mit Covid-19.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und Carmen Calvo, Vize-Regierungschefin von Spanien, applaudieren im Parlament. Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien stimmt das Parlament über eine umstrittene Verlängerung des Notstandes gleich um sechs Monate ab.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und Carmen Calvo, Vize-Regierungschefin von Spanien, applaudieren im Parlament. Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien stimmt das Parlament über eine umstrittene Verlängerung des Notstandes gleich um sechs Monate ab. © picture alliance/dpa


Donnerstag, 29. Oktober, 21.23 Uhr
Rio sagt nächsten Karneval ab

Nach der Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro nun auch den Straßenkarneval abgesagt. Grund dafür sei die Corona-Pandemie, berichtet das Nachrichtenportal „G1“. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus - über 5,4 Millionen.

Donnerstag, 29. Oktober, 20.33 Uhr
„Verlorener Jahrgang“: Sportbund in NRW sorgt sich um die Jugend

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fürchtet durch die erneute Aussetzung des Amateursports schwerwiegende Folgen für die Jugendarbeit. „Wenn Kinder und Jugendliche ein Jahr lang kaum Sport machen können, ist das ein verlorener Jahrgang“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Niessen den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Eine monatelange Auszeit würde sicher zu irreparablen Schäden führen“, sagte Niessen.


Donnerstag, 29. Oktober, 19.31 Uhr
Mehrheit der Deutschen unterstützen die neuen Corona-Regeln

Die große Mehrheit der Bürger unterstützt den geplanten Teil-Lockdown im November oder wünscht sich sogar noch weitergehende Schritte, um die Corona-Pandemie wieder einzudämmen. In einer Forsa-Erhebung für RTL und ntv befürworteten 50 Prozent die von Bund und Ländern beschlossenen strikten Maßnahmen. Weiteren 16 Prozent der 1014 Befragten reichen sie noch nicht aus. Genau einem Drittel dagegen gehen sie zu weit.


Donnerstag, 29. Oktober, 18.07 Uhr

Corona-Testzentren an Flughäfen Düsseldorf schließen
Die beiden Corona-Testzentren für Reiserückkehrende an den Flughäfen Düsseldorf und Weeze stellen zum 1. November ihren Betrieb ein. Hintergrund sei das Ende des Engagements des Landes NRW beim Betrieb dieser Einrichtungen, teilte ein Sprecher der Betreiber am Donnerstag mit.

Reiserückkehrer aus einem ausländischem Risikogebiet müssen sich künftig für einen Corona-Test an eine Arztpraxis an ihrem Wohnort oder an ein lokales Abstrichzentrum wenden.

Mitte Oktober wartetetn noch zahlreiche Menschen in langen Schlangen im Flughafen-Terminal vor dem Walk-In-Zentrum am Düsseldorfer Flughafen auf einen Covid-19-Test. Dieses wird nun geschlossen.

Mitte Oktober wartetetn noch zahlreiche Menschen in langen Schlangen im Flughafen-Terminal vor dem Walk-In-Zentrum am Düsseldorfer Flughafen auf einen Covid-19-Test. Dieses wird nun geschlossen. © picture alliance/dpa


Donnerstag, 29. Oktober, 18.01 Uhr

Luxemburg beschließt nächtliche Ausgangssperre
Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit.

Donnerstag, 29. Oktober, 17.16 Uhr

Maskenverweigerin schlägt Bahnmitarbeiterin mit Tretroller

Mit einem Tretroller hat eine Maskenverweigerin am Bochumer Hauptbahnhof eine Bahnmitarbeiterin geschlagen und verletzt. Zuvor wurde die Frau in einem Zug von Hagen nach Essen aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz anzulegen, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Darauf beleidigte die Unbekannte die 29-jährige Zugbegleiterin und schlug am Mittwochabend zu. Anschließend flüchtete sie zusammen mit einer weiteren Frau aus dem Zug.

Donnerstag, 29. Oktober, 16.20 Uhr

Monate in Verzug - Corona-Krise erschwert Lehrstellensuche

Die Corona-Krise hat für viele junge Leute die Suche nach einem Ausbildungsplatz deutlich schwieriger gemacht. 20,7 Prozent mehr unversorgte Bewerber ohne einen Alternativplan hat es in Nordrhein-Westfalen nach Daten der Bundesagentur für Arbeit Ende September im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres geben. Das sind 8900 Jugendliche, zugleich gab es fast 11.000 offene Stellen, wie die Bundesagentur am Donnerstag bekanntgab. Inklusive der jungen Leute, die einen „Plan B“ haben, aber sich noch nicht entscheiden konnten, suchten noch rund 22.000 Bewerber einen Ausbildungsplatz. Das ist fast jeder Fünfte aller Bewerber (plus 4,9 Prozent) des eigentlich im September zu Ende gegangenen Ausbildungsjahres.

Donnerstag, 29. Oktober, 15.31 Uhr

Schuldnerberatung wegen Corona stark gefragt

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass durch die Folgen der Corona-Pandemie mehr Menschen in Geldnöte geraten. „Wir befürchten in den kommenden Monaten einen massiven Anstieg der Terminanfragen bei der Schuldnerberatung“, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, am Donnerstag. Viele Menschen hätten wegen Corona weniger Einkommen, seien in Kurzarbeit oder fürchteten gar den Jobverlust.

Donnerstag, 29. Oktober, 14.53 Uhr

NRW-Familienminister gibt Betreuungsgarantie trotz Corona-Krise

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen gibt der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) den Familien eine Bildungs- und Betreuungsgarantie. „Schulen und Kindertagesbetreuung werden in Nordrhein-Westfalen nicht noch einmal flächendeckend schließen“, sagte der Familienminister am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Dies gelte trotz der ernsten Lage unverändert.

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 29. Oktober, 14.29 Uhr

NRW-Kabinett beschließt schärfere Corona-Schutzverordnung

In Nordrhein-Westfalen wird unter Hochdruck an den Details der neuen Corona-Schutzverordnung gefeilt. Das Landeskabinett fasste aber bereits am frühen Donnerstagmorgen den Beschluss, die jüngste Bund-Länder-Vereinbarung zu übernehmen, wie ein Sprecher der Regierung bestätigte. Damit steht auch für die Bürger in Nordrhein-Westfalen das vorerst letzte Wochenende mit geöffneten Restaurants, Bars, Diskotheken, Sport- und Freizeitstätten bevor.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch einvernehmlich auf ein strenges Maßnahmenpaket geeinigt. Kernstück: Einschneidende Kontaktbeschränkungen für die Bürger mit dem Herunterfahren fast aller Freizeitaktivitäten ab dem 2. November. So sollen unter anderem Kinos und Theater, aber auch Freizeitsportstätten, Hotels und Restaurants für den gesamten Monat schließen. Damit sieht es auch für die traditionellen Martinsumzüge schlecht aus. Ob sie kategorisch verboten werden oder ob es Optionen - etwa für Kita-Gruppen - geben kann, wird aus den Details der neuen Corona-Schutzverordnung hervorgehen, die laut NRW-Gesundheitsministerium in Kürze veröffentlicht werden soll.

Donnerstag, 29. Oktober, 13.51 Uhr

Zahl der coronabedingten Kita-Schließungen in NRW steigt

Die coronabedingten vorübergehenden Schließungen von Kindertagesstätten sind deutlich gestiegen. Nach 107 Schließungen aus Gründen des Infektionsschutzes im September seien es im Oktober bislang 173 gewesen, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Hinzu kämen 147 Teilschließungen im September und bislang 185 im Oktober. Die Kita-Betreuung sei „mehr als systemrelevant“, sagte Stamp. Die Kitas sollten daher geöffnet bleiben.

Donnerstag, 29. Oktober, 13.09 Uhr

Dortmunder Weihnachtsmarkt wegen Corona abgesagt

Die Dortmunder Weihnachtsstadt 2020 wurde abgesagt. Damit reagiert der Veranstalter laut einer kurzen Mitteilung auf den Regierungsbeschluss zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie von Mittwochabend. „Das ist ein schwerer Schlag für uns. Wir hatten ein gutes Konzept zusammen mit der Stadt erarbeitet. Aber die Entwicklung der letzten Tage hat uns keine andere Wahl gelassen“, sagte Patrick Arens, Schausteller und Hauptorganisator der Weihnachtsstadt.

Jetzt lesen

Donnerstag, 29. Oktober, 12.17 Uhr

Künstlerprotest wird lauter: „Die Kulturbranche wird zugrunde gehen“

Mehr als acht Monate nach Ausbruch der Corona-Pandemie regt sich immer lauterer Protest unter deutschen Kulturschaffenden. Am Dienstagabend hatte der Musiker und Fotograf Till Brönner ein langes Instagram-Video veröffentlicht und deutliche Kritik an der Politik geäußert. Zugleich appellierte er an Kolleginnen und Kollegen, die Stimme zu erheben. Am Mittwochmorgen legte nun der Kabarettist Serdar Somuncu nach. Zahlreiche weitere Comedians unterzeichneten einen offenen Brief unter dem Motto #alarmstuferot.

Donnerstag, 29. Oktober, 11.25 Uhr

RWI sieht Chance für rasche Erholung der Wirtschaft

Trotz des neuen Lockdowns für die Gastronomie und sämtliche Freizeiteinrichtungen sieht das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung weiterhin Chancen für eine kräftige Erholung der nordrhein-westfälischen Wirtschaft im nächsten Jahr. Das Wirtschaftsinstitut prognostizierte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbericht NRW für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum im bevölkerungsreichsten Bundesland von 4,7 Prozent. An dieser Prognose ändere sich auch durch den neuen Teil-Lockdown erst einmal nichts, sagte RWI-Konjunkturexperte Thomas Meyer.

Donnerstag, 29. Oktober, 10.14 Uhr

Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen vor dem Parlament

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln vor dem Parlament verteidigt. „Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig. Wenn wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät.“

Die Corona-Lage in Deutschland bezeichnete Merkel als dramatisch. In den vergangenen Wochen seien die Zahlen der Neuinfektionen „deutlich in die Höhe geschnellt“, sagte sie. Viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. „Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle. Ausnahmslos.“ Die Bürgerinnen und Bürger rief Merkel zu weiterer Vorsicht und Solidarität in der Corona-Krise auf. Es komme auf jede und jeden einzelnen sowie Engagement, Ausdauer und Rücksichtnahme aller an, sagte sie.

Donnerstag, 29. Oktober, 9.51 Uhr

Sechs Regionen in NRW mit Corona-Wert über 200

In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile sechs Regionen über der Schwelle von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert wies mit 240,8 die Stadt Duisburg auf, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen hervorgeht. Dahinter lagen die Stadt Solingen mit 238,0 und die Stadt Remscheid mit 206,6. Der Kreis Düren wies einen Wert von 205,6 auf. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 201,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Stadt Herne lag bei 200,1.

Donnerstag, 29. Oktober, 9.03 Uhr
Bundestagsvizepräsident ruft Betroffene zur Klage gegen die Maßnahmen auf
Viele Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie kritisieren den neuen Lockdown. Die Dehoga warnte davor, dass die Branche ohne finanzielle Hilfen nicht durch die Krise kommen wird. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die betroffenen Unternehmen zu rechtlichen Schritten aufgefordert.

Donnerstag, 29. Oktober, 8.14 Uhr

Jens Spahn hält die neuen Maßnahmen für angebracht
Der Gesundheitsminister hat in einem Interview mit dem WDR gesagt, dass Deutschland eine gute Chance habe, den richtigen Zeitpunkt der Pandemie zu treffen. Er zeigte Verständnis für die Betroffenen, aber die Kontaktbeschränkungen seien dringend nötig. Wenn die Intensivstationen überfüllt sind, sei es zu spät.

Donnerstag, 29. Oktober, 6.28 Uhr
Deutschland erreicht einen Höchstwert von über 16.000 Corona-Neuinfektionen
Das Robert-Koch Institut hat 16.774 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland gemeldet und damit einen neuen Rekordwert an Fällen binnen eines Tages. Am Donnerstag vor einer Woche waren es rund 5.000 Menschen weniger, die sich infiziert haben.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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