Coronavirus in NRW: Corona-Anstieg in mehreren Städten - Einschränkungen drohen – Liveblog

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Die Zahl der Neuinfektionen steigt bundesweit - in mehreren NRW-Städten steigen die Corona-Fälle nun stark an: Sind verschärfte Regeln die Folge? Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 20.09.2020, 13:44 Uhr / Lesedauer: 11 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 64.691 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.844 Todesfälle. 58.524 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 20.9.2020)
  • Verschärfte Regeln? - In Gelsenkirchen ist die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz auf 44,1 gestiegen. Damit hat die Stadt bereits den Grenzwert von 35 übertroffen - auch Hamm (43,0) und Remscheid (36,9) verzeichnen einen starken Anstieg.
  • Weltweit berichten immer mehr Corona-Patienten auch noch lange nach ihrer Ansteckung mit dem Coronavirus über wiederkehrende Symptome: unter anderem Erschöpfung, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick


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Sonntag, 20. September, 18.08 Uhr

Stadt Hamm muss auf Bestätigung des RKI warten

In Hamm ist die Zahl der akut Infizierten auf 98 gestiegen - und damit auf den kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 48,6. Wie der WDR berichtet, kann die Stadt aber keine schärferen Maßnahmen beschließen, weil das Robert-Koch-Institut die Fälle zuerst bestätigen muss. Das das meistens mit einem zeitlichen Verzug passiert, sind die Neu-Infizierten am Sonntag noch nicht mit eingerechnet. Die Stadt will laut WDR-Bericht auf die Aktualisierung der Zahlen am Montag warten und sich dann zum weiteren Vorgehen und möglichen zusätzlichen Einschränkungen äußern. Die meisten der akut Infizierten - genau sind es 58 - waren Gäste einer Hochzeit.

Sonntag, 20. September, 16.45 Uhr

Weiterhin wenig Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen Höchststand seit knapp fünf Monaten erreicht. So meldete das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen 2297 neue Fälle, die der Behörde binnen 24 Stunden übermittelt wurden. Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach wie vor ziemlich entspannt, wie aus dem sogenannten DIVI-Intensivregister hervorgeht, das die Kapazitäten in fast 1300 Krankenhäusern erfasst. So werden rund 250 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt, gleichzeitig sind knapp 9000 Betten frei.

Sonntag, 20. September, 15.03 Uhr

Wenige Tausend Teilnehmer bei Demo gegen Corona-Maßnahmen

Begleitet von starker Polizeipräsenz haben sich wenige Tausend Menschen in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung. Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen war von einer regionalen Gruppen der Initiative Querdenken angemeldet worden. Einige Teilnehmer hatten Regenbogenfahnen dabei, hielten Schilder gegen Digitalisierung in die Höhe oder forderten auf Plakaten Umarmungen statt Distanz. Die Stimmung sei friedlich, berichtete eine dpa-Reporterin.

In Düsseldorf demonstrierten am Sonntag wenige tausend Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

In Düsseldorf demonstrierten am Sonntag wenige tausend Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. © picture alliance/dpa

Sonntag, 20. September, 13.24 Uhr
Steigende Zahlen in NRW: Hamm und Remscheid überschreiten Vorwarnstufe

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen NRW-Städten steigt weiterhin stark an. Heute überschritten auch die Städte Hamm (43,0) und Remscheid (36,9) die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl - den Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - lag Gelsenkirchen heute weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben.

Sonntag, 20. September, 12.33 Uhr

SPD-Chefin schlägt kostenlose Nachhilfe für Schüler vor

SPD-Chefin Saskia Esken hat angesichts der Corona-Pandemie kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht. „Warum eröffnen wir den Schüler*innen nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform?“, sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Kosten könnten nach Eskens Worten mit dem Geld aufgefangen werden, das für - jetzt ausfallende - Fahrten ins Schullandheim vorgesehen gewesen sei. „Wir müssen die Nachteile, die gerade sozial benachteiligten Familien und ihren Kindern aus der Pandemiebewältigung entstehen, so gering wie möglich halten und so weit wie möglich ausgleichen“, betonte Esken.

Sonntag, 20. September, 10.58 Uhr

Corona-Tests: Wer wird wie und wann getestet?

Testen ist ein wichtiger Bestandteil der Pandemie-Bekämpfung. Seit März wurden die Testkapazitäten im Kampf gegen das Coronavirus laut Robert Koch-Institut kontinuierlich ausgeweitet. Doch wer kann sich checken lassen, und was kostet ein Test überhaupt? Die wichtigsten Fragen werden im Überblick geklärt:

Corona-Tests: Wer wird wie und wann getestet?

Coronavirus in NRW: Corona-Anstieg in mehreren Städten - Einschränkungen drohen – Liveblog

© picture alliance/dpa

Sonntag, 20. September, 9.16 Uhr

Kliniken blocken immer weniger Betten für Corona-Patienten

Trotz steigender Infektionszahlen halten deutsche Kliniken einem Bericht zufolge auf ihren Intensivstationen weit weniger Betten für Corona-Patienten frei als noch vor einigen Wochen und Monaten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält das auch für richtig: „Trotz leicht angestiegener Infektionszahlen gab es keine erhebliche Belastung der Intensivstationen“, sagte Reinhardt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.



Sonntag, 20. September, 7.44 Uhr
Massiver Anstieg an Infektionen in Gelsenkirchen: Verschärfte Regeln?
In Gelsenkirchen gab es am Samstag 44,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - die Vorwarnstufe, die bei einem Wert von 35 liegt, ist damit deutlich überschritten. Vor einer Woche lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der Stadt noch bei 10,7.

Die Stadt hatte am Freitag angekündigt, beim Überschreiten der Vorwarnstufe von 35 Fällen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen vor allem private Feiern stärker zu beschränken. Geplant ist eine Obergrenze von 50 Gästen für private Partys. In Wohnungen sollen den Plänen zufolge Feste „aus herausragendem Anlass nur noch mit höchstens 25 Teilnehmern möglich sein“, wie die Stadt mitteilte. „Wir haben in den vergangenen Tagen feststellen müssen, dass vor allem größere private Feiern in Gelsenkirchen zu einer Verbreitung des Corona-Virus beigetragen haben“, sagte Krisenstabsleiterin Karin Welge. Deshalb wolle die Stadt mit den Einschränkungen auch genau an dieser Stelle ansetzen. Am Montag wollen die Behörden entscheiden.


Samstag, 19. September, 19.30 Uhr

1,12 Millionen - Rekord-Hoch bei Corona-Tests

In Deutschland sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in der vergangenen Woche 1,12 Millionen Tests durchgeführt worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das ist die bislang höchste Zahl durchgeführter Tests.

Samstag, 19. September, 18.59 Uhr

Nicolaischule Unna: Corona-Testergebnisse sind da

Nachdem sich eine Mitarbeiterin des Offenen Ganztags an der Unnaer Grundschule mit dem Coronavirus infiziert hatte, liegen nun weitere Testergebnisse vor. Lesen Sie hier, ob es weitere Infizierte gibt.

Samstag, 19. September, 17.41 Uhr

Höchster Tageswert an Neuinfektionen auch in Dänemark

Dänemark hat den höchsten Tageswert an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie registriert. Wie aus Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit dem Vortag 589 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - das ist der höchste Tageswert, seit das Virus Ende Februar erstmals im nördlichsten deutschen Nachbarland nachgewiesen worden war.

Die heutigen Zahlen lassen sich allerdings nur schwer mit denjenigen der ersten Hochphase der Corona-Krise im Frühjahr vergleichen, weil in Dänemark wie in zahlreichen anderen Ländern heute viel mehr auf Corona getestet wird.

Wie in Kopenhagen, hier die Bronzestatue «Die kleine Meerjungfrau» als Wahrzeichen der Stadt, steigen in ganz Dänemark die Corona-Zahlen.

Wie in Kopenhagen, hier die Bronzestatue «Die kleine Meerjungfrau» als Wahrzeichen der Stadt, steigen in ganz Dänemark die Corona-Zahlen. © picture alliance/dpa

Samstag, 19. September, 16.45 Uhr

Corona-Anstieg in Gelsenkirchen - Weitere Schritte erst Montag

Nach dem massiven Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen wollen die Behörden am Wochenende noch nicht über mögliche Gegenmaßnahmen entscheiden. „Es gab heute früh Abstimmungsgespräche mit dem Landesgesundheitsministerium, das am Montagmorgen eine verbindliche Aussage treffen wird“, sagte der Gelsenkirchener Gesundheitsdezernent Luidger Wolterhoff. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt war am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 44,1 pro 100 000 Einwohner in einer Woche gestiegen. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7.

Samstag, 19. September, 16.28 Uhr

Rekordwert an Neuinfektionen in Polen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der bisherige Rekordwert wurde am 21. August erfasst, er betrug 903 Neuinfektionen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 78.330 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2282 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Samstag, 19. September, 15.32 Uhr

Erstes BVB-Spiel mit Fans unter Corona-Bedingungen: Wir berichten im Live-Ticker

Etwa 10.000 Fans erwartet der BVB zum Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend im Signal Iduna Park. Wie sich das in Corona-Zeiten auf die Stadt auswirkt, berichten wir im Live-Ticker.

Samstag, 19. September, 14.41 Uhr

Regierung lässt Vorschläge zur Impf-Reihenfolge erarbeiten

Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Arbeitsgruppe, die bis Ende Oktober Grundsätze für die Verteilung des erhofften Corona-Impfstoffes erarbeiten soll. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag auf Anfrage. In der Gruppe sollen Vertreter der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut, der Deutschen Akademie Leopoldina und des Ethikrates vertreten sein.

Samstag, 19. September, 13.21 Uhr
Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Zulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021. Derzeit befänden sich neun Impfstoff-Kandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, „aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.“ Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut - das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe - unverändert seit längerer Zeit.

Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert Koch-Instituts, für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten

Samstag, 19. September, 12.23 Uhr

Zahl der Corona-Infektionen steigt in Gelsenkirchen massiv an

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist massiv angestiegen und nähert sich der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag in Gelsenkirchen bei 44,1 - eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7. Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass größere private Feiern zu einer Verbreitung des Coronavirus beigetragen hätten. Sollte die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen auf 50 steigen, kündigte die Stadt „einschneidende Einschränkungen“ an.

Samstag, 19. September, 11.18 Uhr
Gesundheitssystem trotz Corona-Anstiegs noch nicht überlastet

Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter.

„Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt“, fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten. Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten am Freitag 2297 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

Samstag, 19. September, 10.03 Uhr
Corona-Patienten klagen lange nach ihrer Ansteckung über Beschwerden

Wer sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hat und 14 Tage später keine Symptome hat und bei folgenden Corona-Tests ein negatives Ergebnis hat, gilt als genesen. Doch weltweit berichten immer mehr Corona-Patienten auch noch lange nach ihrer Ansteckung mit dem Coronavirus über wiederkehrende Symptome.

Viele von ihnen fühlen sich unter anderem erschöpft und müde oder beklagen Kurzatmigkeit – teils auch jüngere Patienten mit mildem oder moderatem Krankheitsverlauf. “Das ist das, was ich jungen Leute immer versuche, klarzumachen: Für die Langzeitfolgen spielt das Alter gar keine Rolle", betonte Tobias Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover gegenüber der “Tagesschau”.

Mehr dazu erfahren Sie hier:

Samstag, 19. September, 9.06 Uhr

Corona-Teststrategie der EU-Kommission: Ergebnis binnen 24 Stunden

Corona-Tests sollten von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis aus Sicht der EU-Kommission nicht länger als 24 Stunden dauern, damit Kontakte sinnvoll nachverfolgt werden können. Ihre Empfehlungen für eine gemeinsame Teststrategie legte die Brüsseler Behörde am Freitag den EU-Staaten vor.

Auch Deutschland müsste demnach mehr Tempo machen. Nach Angaben der Kommission vergehen hier bis zu 36 Stunden zwischen Test und der Bekanntgabe des Ergebnisses. Die Bevölkerung solle leichten Zugang zu Teststellen haben, betont die Kommission. Es müsse Priorität sein, alle Fälle von Covid-19-änlichen Symptomen zu testen. Möglichst solle gleichzeitig auf das Coronavirus, Grippe und andere Atemwegsinfekte untersucht werden.

Samstag, 19. September, 7.36 Uhr

Skigebiete im Sauerland stellen Weichen

Rund drei Monate vor den Winterferien rüsten sich die Skigebiete im Sauerland angesichts der Corona-Pandemie bereits für die kommende Saison. „Die Skigebiete der Wintersport-Arena stehen vor großen Herausforderungen“, hieß es beim Trägerverein in Winterberg.

In den Skigebieten werde intensiv an Hygienekonzepten gearbeitet, die möglichst einheitlich ausfallen sollten und von örtlichen Gesundheitsämtern genehmigt werden müssten, sagte eine Sprecherin. In einer Mitgliederversammlung habe man erste Weichen gestellt. In der kommenden Woche sollten Schutzmaßnahmen bei einer Versammlung des Skiliftverbands Sauerland diskutiert werden.

Freitag, 18. September, 22.55 Uhr

Landkreis in Niedersachsen überschreitet Grenzwert

Der Landkreis Cloppenburg hat den Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten und deswegen die Regeln für einen Teil seiner Kommunen verschärft. Die aktuelle 7-Tage-Indizenz liegt bei 61,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In einigen Teilen des Landkreises dürfen sich bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten, Gaststätten müssen um 22 Uhr schließen.

Freitag, 18. September, 22.11 Uhr

Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen

In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft.

Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

Freitag, 18. September, 21.20 Uhr

Doch keine Zuschauer beim Köln-Spiel am Samstag

Das Bundesligaspiel FC Köln gegen TSG Hoffenheim wird an diesem Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen könne kein Publikum für das Spiel im RheinEnergieStadion zugelassen werden, teilte die Stadt Köln mit. 9200 Zuschauer waren zu der Begegnung erwartet worden.

Nach neuen Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW ergebe sich für Samstag im maßgeblichen Sieben-Tages-Zeitraum eine Inzidenz von 34,8. Der aktualisierte Datenstand für den am Freitag maßgeblichen Sieben-Tages-Zeitraum ergebe aufgrund der im Meldeprozess typischen Nachmeldungen einen Wert von 35,2. Damit wäre die zulässige Grenze überschritten.

Freitag, 18. September, 21.11 Uhr

Land verlängert Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige bis Jahresende

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Corona-Hilfe für Freiberufler und Solo-Selbstständige bis zum Jahresende verlängern. Die monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt von 1000 Euro werde bis zum Jahresende weitergezahlt, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der „Rheinischen Post“ (Samstag). Bislang war die Hilfe für Solo-Selbstständige bis August befristet.

Freitag, 18. September, 20.07 Uhr

Mehr als 13.000 Infektionen in Frankreich

Die französische Regierung hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13.215 neue Corona-Infektionen registriert. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Tage: Zuletzt waren über 10.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit von 31.095 auf 31.249.

Freitag, 18. September, 19.11 Uhr

Straßen- und Sitzungskarneval in NRW abgesagt

Der Sitzungskarneval in Nordrhein-Westfalen soll für die kommende Session abgesagt werden. Das sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, in Düsseldorf nach einem Gespräch mit der Landesregierung.

„Gesellige Karnevalsveranstaltungen sind nicht möglich“, sagte Staatssekretär Nathanael Liminski. Kleine „Kulturveranstaltungen“ mit Bühnenprogramm könnten dagegen in Übereinstimmung mit den Corona-Regeln möglich.

Freitag, 18. September, 18.21 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Heinsberger Landrat

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet - für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Auszeichnung am 1. Oktober überreichen.

Der Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden.

Dem Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird demnächst das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Dem Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird demnächst das Bundesverdienstkreuz verliehen. © picture alliance/dpa

Freitag, 18. September, 17.17 Uhr

München überschreitet Grenzwert bei Neuinfektionen

Die bayerische Landeshauptstadt München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. München erreichte den Wert von 50,7. Der Grenzwert wurde aber auch in anderen Regionen überschritten. So sind in Bayern die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen.

Freitag. 18. September, 16.35 Uhr

Gewerkschaft: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. „Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz“, so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Freitag. 18. September, 16.21 Uhr

Reker: Mundschutz auch im öffentlichen Raum tragen

Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im öffentlichen Raum empfohlen. Dies gelte besonders „in Fußgängerzonen und an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen“, sagte die parteilose Politikerin am Freitag. Dazu gehörten Warteschlangen vor Gaststätten oder dem Einzelhandel.

Freitag. 18. September, 15.15 Uhr

Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt - Chance für Weihnachten

Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen einer Umfrage zufolge Anklang gefunden. Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland mit. An der Online-Befragung im Auftrag von fünf Landeskirchen hatten 5000 Personen teilgenommen.

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. „Digitale Gottesdienste sind keine Notlösung, sondern bieten neue Möglichkeiten der Beteiligung“, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski. Gerade an Weihnachten, wenn der Platz in den Kirchen wegen der Corona-Auflagen nicht für alle reichen werde, böten digitale Gottesdienste die Chance, trotzdem teilzunehmen.

Viele Gläubige können sich vorstellen, an Weihnachten einen Online-Gottesdienst zu feiern.

Viele Gläubige können sich vorstellen, an Weihnachten einen Online-Gottesdienst zu feiern. © picture alliance/dpa

Freitag. 18. September, 14.37 Uhr

Vertrag mit Herstellern: EU sichert sich weitere Impfstoff-Dosen

Die EU-Kommission hat einen zweiten Vertrag über den Kauf eines künftigen Corona-Impfstoffs abgeschlossen, diesmal mit den Herstellern Sanofi und GSK über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte dazu am Freitag, angesichts steigender Corona- Infektionszahlen sei ein wirksamer Impfstoff wichtiger denn je. Mit dem neuen Vertrag wüchsen die Chancen, dass Menschen in der EU und weltweit nach und nach ihr Alltagsleben wieder aufnehmen könnten.

Die EU hatte bereits einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca geschlossen und plant weitere mit anderen Unternehmen mit aussichtsreichen Impfstoff-Kandidaten. Keiner dieser Impfstoffe ist jedoch bisher zugelassen. Die Abnahmeverträge mit Vorkasse sollen die Entwicklung und Massenproduktion der Impfstoffe beschleunigen.

Freitag. 18. September, 13.58 Uhr

WDR-Bericht: Karnevalisten fordern Absage des Karnevals

Wie der WDR berichtet, wollen die Chefs der Karnevalshochburgen Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf die komplette Absage des Straßen- und auch des Sitzungskarnevals erreichen. Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich um 17 Uhr mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Dabei soll über die Absage gesprochen werden. Wenn eine Einigung getroffen wird, würden sämtliche Umzüge die Sessionseröffnungen auf zentralen Plätzen oder Prunk-und Kostümsitzungen nicht stattfinden dürfen.

Freitag. 18. September, 13.11 Uhr

Milliardenschwere Entlastung für NRW-Kommunen

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen werden angesichts der coronabedingten Einbrüche bei der Gewerbesteuer mit 2,72 Milliarden Euro entlastet. Das teilte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit. Zuvor hatten Bundestag und Bundesrat ein milliardenschweres Hilfspaket für Städte und Gemeinden beschlossen. Vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags wolle die CDU/FDP-Landesregierung das Geld an die Kommunen noch in diesem Jahr auszahlen, sagte Laschet. Insgesamt kompensieren Bund und Länder in diesem Jahr Ausfälle bei der Gewerbesteuer im Umfang von rund 11 Milliarden Euro. Diese ist die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen. Der Bund übernimmt rund 6,1 Milliarden Euro, die Länder rund 4,8 Milliarden Euro.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Wie viele Gäste dürfen zu privaten Feiern eingeladen werden? Gilt das auch für meine Wohnung? Was gilt bei der Einreise aus Risikogebieten? Alle neuen Corona-Regeln für NRW hier im Überblick.

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