Coronavirus in NRW: Erste Großstadt in NRW unter Grenzwert von 50 – Liveblog

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Erstmals seit Oktober hat es eine Stadt geschafft, unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu liegen. Die Zahl der Neuinfektionen geht bundesweit tendenziell leicht zurück. Die Lage im Überblick.

NRW

, 29.11.2020, 08:07 Uhr / Lesedauer: 11 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 258.381 bestätigte Fälle - 69.600 aktuell Infizierte - 3.418 Todesfälle. (Stand: 29.11.2020)
  • Knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) planen, Besuche an den Weihnachtsfeiertagen einzuschränken.
  • Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen ist mit 1.028.098 niedriger als am Vortag. Ebenso die Zahl der Todesfälle innerhalb eines Tages mit 379.
  • Bereits Mitte Dezember sollen in NRW Impfzentren stehen. Das Land sucht dafür Helfer. Freiwillige können sich hier zur Unterstützung registrieren. Zunächst werden gefährdete Personen und medizinisches Fachpersonal geimpft. Massenimpfungen soll es erst ab Mitte 2021 geben. Geplant sind Impfstraßen. 19 Fragen und Antworten zu Impfzentren finden Sie hier.
  • Bund und Länder haben sich für Dezember (bis 20.12.) auf neue Corona-Regeln geeinigt. Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt. Im Einzelhandel muss künftig ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern jeder Kunde 20 Quadratmeter Platz haben.
  • Was die neuen Regeln für NRW bedeuten, erfahren Sie hier im Video.
  • Eine Übersicht über alle derzeit gültigen Maßnahmen in NRW finden Sie hier.











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Sonntag, 29. November, 13.22 Uhr

NRW-Kabinett tagt mit Spahn in Düsseldorfer Stadion

Das nordrhein-westfälische Kabinett wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Düsseldorfer Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ tagen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei am Sonntag. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte den Plan zuvor beim Deutschlandfunk angesprochen. Laut Staatskanzlei werden Laschet, Spahn und die Landesminister in einem der großen Konferenzräume innerhalb der Arena zusammen kommen. Das Stadion soll laut Stadt bald auch als Impfzentrum dienen. Auch dafür sollen Räume in der Arena genutzt werden, so dass dort weiter Fußball gespielt werden kann.

Sonntag, 29. November, 12.28 Uhr

Laschet: Aussetzen des Ski-Tourismus im Sauerland wird geprüft

Der Ski-Tourismus im Sauerland wird möglicherweise ebenfalls in den Weihnachtsferien ausgesetzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dass man dies zurzeit prüfe. Man wolle auf die Betreiber in den dortigen Ski-Gebieten zugehen und „da auch vorbildlich handeln“. Italien und Frankreich handelten seiner Ansicht nach vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Ski-Pisten beziehungsweise Lifte zu schließen. Wenn Österreich sich dem Aussetzen des Ski-Tourismus verweigere, werde das niemand unterbinden können, sagte Laschet.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 11.12 Uhr

Virologe: Schutzwirkung erster Corona-Impfstoffe unerwartet groß

Der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung an der Universität Bremen, Andreas Dotzauer, hält das Potenzial der ersten Impfstoff-Kandidaten gegen das Covid-19-Virus für unerwartet groß. Ein Impfschutz von bis zu 95 Prozent sei „verdammt hoch, damit hat niemand gerechnet. Und das übertrifft alle Erwartungen“, sagte Dotzauer dem in Bremen erscheinenden „Weser-Kurier“ (Sonntagausgabe). Bei der Grippeimpfung sei die Schutzwirkung mit durchschnittlich rund 40 Prozent deutlich niedriger. Aber selbst dieser Wert beeinflusse den Verlauf einer Grippewelle positiv.

Sonntag, 29. November, 10.21 Uhr

RKI: Münster als erste Großstadt in NRW unter Infektionskennziffer 50

Ein erster orangefarbener Fleck auf der sonst roten NRW-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI): Münster hat am Sonntag erstmals seit Ende Oktober mit 41,5 wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 ausgewiesen. Den höchsten Wert erreichte am Sonntag laut RKI Solingen mit 261,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der NRW-weite Wert lag am Sonntag bei 146,0. Die Kennzahl 50 war im Oktober noch wichtig, da damals regionale Maßnahmen noch an diesen Wert gekoppelt waren.

Sonntag, 29. November, 9.15 Uhr

Punktuelle Böllerverbote in NRW: erste Tabuzonen benannt

Gut vier Wochen vor Silvester ist für die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen noch unklar, wo genau Böller und Raketen überall verboten sein werden. Erste Tabu-Zonen zeichnen sich aber ab. Köln hatte bereits angekündigt, dass Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein wird. Der Krisenstab werde voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob es weitere Verbotsbereiche geben soll, hieß es. Auch in Düsseldorf wird - wie schon in den Vorjahren - ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. Münster untersagt Feuerwerk auf jeden Fall mindestens auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt.

Essen will Entscheidungen dazu erst nach eingehender Prüfung der neuen Coronaschutzverordnung für NRW bekanntgeben. Kritik kam von Dortmunds neuem Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD): Bund und Länder hätten sich die Sache bei ihrem Spitzentreffen am vergangenen Mittwoch leicht gemacht und die Entscheidung auf die Kommunen abgewälzt. Die reine Empfehlung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei „halbherzig und völlig unzureichend“.

Sonntag, 29. November, 8.03 Uhr

Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

Der coronabedingte Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist leicht zurückgegangen. In der vergangenen Woche habe an 3692 Schulen regulärer Präsenzunterricht stattgefunden, berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil der Schulen mit regulärem Unterrichtsbetrieb stieg damit gegenüber der Vorwoche von 79,9 auf 81,3 Prozent. 13 Schulen waren geschlossen.

In 838 Schulen befanden sich in Folge von Maßnahmen der örtlichen Gesundheitsbehörden Schüler oder Lerngruppen in Quarantäne. Insgesamt konnten 1,98 Millionen Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Schulen teilnehmen, rund 64.000 befanden sich in Quarantäne, bei knapp 5000 wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Auch der Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnahmen, erhöhte sich damit leicht von 95,4 auf 95,9 Prozent.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 7.17 Uhr

14.611 Corona-Neuinfektionen - Tendenz zur Vorwoche weiter fallend

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 14.611 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 15.741 gelegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 158 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde.

Samstag, 28. November, 19.30 Uhr

Verlängerung des Corona-Lockdowns bis ins Frühjahr möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Bürger auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis ins Frühjahr eingestimmt. „Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns“, sagte Altmaier in einem Interview mit der „Welt“. Man könne demnach noch keine Entwarnung geben: Es sei sehr gut möglich, dass die Beschränkungen auch in den ersten Monaten des neuen Jahres bestehen bleiben.

Solange im Großteil Deutschlands der Inzidenzwert weiterhin über der 50er Marke sei, habe man die Pandemie noch nicht unter Kontrolle. „Für mich war aber von Anfang an klar, dass es so lange Einschränkungen geben muss, wie die Zahl der Neuinfektionen über einem zumutbaren Niveau liegt“, sagte Altmaier. „Das ist keine willkürliche Entscheidung, sie orientiert sich an der Leistungsfähigkeit der Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser.“

Samstag, 28. November, 18.11 Uhr

Mehr Menschen in Fußgängerzonen – Wetter verleitet Menschen zum Shoppen

Das schöne Wetter und gesenkte Preise haben die Menschen auch am Tag nach dem „Black Friday“ wieder in die Innenstädte getrieben, wie der WDR berichtet. In der Essener Innenstadt habe es bisher noch keine ausgesprochene Maskenpflicht.

Gerade am sogenannten „Black Friday“ sei der Eingang in den Einkaufspassagen so hoch gewesen, dass vielerorts Ordnungsämter und Polizei Passanten auf die Einhaltung der Abstandsregeln hinweisen mussten.

Mit solchen Bildern bereitete die neue Regelung Sorgen, „dass der Einzelhandel noch weniger Kunden einlassen darf. Denn dies führt nicht zu weniger Kunden, sondern zu mehr Menschen in den Fußgängerzonen“.

Samstag, 28. November, 16.45 Uhr

Biontech-Impfstoff nächste Woche in Großbritannien zugelassen?

Großbritannien wird einem Zeitungsbericht zufolge den von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff in der kommenden Woche zulassen. Mit der Auslieferung solle nur Stunden später bereits begonnen werden, berichtet die „Financial Times“.

Samstag, 28. November, 15.01 Uhr

Hilfe für Wohnungslose im Winter

NRW baut Hilfen für wohnungslose Menschen im Winter wegen der Corona-Krise aus. Im Rahmen der Landesinitiative „Endlich ein Zuhause!“ stellt die Landesregierung 340.000 Euro für Schutzmaßnahmen zur Verhinderung gesundheitlicher und coronabedingter Beeinträchtigungen in der kalten Jahreszeit zur Verfügung, wie das Sozialministerium in Düsseldorf am Samstag mitteilte.

Es werde so erneut unbürokratische Hilfen geben, mit denen die freien Träger der Wohnungslosenhilfe beispielsweise Schlafsäcke und Rucksäcke beschaffen können.

Samstag, 28. November, 13.08 Uhr
Spahn rechnet mit Impfstoffzulassung Mitte Dezember
Gegenüber dem Bayrischen Rundfunk sagte der Gesundheitsminister, dass er mit einer Zulassung des Impfstoffes Mitte Dezember rechne.„Das macht mich schon auch stolz, dass mit Biontech eine deutsche Entwicklung ganz vorne ist und vor allem nicht nur vorne, sondern auch sicher und wirksam“, so Spahn. Dennoch hat sich Deutschland weitere Impfdosen von anderen Herstellern gesichert, um sich abzusichern. Jens Spahn bat die Länder darum, die Impfzentren so vorzubereiten, dass sie ebenfalls ab Mitte Dezember startklar sind.

Städtetagspräsident Burkhard Jung möchte die Erwartungen nicht zu hoch setzen. Es gäbe nicht in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Kreis eine Einrichtung um sich impfen zu lassen. Er geht eher von mobilen Impfteams aus. Sowohl Spahn als auch Merkel machten klar, dass der Impfstoff zuerst den Menschen zu Verfügung stehen soll, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten.

Samstag, 28. November, 10.48 Uhr

Impfbereitschaft in Deutschland laut Umfrage zu niedrig für Herdenimmunität
Eine Umfrage der Krankenkasse Barmer hat ergeben, dass nur knapp 53 Prozent der Deutschen über 16 Jahren bereit sind sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Für eine Herdenimmunität würde das nicht ausreichen. Diese wird erst erreicht, wenn etwa zwei Drittel der Bevölkerung geimpft sind. Gründe sich nicht impfen zu lassen waren zum Beispiel Zweifel an der Sicherheit des Impfwirkstoffs oder Befürchtungen wegen der Nebenwirkungen.


Samstag, 28. November, 8.40 Uhr

Ordnungsämter sind überlastet - es fehlt an Personal und Geld

Wie bei den Gesundheitsämtern ist das Arbeitspensum bei den Ordnungsämtern durch die Corona-Krise stark gestiegen. Sie müssen unter anderem Quarantänemaßnahmen umsetzen und die Maskenpflicht oder Auflagen für den Hygieneschutz kontrollieren. Die Kommunen warnen vor Überlastung. Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW Bernd Jürgen Schneider sagte, die Ordnungsämter würden im Kampf gegen das Coronavirus eine „Schlüsselrolle“ einnehmen und seit Monaten „am Anschlag“ arbeiten. Daher müsse man sie auch "in gleichem Maße unterstützen wie die Arbeit der kommunalen Gesundheitsämter, umgerechnet 200 Millionen Euro jährlich für NRW".

Samstag, 28. November, 7.35 Uhr
NRW-Einzelhandel fordert mehr staatliche Hilfen
Der Handelsverband Nordrhein-Westfalen fordert schnelle staatliche Hilfen für den Einzelhandel, da die Händler durch den Teil-Lockdown hart getroffen werden. Der Präsident des Handelsverbandes NRW, Michael Radau sagte die Lage sei „wirklich extrem existenzbedrohend“. Die Geschäfte kämpften nicht selten mit Umsatzrückgängen von 50 oder 60 Prozent.

Er warnte davor, dass die Innenstädte sich verändern würden, wenn Discount-Läden und Leerstände sich ausbreiten. Die am Mittwoch beschlossenen Maßnahmen für den Einzelhandel kritisiert Radau, denn diese würden nur dazu führen, dass Kunden eher online einkaufen.

Freitag, 27. November, 22.14 Uhr

Weitere Überbrückungshilfen für Unternehmen und Soloselbstständige

Für coronabedingt besonders belastete Firmen weitet die Bundesregierung nun die Überbrückungshilfen aus. Die bisher bis zum Jahresende befristeten Hilfen werden bis Ende Juni 2021 verlängert, wie Finanz- und Wirtschaftsministerium mitteilten. Dabei handelt es sich um direkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Statt bislang maximal 50.000 Euro pro Monat beträgt die neue Förderhöchstsumme bis zu 200.000 Euro pro Monat. Geplant ist außerdem eine „Neustarthilfe“ für Soloselbstständige, berichtet der WDR.

Freitag, 27. November, 20.57 Uhr
Andrang am Black Friday sorgt in einigen NRW-Städten für Probleme

In einigen NRW-Städten hat der Andrang zum Black Friday zu Problemen in den Innenstädten geführt. Sicherheitsabstände konnten wegen langen Schlangen teilweise nicht mehr eingehalten werden. Ebenso gab es einige Verstöße gegen die Maskenpflicht.

Freitag, 27. November, 20.00 Uhr

WHO: Bis zu 70 Prozent Impfrate für Herdenimmunität nötig

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind der Ansicht, dass eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent für eine Herdenimmunität notwendig sind. Es gebe einige Studien, die zeigten, dass diese Anzahl notwendig sei, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, sagte die oberste Impf-Expertin der WHO, Katherine O’Brien. „So wären viele Menschen immun und würden andere schützen“, so O’Brien in Genf.

Wichtig sei jedoch nicht nur die Zahl der geimpften Menschen, wie man bereits bei großen Masern-Ausbrüchen in einigen afrikanischen Ländern im letzten Jahr beobachten konnte. „Es geht immer darum, wo genau das Virus ist und wie groß der Schutzwall dagegen in der Gesellschaft ist“, so O’Brien. Es gebe zudem weiterhin viele Fragen, etwa inwiefern eine Impfung gegen Sars-CoV-2 die Schwere einer möglichen Infektion abschwächt und wie gut sie eine Übertragung des Virus verhindern kann.

Freitag, 27. November, 18.35 Uhr

Corona-Tests für gefährdete Gruppen sollen ausgebaut werden

Wegen kontinuierlich hohen Infektionszahlen soll der Einsatz von Corona-Tests vor allem für gefährdete Gruppen ausgebaut werden. Das berichtete der WDR am Freitagabend. Ziel sei, „umfassender und einfacher“ insbesondere Personengruppen ohne Symptome zu testen, „bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint“, heißt es in einem neuen Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Das gilt vor allem für Menschen mit hoher Gefahr, dass sie oder andere in ihrem Umfeld bei einer Infektion besonders gefährdet werden.

Freitag, 27. November, 17.17 Uhr

Bund will keine Hotelbesuche an Weihnachten

Die in einigen Ländern geplante Möglichkeit zur Hotelübernachtung während der Weihnachtszeit entsprechen aus Sicht des Bundes nicht der gemeinsamen Richtlinie. „Es ist nicht Teil des Beschlusses von Bund und Ländern, solche Übernachtungen zu ermöglichen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Bürger in ganz Deutschland sind weiterhin dazu angehalten, touristische Reisen zu vermeiden. „Da familiär bedingte Reisen von touristischen Reisen schwer abzugrenzen sind, haben sich Bund und Länder nicht darauf geeinigt, eine solche Ausnahme bei der Nutzung von Hotels in den Beschluss aufzunehmen.“ Ob das die geplante Möglichkeit der Hotelübernachtungen für Familienbesuche in NRW einschränken wird ist noch unklar.

Freitag, 27. November, 15.21 Uhr

AfD scheitert mit Klage gegen Maskenpflicht auf Bundesparteitag

Auf dem Bundesparteitag der AfD am Wochenende im niederrheinischen Kalkar müssen die Delegierten auch am Sitzplatz einen Mund-Nase-Schutz tragen. Die Partei ist mit einer Klage gegen diese Hygieneauflage vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster gescheitert. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, begründeten die Richter ihren Eilbeschluss mit dem legitimen Zweck, „die Weiterverbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen“. Die Anordnung beruhe auf der Grundannahme, dass sich das Virus bei direkten persönlichen Kontakten im Wege einer Tröpfcheninfektion oder über Aerosole besonders leicht verbreite. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Freitag, 27. November, 14.19 Uhr

Corona-Fälle: Heinsberger Rettungsdienst-Mitarbeiter in Quarantäne

Nach 9 positiven Corona-Fällen beim Rettungsdienst in Heinsberg müssen nun alle 270 Mitarbeiter für 14 Tage in Quarantäne - allerdings nur nach dem Dienst. Wer einen negativen Test vorlegen kann und symptomfrei ist, dürfe weiterhin arbeiten, sagte eine Kreissprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten WDR und „Rheinische Post“ darüber berichtet. Der Rettungsdienst bleibe so auch in den kommenden zwei Wochen weiterhin arbeitsfähig.

Freitag, 27. November, 13.44 Uhr

Heil: Corona-Hilfe sollte nicht auf Grundsicherung angerechnet werden

Hartz-IV-Empfänger sollen keine Geldeinbußen fürchten müssen, wenn sie die aktuellen staatlichen Hilfen im Teil-Lockdown wegen der Corona-Krise in Anspruch nehmen. „Ich will dafür sorgen, dass die November- und Dezember-Wirtschaftshilfen, die (Finanzminister) Olaf Scholz auf den Weg gebracht hat, sowie die Überbrückungshilfe 3 nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das werden wir nun in der Koalition miteinander klären.“

Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, spricht bei der Sitzung des Bundestags.

Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, spricht bei der Sitzung des Bundestags. © picture alliance/dpa

Freitag, 27. November, 13.17 Uhr

Corona-Wochenwert sinkt in NRW - Münster ist Musterschüler

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist in NRW gestiegen, der zentrale Wochenwert aber gesunken. Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) meldete für Freitag 5011 neue Fälle, am Donnerstag waren es 4909 neu registrierte Infektionen gewesen. Die wichtige Wochen-Kennziffer nahm dagegen NRW-weit leicht ab. Sie lag bei knapp 150 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - nach zuvor rund 154 Fällen am Donnerstag und noch rund 158 Fällen am Mittwoch. Dennoch überschritten acht Städte und Kreise laut LZG und Robert Koch-Institut am Freitag die extreme Schwelle von 200. Dagegen verzeichnete die Münster den landesweit niedrigsten Wert - mit 56,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Freitag, 27. November, 12.43 Uhr
Welche Bundesländer öffnen Hotels an Weihnachten für Familienbesuch?
Die Kontaktbeschränkungen sollen über Weihnachten und Silvester gelockert werden, um Familienbesuche über die Feiertage zu ermöglichen. Aber: Dürfen die Verwandten dann auch in Hotels übernachten? Darüber sind sich Bund und Länder uneins. Hotels und Gastronomie sind zunächst bis zum 20. Dezember geschlossen. Was gilt danach in den Bundesländern? Einen Überblick dazu finden Sie hier.

Freitag, 27. November, 11.42 Uhr
NRW-Landtag verlängert „Pandemische Lage“ um zwei Monate
Der Landtag hat mit weitgehender Einigkeit die sogenannte „Pandemische Lage“ für das Land Nordrhein-Westfalen um zwei Monate verlängert. CDU und FDP sowie die Opposition aus SPD, Grünen und Teilen der AfD stimmten am Freitag für einen Antrag, der erst kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden war. Bei der AfD gab es drei Gegenstimmen zu dem Antrag, den CDU, FDP, SPD und Grüne gemeinsam gestellt hatten. Mit der Feststellung des medizinischen Notstands bekommt die schwarz-gelbe Landesregierung besondere Rechte, um die Corona-Pandemie bekämpfen zu können. So dürfte zum Beispiel medizinisches Gerät beschlagnahmt werden. Der Zustand soll bis Ende Januar gelten.



Freitag, 27. November, 11.31 Uhr

Wegen Corona: Job-Zufriedenheit bei Schulleitern sinkt
Die Pandemie nagt kräftig an der Arbeitszufriedenheit des Führungspersonals an Schulen in NRW und hat diverse neue Aufgaben und Probleme geschaffen. Das geht aus einer repräsentativen forsa-Erhebung im Auftrag der Lehrergewerkschaft VBE hervor. Der NRW-Vorsitzende Stefan Behlau sprach von einem „Weckruf für die Landesregierung“.

Im November gaben 25 Prozent der Schulleiter an, sie übten ihren Beruf sehr gerne aus - vor der Pandemie im März 2020 hatten das noch 42 Prozent gesagt. „Eher gerne“ sind aktuell 45 Prozent der befragten als Schulleiter tätig (März: 48 Prozent) und 27 Prozent machen ihren Job in der derzeitigen Krise eher ungern oder sehr ungern - im Frühjahr war das nur eine Minderheit von 9 Prozent.

Als größte Probleme in der Pandemie nennen viele Schulleitungen fehlende Digitalisierung, also zu wenige Endgeräte und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Online-Unterricht. Hinzu komme Personalmangel. Die Organisation des Schulbetriebs unter Corona-Bedingungen wird häufig als schwierig bezeichnet - etwa mit der Einhaltung der Abstandsregeln, dem dauernden Durchlüften oder Hindernissen wie beengten Raumverhältnissen. „Schule mit Corona war und bleibt eine Mammutaufgabe“, betonte Behlau. „Die Schulleitungen sind am Limit, so kann es nicht weitergehen.“

Freitag, 27. November, 10.35 Uhr
Mehrheit will Kontakt über Weihnachtstage einschränken
Wie der WDR berichtet, planen in Anbetracht der weiter hohen Infektionszahlen laut Deutschlandtrend des Morgenmagazins der ARD knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent), Besuche an den Weihnachtsfeiertagen einzuschränken. 28 Prozent der Befragten möchten Familienbesuche weniger stark, weitere 28 Prozent stark und 17 Prozent sehr stark einschränken. Rund ein Viertel hat bei der Umfrage angegeben, keine Kontakte über Weihnachten zu reduzieren.

Freitag, 27. November, 8.10 Uhr
Experte: Menschen kommen gut durch den Teil-Lockdown in der Adventszeit
Struktur in den Alltag bringen, Freunde per Video am Bildschirm treffen und den Medienkonsum über Corona einschränken: Die meisten Menschen kommen nach Einschätzung von Klaus Lieb vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gut durch den Teil-Lockdown in der Adventszeit. „Ich kann aber gut verstehen, dass das jetzt aufs Gemüt schlägt“, sagte der wissenschaftliche Geschäftsführer des Instituts im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die dunkle Jahreszeit, die Einschränkungen der Freizeitmöglichkeiten und der sozialen Kontakte sowie mehr Infektionen im eigenen Umfeld: „Für die meisten Menschen ist diese Situation anstrengend, aber bewältigbar“, sagte Lieb.

Freitag, 27. November, 5.57 Uhr
Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland
Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von einer Million überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 806 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 27.11., 00.00 Uhr). Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 1 006 394, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 426 auf insgesamt 15 586. Das ist Rekord seit Beginn der Pandemie. Das RKI schätzt, dass rund 696 100 Menschen inzwischen genesen sind.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag: 0,87). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 27. November, 5.25 Uhr
Veranstaltungs- und Schaustellerbranchen fordern weitere Hilfen
Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft fordert von Bund und Ländern eine Garantie, dass Kosten für pandemiebedingte Ausfälle künftig ersetzt werden. „Veranstalter werden die erheblichen Veranstaltungsrisiken zukünftig nur noch eingehen können, wenn der Staat zukünftig die pandemiebedingten Ausfallkosten übernimmt, denn Versicherungen gibt es dafür nicht mehr“, sagte Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Ich hoffe nicht, dass die Politik annimmt, dass mit den Hilfen des Novembers und des Dezembers alle Schäden beseitigt seien. Das ist nicht so. Die Branche liegt vollständig am Boden.“ Michow fordert, dass bei der im neuen Jahr anlaufenden Überbrückungshilfe III Fix- und Betriebskosten zu 90 Prozent ausgeglichen werden sollten. Die Schaustellerbranche verlangt unterdessen eine weitere Aussetzung von Vermögensprüfungen, um Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen zu können.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Hotels sind derzeit geschlossen. Aber wie steht es um Weihnachten – dürfen Verwandte in Hotels übernachten? Darüber sind sich Bund und Länder uneins. Was gilt in welchem Bundesland? Ein Überblick.

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