Coronavirus in NRW – Neue Quarantäne-Verordnung für Einreisende kommt – Liveblog

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Die Bedingungen für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten ändern sich demnächst. In NRW ist eine Verschärfung der Vorgaben für Privatfeiern geplant. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 24.09.2020, 08:35 Uhr / Lesedauer: 19 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 66.678 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.859 Todesfälle. 60.171 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 24.9.2020)
  • Menschen, die aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreisen, müssen sich ab dem 15. Oktober digital anmelden. Damit soll eine bessere Nachverfolgbarkeit möglich sein.
  • Nach der Großhochzeit, die aus Hamm die Stadt mit der höchsten Neuinfektionsrate Deutschlands gemacht hat, plant die NRW-Regierung neue, schärfere Vorgaben für die Veranstalter von Privatfeiern.
  • Die Bundesregierung hat aufgrund steigender Infektionszahlen weitere Reisewarnungen für Regionen in elf weiteren EU-Ländern ausgesprochen. Darunter fallen unter anderem Dublin, die Provinz Utrecht in den Niederlanden sowie das Bundesland Vorarlberg in Österreich.
  • Das RKI verzeichnet für Hamm (88,2) einen starken Anstieg an Corona-Fällen. Die Stadt hat damit den höchsten Neuinfektionswert bundesweit. Dort greifen neue, verschärfte Corona-Maßnahmen.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick

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Donnerstag, 24. September, 22.44 Uhr

Warum die Entwicklung des Impfstoffs seine Zeit dauert

Das Bundesministerium für Gesundheit hat ein kleines Video erstellt, dass sich mit der Entwicklung des Impfstoffs beschäftigt.

Donnerstag, 24. September, 21.53 Uhr

Spahn gegen bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen aus. „Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert“, sagt der CDU-Politiker in den ARD-“Tagesthemen“. Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

Donnerstag, 24. September, 21.02 Uhr

Seit gestern mehr als 16.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden mehr als 16.000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mittwochabend seien 16.096 neue Infektionsfälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das ist ein neuer Rekord seit Einführung der großflächigen Corona-Tests

Donnerstag, 24. September, 20.03 Uhr

Laschet: Nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen“, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“ (Freitag).

Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse. „Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet“, sagte Laschet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 24. September, 19.12 Uhr

Tag der offenen Moschee soll trotz Corona stattfinden

Der Tag der Offenen Moschee soll auch in diesem Jahr wie geplant am 3. Oktober stattfinden - trotz Corona und unter Einhaltung der Pandemie-Auflagen. Unter dem Motto „Glaube in außergewöhnlichen Zeiten“ wollten wieder bundesweit Hunderte Moscheegemeinden allen Interessenten ihre Türen öffneten, kündigte die Türkisch-Islamische Union Ditib an.

Federführung hat der Koordinationsrat der Muslime (KRM), in dem neben der Ditib auch der Zentralrat der Muslime und zwei weitere Islamverbände zusammengeschlossen sind. Die Konzepte werde man an die Corona-Beschränkungen anpassen, das Rahmenprogramm abspecken und Führungen und Gespräche vor Ort an einem besonderen Hygienekonzept ausrichten.

Donnerstag, 24. September, 18.21 Uhr

Neuer Rekord von Corona-Fällen in den Niederlanden

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den Niederlanden hat ein neues Rekordniveau erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden 2.544 weitere Personen mit dem Virus - so viel wie nie zuvor.

Zudem vermelden die Behörden 16 neue Covid-19-Tote, womit die Zahl der Opfer auf 6.312 steigt. Die Gesamtzahl der Infizierten in den Niederlanden war am Mittwoch über die Marke von 100.000 gestiegen.

Die Niederlande verzeichnen einen neuen Rekord an Corona-Fällen.

Die Niederlande verzeichnen einen neuen Rekord an Corona-Fällen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 24. September, 17.34 Uhr

Eishockey: Positive Corona-Test bei vier Spielern der Kölner Haie

Bei den Kölner Haien sind zwei Spieler des Profi-Kaders aus der Deutschen Eishockey Liga sowie zwei aus der U20 positiv auf Corona getestet worden. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Bei allen vier Spielern seien keine Symptome festgestellt worden, alle befinden sich in Quarantäne. Die Testung des weiteren Kaders ergab keine weiteren positiven Fälle. Der Verein steht im Austausch mit dem Gesundheitsamt Köln, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Donnerstag, 24. September, 16.53 Uhr

Neue Quarantäne-Verordnung für Einreisen ab dem 15. Oktober

Ab 15. Oktober müssen sich alle, die aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreisen, digital anmelden. Zeitgleich mit der Einführung der digitalen Anmeldung sollen die Bundesländer neue Quarantäne-Regeln beschließen. Dies teilte das Bundesinnenministerium mit.

Die neue Teststrategie für Einreisende „wird auf der Basis einer neuen Rechtsgrundlage eingeführt“, sagte der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, der Deutschen Presse-Agentur. Hierfür wird eine neue Musterquarantäneverordnung erarbeitet, die dann jeweils von den Ländern in eigener Verantwortung in Kraft gesetzt werden müsse.

Nach dpa-Informationen erhält jeder, der seine Angaben in dem Portal eingibt, eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle - etwa am Flughafen durch die Bundespolizei - vorzeigen soll. Gleichzeitig gehen die Daten auch an das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Wer seiner Verpflichtung zur Anmeldung nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld. Ausnahmeregelungen soll es weiterhin für Berufspendler und andere Reisende im sogenannten kleinen Grenzverkehr geben.

Lesen Sie hier mehr zu den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes.

Donnerstag, 24. September, 15.59 Uhr

Festnahmen nach Millionen-Betrug mit Atemmasken

Nach einem internationalen Millionen-Betrug mit nicht existierenden Masken, von dem auch das Land NRW betroffen war, haben Ermittler in Bayern die Festnahme mehrerer Verdächtiger verkündet. In Nigeria seien im August die beiden mutmaßlichen Hinterleute gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein mit. Zwei Männer seien in den Niederlanden im April festgenommen und im Juli zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Geldwäsche verurteilt worden.

Die Masken sollten im Frühjahr im Zuge der Corona-Krise eigentlich nach Nordrhein-Westfalen gehen. Sie waren vom Land bestellt worden, Mund-Nasen-Schutz war zu Beginn der Pandemie Mangelware. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) war im April nach Bekanntwerden des Betrugs davon ausgegangen, dass dem Land kein finanzieller Schaden entstanden ist. NRW hatte zunächst rund 12,3 Millionen Euro zurückbezahlt bekommen und zuvor 14,7 Millionen Euro an ein Schweizer Vertriebsunternehmen gezahlt.

Donnerstag, 24. September, 15.04 Uhr

Quarantäne-Regeln: Streit um Freigabe von Nationalspielern droht

Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und Borussia Dortmund sowie weiteren Clubs droht ein Konflikt um die Abstellung der Nationalspieler für die kommenden Länderspiele. Hintergrund sind die Quarantäne-Regeln, die wegen der Coronavirus-Pandemie für die Einreise aus Risikogebieten wie der Ukraine gelten, wo die DFB-Auswahl am 10. Oktober in der Nations League spielen soll. „Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der „Kicker“ am Donnerstag Sebastian Kehl, den Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund.

Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, überlegt, seine Spieler nicht zu Länderspielen abzustellen.

Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, überlegt, seine Spieler nicht zu Länderspielen abzustellen. © Stephan Schuetze

Donnerstag, 24. September, 14.03 Uhr

Sieben-Tage-Wert in Hamm leicht auf 95,5 gestiegen

In Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert nach Berechnungen der Stadt leicht gestiegen. Lag er am Mittwochmittag demnach noch bei 94,9 Infektionen pro 100 000 Einwohner, kletterte er bis Donnerstagmittag auf 95,5, wie Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Menschen stieg nach seinen Angaben von 9 auf 13 Personen. Unter diesen ist weiterhin eine Patientin, die intensivmedizinisch behandelt wird. Das Robert Koch-Institut hatte am Donnerstagmorgen einen Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 88,2 ausgewiesen. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Donnerstag, 24. September, 13.14 Uhr

Corona-Ausbruch in Hamm: Mehr als 40 Schulkinder betroffen

Vom Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Hochzeitsfeier sind auch viele Schulkinder betroffen. „Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen“, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit. „Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet.“ Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben. Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. „Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen“, sagte der Sprecher weiter.

Donnerstag, 24. September, 12.18 Uhr

Gerichtsurteil: Pauschal-Atteste befreien nicht von Maskenpflicht

Pauschal von einem Arzt ausgefüllte Atteste reichen für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule nicht aus. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entschieden. Zuvor hatten Schüler aus Bocholt geklagt. Sie hatten der Schulleitung jeweils zwei gleichlautende Bescheinigungen ihres Arztes vorgelegt. Die Leitung lehnte die Befreiung ab.

Das Oberverwaltungsgericht stimmte dem zu. Laut Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW müsse über die allgemeine Beeinträchtigung beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes konkrete körperliche oder psychische Erkrankungen von einem Arzt benannt werden, heißt es in der Begründung des OVG. Dies sei im Fall der beiden Schüler nicht glaubhaft gelungen.

Donnerstag, 24. September, 11.31 Uhr

Ende für kostenlose Tests bei Kita-Personal noch nicht fix

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat einer Aussage des Gesundheitsministeriums widersprochen, wonach die kostenlosen Corona-Tests für das Kita-Personal in NRW mit den Herbstferien auslaufen. Der konkrete Termin bleibe abzuwarten, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Er betonte aber, dass die bisherigen 14-täglichen anlasslos möglichen Tests durch ein „effizienteres System“ abgelöst werden sollen. Wenn nicht direkt nach den Herbstferien, dann in absehbarer Zeit, so Stamp. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte am Mittwoch gesagt, dass das Testangebot für Lehrer und Kita-Beschäftigte mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober auslaufe. Unter anderem die SPD-Fraktion hatte dies kritisiert.

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat ein Ende der kostenlosen Tests bei Kita-Personal dementiert.

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat ein Ende der kostenlosen Tests bei Kita-Personal dementiert. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 24. September, 10.10 Uhr

Corona-Schnelltests: Bereits verfügbar - aber nicht für den Heimgebrauch

Vor dem Unterricht, dem Besuch in einer Pflegeeinrichtung oder einem Kino: Wenn Menschen zügig und zuverlässig auf das Coronavirus getestet werden könnten, wäre es möglich, Infektionen einfach zu erkennen. Dies versprechen sogenannte Antigen-Tests. Sie sind vergleichsweise schnell und unkompliziert. Erste Produkte sind bereits auf dem Markt. Allerdings werden die Tests nicht für jedermann angeboten, sondern sie sollen nur von medizinischem Personal angewandt werden. „Hierfür muss ein Abstrichtupfer tief in den Nasen-Rachenraum eingeführt werden, denn nur so kann aussagekräftiges Material gewonnen werden“, sagte eine Sprecherin des Schweizer Pharmakonzern Roche, die Antigen-Schnelltests herstellen.

Donnerstag, 24. September, 9.40 Uhr

Härtere Vorschriften für Privatfeiern geplant

Die Vorschriften für Privatfeiern sollen landesweit verschärft werden. Grund sind hohe Infektionszahlen in Hamm, die auf eine Großhochzeit zurückzuführen sind. „Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2.

Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. „Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren“, sagte Laumann. Die Feier in Hamm sei größer gewesen als erlaubt. Außerdem sei die Teilnehmerliste nicht korrekt gewesen, sodass die Nachverfolgung der Besucher erschwert war.

Donnerstag, 24. September, 7.41 Uhr

Weiter hohe Corona-Werte in Hamm - Entspannung in Remscheid

Hamm hat weiterhin bundesweit an die meisten Neuinfektionen aller großen Städte und Kreise. 88,2 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner registrierte das RKI am Donnerstag für Hamm. Am Vortag waren es 80,4. Die Stadt Hamm selbst hatte am Mittwoch allerdings schon von 94,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen berichtet.

Unterschiedliche Meldewege und -zeiten sorgten für diese Differenz.

Für Remscheid hingegen meldete das RKI erstmals seit Tagen wieder sinkende Werte. Dort lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Donnerstag bei 43,2 nach 51,4 am Mittwoch. Remscheid unterschritt damit die 50er-Grenze bei diesem Wert, ab der die Corona-Schutzverordnung in NRW „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen“ vorsieht.

Donnerstag, 24. September, 6.52 Uhr

RKI meldet 2143 bestätigte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 24.9., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Rund 246.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Mittwoch, 23. September, 22.05 Uhr

„Bild“: Deutscher Supercup in München ohne Zuschauer

Das Spiel um den deutschen Supercup zwischen Triple-Gewinner FC Bayern und Vizemeister Borussia Dortmund am 30. September in München findet ohne Zuschauer statt. Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung von Mittwochabend trifft nach dpa-Informationen zu. In der bayerischen Landeshauptstadt waren zuletzt wieder steigende Corona-Fallzahlen verzeichnet worden. Schon das Bundesliga-Auftaktspiel der Bayern am vergangenen Freitag gegen den FC Schalke 04 war kurzfristig doch ohne Fans auf den Rängen der Allianz Arena ausgerichtet worden.

München hatte am Mittwoch (Stand: 8.00 Uhr) zum wiederholten Male die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Im Konzept der Deutschen Fußball Liga gilt das Pandemie-Level ab 35 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner als „hoch“.

Mittwoch, 23. September, 21.19 Uhr

Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Regionen in elf EU-Ländern

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung Regionen in elf Ländern der EU zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind unter anderem Dublin, die Provinz Utrecht in den Niederlanden, das Bundesland Vorarlberg in Österreich, und das gesamte Land Tschechien mit Ausnahme der Regionen Aussiger Region (Ústecký) und der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskloslezský). Das geht aus der Liste des Robert-Koch-Instituts hervor.

Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Neu hinzugekommen sind Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien.

Hier finden Sie die komplette Liste.

Mittwoch, 23. September, 20.11 Uhr

Schwerpunktkontrollen der Maskenpflicht im ÖPNV ab Oktober

Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss sich darauf einstellen, dass ab Oktober stärker kontrolliert wird. Es soll dann „Schwerpunktkontrolltage“ geben - und das nicht nur regional, sondern auch überregional und bundesweit. Darauf haben sich heute Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie Bundespolizei, Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften verständigt.

Ziel ist es, das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung konsequent durchzusetzen und das Vertrauen in die öffentlichen Verkehrsmittel zu stärken. Die Kontrolltage sollen demnächst regelmäßig stattfinden und je nach Landesrecht auch auf Bahnhöfen und an Haltestellen.

Künftig soll die Maskenpflicht in den öffentlichen Vekehrsmitteln häufiger kontrolliert werden.

Künftig soll die Maskenpflicht in den öffentlichen Vekehrsmitteln häufiger kontrolliert werden. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 23. September, 19.21 Uhr

Remscheid verschärft Corona-Auflagen

Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt mitteilte. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen müssten ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage.

Mittwoch, 23. September, 19.18 Uhr

München verschärft Coronaregeln

In München gelten ab Donnerstag (24. September) zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Altstadt.

In den kommenden Tagen dürfen sich nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal. Ausnahmen gelten etwa für Familien oder Lebenspartner. Nicht öffentliche Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten können mit bis zu 25 Menschen gefeiert werden, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt.

Von 9 Uhr bis 23 Uhr gilt in Teilen der Innenstadt zudem eine Maskenpflicht. Am Wochenende ist zudem der nächtliche Alkoholkonsum an beliebten Treffpunkten wie dem Gärtnerplatz verboten. Die neuen Regelungen sollen zunächst bis zum 1. Oktober gelten. Sollten die Werte danach immer noch hoch sein, ist auch eine Verlängerung möglich

Mittwoch, 23. September, 18.41 Uhr

Jahrgangsstufe an Dortmunder Schule geschlossen

In Dortmund hat sich ein Schüler eines Gymnasiums mit dem Coronavirus infiziert. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Schule nun beschlossen, dass ein ganzer Jahrgang nun zu Hause bleiben soll.

Mittwoch, 23. September, 17.55 Uhr

Helsinki: Hunde sollen am Flughafen Infizierte erschnüffeln

Spürhunde sollen am internationalen Flughafen von Helsinki das Coronavirus erschnüffeln. Vier Hunde verschiedener Rassen wurden in der finnischen Hauptstadt das erste Mal eingesetzt. Sollte sich der viermonatige Test als erfolgreich erweisen, könnten auf kostengünstige Weise schnell infizierte Reisende ermittelt werden.

Die Spürhunde könnten etwa in Krankenhäusern, Häfen, in Seniorenheimen, bei Sportveranstaltungen und kulturellen Ereignissen zum Einsatz kommen, sagte sie. Es gibt in Australien, Deutschland, Frankreich und den USA Forschung zu Hunden als Coronavirus-Detektive. Der finnische Test ist allerdings der bislang größte dieser Art.

Vier speziell ausgebildete Hunde demonstrierten bei der Pressekonferenz ihre Fähigkeit, Corona-Infektionen bei Menschen erschnüffeln zu können, noch bevor diese Symptome zeigten.

Vier speziell ausgebildete Hunde demonstrierten bei der Pressekonferenz ihre Fähigkeit, Corona-Infektionen bei Menschen erschnüffeln zu können, noch bevor diese Symptome zeigten. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 23. September, 17.12 Uhr

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson startet entscheidende Testphase

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. In der Phase III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen auf drei Kontinenten sollen Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten überprüft werden, wie die deutsche Unternehmens-Tochter Janssen-Cilag in Neuss mitteilte.

Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Tests seien positiv verlaufen, hieß es. Das Unternehmen hofft, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs „für den Notfallgebrauch“ zur Verfügung stehen.

Mittwoch, 23. September, 16.27 Uhr

Weiteres Corona-Testzentrum am Düsseldorfer Airport eröffnet

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein zweites Corona-Testzentrum eröffnet, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist. Die erste Test-Station war behördlich angeordnet worden und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein betrieben. Es liegt im Sicherheitsbereich in der Ankunftsebene. Der private Anbieter Centogene hat sein Covid-19-Testzentrum im öffentlich zugänglichen Terminal aufgeschlagen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kostet ein Test 59 Euro. Für Einreisende aus Risikogebieten ist er weiter kostenfrei.

Mittwoch, 23. September, 16.09 Uhr

Kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Kita-Mitarbeiter laufen aus

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch sagte, seien durch die „insgesamt niedrigen Infektionszahlen bei diesen Personengruppen in den vergangenen Wochen“ anlasslose Tests nicht „zielführend“. Die kostenlosen Tests waren von Beginn an von den beteiligten Ministerien als vorläufig bezeichnet worden.

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus.

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 23. September, 15.29 Uhr

Forscher entwickeln regionale Corona-Vorhersage

Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben eine regionale Corona-Vorhersage entwickelt. Das Modell liefere tagesaktuelle Schätzungen für Neuinfektionen sowie eine Fünf-Tages-Prognose für jeden deutschen Landkreis, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch. Dazu würden Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell auf Höchstleistungsrechnern statistisch analysiert. Das im Internet abrufbare Modell berechne nicht nur einen einzelnen wahrscheinlichen Verlauf, sondern berücksichtige viele mögliche Verläufe, erläuterte Prof. Gordon Pipa, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Uni Osnabrück. „Dies ermöglicht die Berechnung sogenannter Vorhersagehorizonte als Maß für die Streuung der Wahrscheinlichkeiten.“ So sei eine Einschätzung der Situation einschließlich statistischer Unsicherheiten möglich.

Mittwoch, 23. September, 14.57 Uhr

Corona-Werte in Hamm steigen weiter - Rekord bundesweit

In der Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande. Als Auslöser der dortigen Corona-Welle gilt eine Großhochzeit und damit verbundene Feste, die in Hamm, Dortmund und Werl stattgefunden hatten. Dort waren mindestens 309 Teilnehmer aus Hamm gewesen, die alle in Quarantäne müssen und getestet werden. „Wir sind dabei herauszufinden, wer die Verantwortlichen sind und prüfen, wie wir sie zur Rechenschaft ziehen können“, erläuterte der Sprecher. Bußgelder oder auch Schadenersatz seien denkbar.

Mittwoch, 23. September, 13.45 Uhr

Lauterbach fordert generelle Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach fordert eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen nach dem Vorbild von München. „Es wäre dringend notwendig, auf öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht einzuführen, wo Menschen Sicherheitsabstände nicht einhalten können“, sagte er in einem Interview mit der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Lauterbach warnte vor einer zweiten Corona-Welle im Herbst, weil sich dann die Menschen wieder mehr in Innenräumen aufhalten werden, wo die Infektionsgefahr steige. „Deutlich über 90 Prozent der Superspreader-Ereignisse gab es in Innenräumen. Das spricht dafür, dass auch in Deutschland die Fallzahlen steigen werden, wenn es kälter wird. Das erleben wir gerade weltweit in 73 Ländern“, sagte er.

Mittwoch, 23. September, 12.57 Uhr

GEW-Chefin fordert Maskenpflicht im Unterricht

Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. „Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten“, forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der „Passauer Neuen Presse“. Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, „aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern“.

Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe fordert eine bundesweite Maskenpflicht im Unterricht.

Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe fordert eine bundesweite Maskenfpflicht im Unterricht. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 23. September, 11.45 Uhr

Schalke wartet mit der Ticketvergabe ab

Es ist weiterhin unklar, ob Schalke 04 am Samstag sein Heimspiel gegen Werder Bremen vor Publikum austragen darf. Der Bundesligist will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe für rund 11 000 Zuschauer starten. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Eintrittskarten für die Partie am Samstagabend.

Mittwoch, 23. September, 10.58 Uhr

RKI meldet 1769 bestätigte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1769 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen mindestens 275.927 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 23.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9409. Das sind 13 mehr als am Vortag. Rund 245.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Mittwoch, 23. September, 9.12 Uhr

RKI: Hamm hat bundesweit höchste Corona-Kennzahl

Die westfälische Stadt Hamm lag am Mittwoch nach Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 80,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Bei der wichtigen Kennziffer, an der sich unter anderem Maßnahmen der Behörden orientieren, lag Hamm damit bundesweit mit Abstand vorn. Die Stadt selbst hatte am Dienstag sogar einen Wert von 87,1 genannt. Die Differenz kann durch Meldewege entstehen.

Mittwoch, 23. September, 7.56 Uhr

Maskenpflicht an Hammer Schulen wieder in Kraft

Nach zuletzt stark steigenden Infektionswerten dürfen viele Hammer Schüler nun auch im Unterricht den Mund-Nasen-Schutz nicht mehr ablegen. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Beide Bestimmungen gelten zunächst für zwei Wochen, Am Dienstag hatte die westfälische Stadt seinen Angaben zufolge den bundesweit höchsten Wert - mit 87,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen.

Dienstag, 22. September, 22.59 Uhr

Anteil der Infektionen von Reiserückkehren sinkt

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1.821 neue Corona-Infektionen gemeldet. Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 14. bis 20. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 12 Prozent wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben. Damit sank ihr Anteil innerhalb einer Woche um neun Prozent.

Dem aktuellen Bericht nach wurden auf vier Wochen betrachtet am häufigsten Kroatien, der Kosovo, die Türkei, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Dienstag, 22. September, 22.11 Uhr

Niederlande: Drei weitere Regionen reißen Corona-Grenzwert

Nachdem vergangene Woche bereits die niederländischen Regionen Nord- und Südholland zu Risikogebieten erklärt wurden, haben nun weitere Regionen den dafür notwendigen Grenzwert überschritten. Die Regionen Groningen (62,6), Nordbrabant (51,3) und Utrecht (83,2) haben diesen Wert überschritten, während Gelderland mit 49,9 knapp drunter blieb. Das berichtet die WAZ.

In den kommenden Tagen könnte nun eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes folgen.

Dienstag, 22. September, 21.22 Uhr

Corona-Schnelltests als Wunderwaffe?

Auf dem Markt sind sie noch nicht: Aber wenn es sie gibt, sollen sie Innerhalb von 15 Minuten sollen eine Auskunft darüber geben, ob jemand infiziert ist oder nicht. Die Rede ist von Corona-Schnelltets. Gerade bei Großveranstaltungen wie Fußballspielern oder Konzerten könnten diese Tests damit in einem kurzen Zeitraum viele Menschen untersuchen. Deshalb fordert die NRW-SPD deren Einführung.

Dienstag, 22. September, 20.44 Uhr

Frankreich meldet mehr als 10.000 Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 10.008 Corona-Fälle nach lediglich 5298 am Vortag hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In zwölf Tagen überschritt die Zahl der Neuinfektionen sechs Mal die Marke von 10.000. Insgesamt haben sich 468.069 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 31.416.

Dienstag, 22. September, 19.51 Uhr

Ethikrat gegen Corona-Immunitätsnachweis

Der Deutsche Ethikrat lehnt eine Einführung von Immunitätsnachweisen für das Coronavirus derzeit klar ab. Grund seien „erhebliche Unsicherheiten“ über die Immunität und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremiumin. Zugleich sollten frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Unempfindlichkeit gegen das Coronavirus wegen „zweifelhafter Verlässlichkeit“ und eines daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Das Nein des Ethikrats zu Corona-Immunitätsnachweisen zum jetzigen Zeitpunkt fiel einstimmig aus. Dem Gremium gehören 26 Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen an. Sie werden vom Bundestagspräsidenten berufen.

Dienstag, 22. September, 19.11 Uhr

Corona-Strichprobe im Bordell brachte spannende Erkenntnisse

Die Stadt Dortmund hat zuletzt auch in Bordellen untersucht, ob sich alle Beteiligten an die Corona-Regeln halten.

Dienstag, 22. September, 18.22 Uhr

Westen Österreichs führt wieder Sperrstunde um 22 Uhr ein

In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Im Rest des Landes dürfen Lokale dagegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen. Die Maßnahme gelte erstmal für drei Wochen, wie die Landesregierungen und das österreichische Kanzleramt mitteilten.

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Österreich. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8200 Menschen in Wien, aber auch Teile der drei westlichen Bundesländer, die an die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt.

Dienstag, 22. September, 17.41 Uhr

Spahn: Keine Schnellzulassung bei Impfstoff

Eine Schnellzulassung bei einem Corona-Impfstoff wird es nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht geben. Schnelligkeit sei nicht die Hauptpriorität bei der Entwicklung, sondern Sicherheit und Wirksamkeit, sagte Spahn in Frankfurt am Main. Der Minister betonte, es werde ein freiwilliges Impfangebot geben. Er sei sicher, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung ausreiche.

Spahn startete in einem Industriepark im Stadtteil Höchst einen Testlauf einer Anlage zur sterilen Abfüllung eines künftigen Impfstoffs des französischen Herstellers Sanofi. Der Impfstoff wird derzeit getestet, mit Ergebnissen wird Anfang Dezember gerechnet.

Dienstag, 22. September, 16.53 Uhr

Vize-Ministerpräsident Stamp: Keine flächendeckende Kita-Schließungen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will trotz der gestiegenen Corona-Infektionszahlen keine flächendeckenden Schul- oder Kitaschließungen mehr. Das hat der NRW-Familienminister und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betont. Kommunen und Landesregierung handelten weiter lokal und regional. In der Abwägung liege der Schwerpunkt aber bei den Bildungschancen der Kinder, sagte Stamp. Im September habe es wegen der Corona-Pandemie 50 vollständige und 90 Teilschließungen von Kitas gegeben. Dies sei bei rund 10.000 Kitas in NRW akzeptabel.

Dienstag, 22. September, 16.13 Uhr

Null-Toleranz-Prinzip bei Corona-Verstößen bei Feiern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Verstöße gegen die Corona-Regeln bei privaten Feiern konsequent ahnden. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte am Dienstag vor Beginn einer Kabinettsklausur im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland ein „Null-Toleranz-Prinzip“ an. Wer Feiern mache, müsse sich an die Regeln halten, und wenn das jemand nicht tue, müsse das „als Ordnungswidrigkeit geahndet werden“. Laschet bezog sich auf eine Feier mit rund 250 Menschen, bei der es keinen Listen für Kontaktnachverfolgung gegeben habe. Bei der Hochzeitsfeier hatten sich 86 Menschen infiziert. Bei dem Fest waren 236 Gäste aus Hamm.

Dienstag, 22. September, 16.07 Uhr

Laschet schließt landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen. „Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW“, sagte Laschet am Dienstag zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar. Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. „Nein, neue Regeln brauchen wir nicht“, sagte Laschet. „Aber es wäre gut, wenn sich alle an die Regeln halten würden.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht keinen Grund für eine landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht keinen Grund für eine landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 15.51 Uhr

Laschet: „Wollen einen zweiten Lockdown verhindern“

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit Blick auf die Wirtschaftslage ein erneutes Stilllegen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens unbedingt vermeiden. „Klar ist: Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern. Das ist derzeit die beste Wirtschaftspolitik“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag im Münsterland. Das nordrhein-westfälische Kabinett berät dort auf dem Wasserschloss Burg Anholt über Konsequenzen aus den Corona-Infektionszahlen.

Dienstag, 22. September, 15.37 Uhr

Ministerpräsident Laschet hält Weihnachtsmärkte für möglich

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung, die bei der jeweiligen Kommune liege, sagte er am Dienstag. Und er ergänzte: „Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen.“. Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie „für das geringste Problem“. „Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen“, sagte Laschet.

Dienstag, 22. September, 14.44 Uhr

Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit. Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs. Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung - auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne - und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

In Remscheid wird der Bevölkerung nun empfohlen, an öffentlichen Plätzen eine Maske zu tragen.

In Remscheid wird der Bevölkerung nun empfohlen, an öffentlichen Plätzen eine Maske zu tragen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 13.47 Uhr

Hamm: Maskenpflicht im Unterricht für weiterführende Schulen

Die Stadt Hamm führt ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionswerte in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag an. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Ab diesem Mittwoch dürfen im öffentlichen Raum zudem nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Die Kontaktbeschränkung in der 182.000 Einwohner-Stadt gelte ebenfalls für zunächst zwei Wochen.

Dienstag, 22. September, 12.51 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Drosten

Unter dem Motto Vereint und füreinander da verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in diesem Jahr den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, auch Bundesverdienstkreuz genannt. Wie das Bundespräsidialamt mitteilt, werden dabei Frauen und Männer geehrt, die helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, das Zusammenwachsen von Ost und West fördern und dazu beitragen, Vorurteile in unserer Gesellschaft abzubauen.

Unter den Geehrten findet sich etwa der Virologe Christian Drosten. Er gehöre national wie international zu den führenden Wissenschaftlern, denen eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zukomme, heißt es auf der Webseite des Präsidialamtes zur Begründung.

Dienstag, 22. September, 11.23 Uhr
Massentest auf Corona an Schule in Ostwestfalen

Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule in Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke haben die Behörden einen Massentest angeordnet. Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. Zuvor hatte der WDR berichtet. Grund für die strikte Anordnung: Nicht bei allen Infizierten seien mögliche Infektionsketten und Querverbindungen klar zu ermitteln gewesen, sagte eine Sprecherin.


Dienstag, 22. September, 10.21 Uhr

Landesregierung berät über Corona-Maßnahmen und Haushalt

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag und Mittwoch in einer zweitägigen Klausur über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Konkrete Beschlüsse sind nach Angaben aus Regierungskreisen erst kommende Woche nach den Bund-Länder-Beratungen zu erwarten. Am 29. September will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW läuft am 1. Oktober aus. Themen der Kabinettsberatungen im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland dürften nach dpa-Informationen unter anderem Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte in Zeiten der Corona-Pandemie sein. Im Fokus stehen derzeit aber die steigenden Corona-Infektionszahlen in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sich zur Infektionslage äußert. Laschet tritt am Nachmittag vor die Presse.

Dienstag, 22. September, 10.02 Uhr

Stadt Hamm rechnet mit weiter steigenden Corona-Zahlen

Die Stadt Hamm mit den derzeit höchsten Neuinfektionswerten in NRW plant zusätzliche Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Ein Sprecher sagte am Dienstag auf dpa-Anfrage, der bereits erneut tagende Krisenstab habe zunächst die Schließung eines temporären Freizeitparks noch im Tagesverlauf beschlossen. Er sollte eigentlich bis Sonntag laufen, war mit 1500 erlaubten Gästen vor einigen Tagen gestartet und am Sonntag schon auf unter 1000 gleichzeitig gestattete Besucher heruntergefahren worden. Am Mittag will die westfälische Stadt mit 182 000 Einwohnern über weitere Maßnahmen informieren.

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Verschärfte Corona-Maßnahmen in NRW-Städten: Zweite Welle trifft "in voller Härte"

Gerade in einigen Städten im Ruhrgebiet steigen die Corona-Fallzahlen.

Gerade in einigen Städten im Ruhrgebiet steigen die Corona-Fallzahlen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 9.33 Uhr

Weihnachtsgottesdienste: Vieles soll sich draußen abspielen

Mit Gottesdiensten, Krippenspielen und Liedersingen unter freiem Himmel will die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen an Weihnachten auf die Corona-Pandemie reagieren. Normalerweise sind die Kirchen an Heiligabend und Weihnachten vollgepackt, aber das wird dieses Jahr nicht möglich sein.

Vieles werde voraussichtlich draußen stattfinden, weil dort die Hygieneregeln leichter einzuhalten seien, sagte Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros NRW, der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Gottesdienste einfach zu erhöhen, sei unter anderem wegen des Priestermangels nur in begrenztem Umfang möglich. Außerdem müssten die Kirchen nach jedem Gottesdienst desinfiziert und gelüftet werden.

Dienstag, 22. September, 7.21 Uhr
„Wir werden Probleme kriegen mit der unbeschränkten Schulöffnung“

Christian Drosten kritisierte in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“, dass Deutschland wichtige Zeit verloren habe, einen coronakonformen Schulbetrieb zu ermöglichen. Der Virologe bedauere es, „dass es im Mai und Juni so viel irreführende Informationen in der öffentlichen und politischen Diskussion gegeben hat“.

Seine Studie zur Rolle der Kinder bei der Übertragung des Coronavirus sei „unter Missachtung der journalistischen Sorgfaltspflicht medial teils falsch dargestellt und völlig ungerechtfertigt skandalisiert“ worden - und dadurch Zeit verschenkt worden. „Wir werden Probleme kriegen mit der unbeschränkten Schulöffnung, wie sie inzwischen stattgefunden hat“, sagte der Chef-Virologe der Berliner Charité.


Dienstag, 22. September, 5.39 Uhr

„In voller Härte“ von einer zweiten Corona-Welle getroffen

Die Stadt Hamm will trotz der höchsten Corona-Neuinfektionswerte in NRW auf weitreichende Beschränkungen verzichten und vor allem bei privaten Veranstaltungen ansetzen. Die wichtige Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sei aktuell mit einem Wert von 70,9 deutlich übersprungen, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) am Montag in einer Video-Pressekonferenz. Die Stadt sei „in voller Härte“ von einer zweiten Corona-Welle getroffen. Auslöser sei eine Großhochzeit mit einem verbundenen weiteren Fest.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Wie viele Gäste dürfen zu privaten Feiern eingeladen werden? Gilt das auch für meine Wohnung? Was gilt bei der Einreise aus Risikogebieten? Alle neuen Corona-Regeln für NRW hier im Überblick.

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