Coronavirus in NRW: Neue Quarantäneregel nach Kontakt mit infizierter Person – Liveblog

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Mit der neuen Corona-Schutzverordnung hat sich auch die Regel zur Quarantäne nach dem Kontakt zu einem Infizierten geändert. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 01.12.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 16 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 263.707 bestätigte Fälle - 65.600 aktuell Infizierte - 3.515 Todesfälle. (Stand: 1.12.2020).
  • Neue Quarantäneregel: Nach einem Kontakt mit einem Infizierten kann man sich nach zehn Tagen „frei testen“ lassen, wenn es keine lokalen Sonderregeln gibt.
  • Die Zahl der extremen Hotspots in NRW ist auf drei gesunken. Nur noch Duisburg, Hagen und Solingen liegen über der 7-Tage-Inzidenz von 200. Münster nähert sich mit 55,2 wieder dem Schwellenwert von 50 an.
  • Von den 4500 Apotheken in NRW sind nur 100 in der Lage, den Corona-Impfstoff so vorzubereiten, dass er in den Impfzentren verabreicht werden kann. 19 Fragen und Antworten zu Impfzentren finden Sie hier.
  • Neue Corona-Maßnahmen an Schulen: Der Unterrichtsbeginn kann in der Zeit von 7 bis 9 Uhr erfolgen, Klassenfahrten sind bis Ostern weiterhin verboten.
  • Seit dem 1. Dezember gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Landesweit gilt in NRW weiter die Maskenpflicht. Alle Neuerungen gibt es hier auf einen Blick.
  • Was die neuen Regeln für NRW bedeuten, erfahren Sie hier im Video.

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Dienstag, 1. Dezember, 23.03 Uhr

Spahn: Keine Garantie für Schnelltests in allen Heimen an Weihnachten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Hoffnung auf eine Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen bis Weihnachten gedämpft. „Kann ich versprechen, dass jedes Pflegeheim am 24.12. welche hat? Nein“, sagte Spahn am Dienstag im WDR-Fernsehen in einem Doppelinterview, das mit ihm und dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) geführt wurde. Er wolle da ehrlich sein. Es seien auch schon Tests verfügbar, aber eben noch nicht überall ausreichend, so Spahn. Das werde sich aber Zug um Zug verbessern. Ein Schnelltest könne eine „zusätzliche Sicherheit“ für einen Besuch bei Verwandten bedeuten. Die anderen Corona-Regeln seien damit aber nicht aufgehoben.

Dienstag, 1. Dezember, 22.08 Uhr

Laschet: Gelockerte Corona-Regeln an Weihnachten nicht „ausreizen“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Corona-Lockerungen an Weihnachten aufgerufen. „Vorsichtig sein, selbst wenn zehn erlaubt sind, muss man das nicht alles ausreizen“, sagte er am Dienstag im WDR-Fernsehen in einem Doppelinterview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Und Abstand halten, auch an diesen Festen.“ Partys würden nicht geduldet, betonte der Regierungschef. „Auch nicht in Garagen oder was man alles an Umgehungen erfinden könnte.“

Dienstag, 1. Dezember, 21.41 Uhr

Skiurlaub in Österreich wird 2020 nicht möglich

Österreich befindet sich noch bis mindestens zum 6. Dezember im harten Lockdown, die Skigebiete in Österreich sind geschlossen. Ein Skiurlaub wird für deutsche Touristen aber wohl auch danach nicht so schnell möglich werden. Zwar plant die Regierung Medienberichten zufolge leichte Lockerungen ab dem 7. Dezember, die an diesem Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden sollen.

Allerdings soll der Tourismus davon nicht profitieren: Während Schulen und Geschäfte eingeschränkt wieder öffnen könnten, sollen Hotellerie und Gastronomie geschlossen bleiben, voraussichtlich bis in den Januar, das berichtet die österreichische Tageszeitung „Der Standard“.

Dienstag, 1. Dezember, 20.19 Uhr

Neue Quarantäneregel in Corona-Schutzverordnung

Nach einem Kontakt mit einem Infizierten kann man sich nach zehn Tagen „frei testen“ lassen, wenn es keine lokalen Sonderregeln gibt. Außerdem gilt: Wer sich einem PCR-Test unterzogen hat, muss in Quarantäne, bis ein negatives Ergebnis vorliegt. Liegt ein positiver PCR-Test vor, muss man automatisch zehn Tage lang in Quarantäne. Danach darf man diese verlassen, sofern 48 Stunden lang keine Krankheitssymptome mehr erkennbar waren. Man muss zum Beenden der Quarantäne also keine Erlaubnis der Behörde mehr abwarten.

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Dienstag, 1. Dezember, 19.08 Uhr

Erster NRW-Auftrag an van Laack hatte Umfang von 38,5 Millionen Euro

Ein erster Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung an die Mode-Firma van Laack über Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie hatte im April einen Umfang von 38,5 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Das geht aus einer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt hervor.

Später kamen zwei Aufträge für die Landespolizei über jeweils 1,25 Millionen Stoffmasken hinzu. Über den Wert dieses Auftrags wurde zunächst nichts bekannt. Das Geschäft aus dem April hatte das Interesse der Opposition geweckt, nachdem bekannt geworden war, dass der Sohn von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Kontakt zu van Laack hergestellt hatte.

Dienstag, 1. Dezember, 18.20 Uhr

Beschluss: Schülerin muss trotz vorerkranktem Vater zur Schule

Eine Schülerin muss auch dann während der Corona-Pandemie am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn ihr Vater an Vorerkrankungen leidet. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Dienstag entschieden und mitgeteilt. Einen Eilantrag der Schülerin auf Befreiung vom Präsenzunterricht lehnten die Richter ab (Az.: 18 L 2278/20). Die Antragstellerin habe nicht ausreichend belegt, dass das Gesundheitsrisiko für ihren Vater im Fall einer Covid-19-Infektion so groß sei, dass ihr Distanzunterricht erteilt werden müsse. Die vorgelegten ärztlichen Bescheinigungen seien insoweit nicht aussagekräftig genug.

Dienstag, 1. Dezember, 17.29 Uhr

Corona-Nothilfe für Studierende bis März 2021 verlängert

Viele Studierende sind in der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Etwa, weil der Nebenjob in einer Bar oder einem Restaurant weggefallen ist oder weil die Eltern sie nicht mehr unterstützen können. Um diesen Studierenden zu helfen, hatte das Bundesbildungsministerium schon von Juni bis September sogenannte Überbrückungshilfen gewährt. Insgesamt wurden sie mehr als 155.000 Mal zugesagt. Mit dem erneuten Corona-Lockdown hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Hilfen nun verlängert – nach neuestem Stand bis zum Ende des Wintersemesters 20/21 im März nächsten Jahres.

Dienstag, 1. Dezember, 16.07 Uhr
Neue Corona-Regeln, die für Schüler und Lehrer jetzt wichtig sind

Klassenfahrten, früher Unterrichtsbeginn, vorgezogene Ferien, Klausuren: Die neue Corona-Schutzverordnung regelt viele wichtige Punkte. Doch einiges davon ist problematisch für die Schulen. Welche Regeln jetzt wichtig sind, erklären Jens Ostrowski und Ulrich Breulmann hier im Videogespräch.


Dienstag, 1. Dezember, 12.45 Uhr

König-Pilsener-Arena in Oberhausen wird zum Schnelltest-Zentrum

In der Oberhausener König-Pilsener-Arena eröffnet das zweite Schnelltest-Zentrum in NRW. Für einen Test müssen sich Interessenten online einen Termin mit punktgenauer Uhrzeit buchen. Das Ergebnis soll dann nach 15 Minuten vorliegen, verspricht eine Mitteilung. Benutzt wird ein offiziell anerkannter Antigen-Schnelltest mit Rachenabstrich.

So soll es im neuen Corona-Schnelltest-Zentrum in der König-Pilsener-Arena aussehen.

So soll es im neuen Corona-Schnelltest-Zentrum in der König-Pilsener-Arena aussehen. © König Pilsener Arena

Dienstag, 1. Dezember, 12.33 Uhr

Corona-Impfstoff: Biontech und Pfizer beantragen Zulassung in der EU

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit.

Dienstag, 1. Dezember, 11.18 Uhr
Nur noch drei extreme Hotspots - Münster bereits wieder bei 55,2

Nur noch drei Städte in NRW sind laut den Daten des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) extreme Corona-Hotspots mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 200: Duisburg, Hagen und Solingen. Solingen weist den höchsten Wert mit 263,7 auf. Vergangene Woche hatten in NRW noch 9 von 53 Kreisen und Städten über der Wocheninzidenz von 200 gelegen.

In ganz NRW sank die Wocheninzidenz zwar um 4,7 auf 142,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Die Lage in der Corona-Pandemie bleibt aber weiterhin angespannt. Als zu erreichender Richtwert gilt weiterhin 50. Die Stadt Münster ist diesem Wert mit einer Wocheninzidenz von 55,2 am nächsten.

Seit Montag wurden dem LZG von den Gesundheitsämtern 3070 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Spitzenzeiten Anfang November waren es weit mehr als 5000 neue Fälle pro Tag. Die Zahl der aktuell in NRW mit dem Coronavirus infizierten Menschen wird derzeit auf 65.600 geschätzt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 80 auf 3515.

Dienstag, 1. Dezember, 9.25 Uhr

US-Konzern Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung in der EU

Der US-Pharmakonzern Moderna hat als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Ein entsprechender Antrag sei gestern bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eingereicht worden, bestätigte eine Moderna-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Dienstag, 1. Dezember, 8.42 Uhr

Rund 100 Apotheken in NRW können Corona-Impfstoff vorbereiten

Rund 100 der 4500 Apotheken in Nordrhein-Westfalen können den Corona-Impfstoff so vorbereiten, dass er in den Impfzentren sofort verabreicht werden kann. Diese Apotheken verfügten über die nötigen Rein- und Kühlräume und das Fachpersonal, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“.

Verbandschef Preis zeigte sich zuversichtlich, dass bis Ende 2021 rund 60 Prozent der Bevölkerung in NRW geimpft werden könnte. „Es wird alles so vorbereitet werden, dass nach der erwarteten Zulassung des Impfstoffs im Dezember sofort mit den ersten Impfungen begonnen werden kann.“ Im neuen Jahr sollten die Impfkapazitäten kontinuierlich gesteigert werden

Dienstag, 1. Dezember, 8.14 Uhr

Scheuer plant bundesweiten Aktionstag zur Maskenpflicht

Ein bundesweiter Aktionstag soll Fahrgäste in Bahnen und Bussen mit Nachdruck auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckungen hinweisen. „Die Maskenpflicht ist unser wirkungsvollstes Mittel gegen Corona im öffentlichen Verkehr“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

Am kommenden Montag (7. Dezember) soll es dazu in ganz Deutschland Schwerpunktkontrollen auf bestimmten Strecken und an Bahnhöfen geben - bei der Deutschen Bahn durch Beamte der Bundespolizei und durch Bahn-Sicherheitspersonal. Der Bund rief die Länder dazu auf, am Aktionstag ebenfalls verstärkt in Bussen, U-Bahnen oder Straßenbahnen im Nahverkehr zu kontrollieren.


Dienstag, 1. Dezember, 7.23 Uhr

Über 13.000 Neuinfektionen - Fallzahlen auf Niveau der Vorwoche

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13.554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Dienstag, 1. Dezember, 6.15 Uhr

Land NRW kaufte Schutzmasken bei Werbepartner von Laschets Sohn

Ein überraschender Kontakt zwischen dem Mode-Hersteller van Laack und der Düsseldorfer Staatskanzlei ruft die Opposition auf den Plan: Laut van Laack-Inhaber Christian von Daniels hatte der Sohn des Ministerpräsidenten, Mode-Blogger Johannes „Joe“ Laschet, die Tür für einen großen Deal mit Kitteln und Masken geöffnet. Die SPD-Fraktion wittert „Influencer Marketing in der Staatskanzlei“ und will über eine Kleine Anfrage im Landtag wissen, was genau da los war.

Dienstag, 1- Dezember, 5.17 Uhr

„Absolute Ausnahmesituation“ auf Intensivstationen

Intensivmediziner appellieren eindringlich an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten.

„Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben“, sagte Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Jede Gruppe, die sich aktuell nicht treffe, trage vielleicht dazu bei, dass ein paar mehr Menschen überlebten.

Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldeten zuletzt 1287 Kliniken etwa 5900 freie Intensivbetten. Aus ihrem Bericht geht ebenfalls hervor, dass infolge des steilen Anstiegs bei den Neuinfektionen im Oktober auch die Zahl der belegten Intensivbetten gestiegen ist. Zuletzt ist diese Kurve jedoch wieder etwas abgeflacht.

Montag, 30. November, 22.02 Uhr
Erste Zulassung für Impfstoff wird beantragt: Wie geht es jetzt weiter?
Der US-Konzern Moderna wollte im Wettlauf um einen Corona-Impfstoff noch am Montag als erstes Unternehmen eine Zulassung in der EU beantragen. Allzulang dürfte sich die zuständige EU-Behörde mit der Entscheidung wohl nicht Zeit lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für möglich, dass ein Impfstoff noch in diesem Jahr zugelassen wird. Die wichtigsten Antworten zum Zulassungsprozess - und wie es danach weitergehen könnte, lesen Sie hier.

Montag, 30. November, 21.21 Uhr
WHO: Familienfeiern zu Weihnachten gegen Corona-Risiko abwägen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der jüngsten Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Vorsicht gemahnt. Zwar sei vergangene Woche erstmals seit September die Zahl der Neuinfektionen vor allem dank der jüngsten Maßnahmen in Europa zurückgegangen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. „Das ist eine willkommene Nachricht“. Aber der Erfolg könne auch leicht wieder verschenkt werden. Er rief dazu auf, sich sehr genau zu überlegen, wie und ob man Weihnachten im Familienkreis feiern wolle. „Das Zusammensein mit Freunden und der Familie ist es nicht wert, sie oder sich selbst einem Risiko auszusetzen“, meinte Tedros.

Montag, 30. November, 20.13 Uhr
Neue Corona-Maßnahmen an Schulen in NRW
Der Unterricht kann in Nordrhein-Westfalen mitunter jetzt schon um 7 Uhr statt 7.30 Uhr beginnen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat am Montag ein größeres Zeitfenster für den Schulbeginn bekanntgegeben. Die Schulen und Schulträger wie die Kommunen haben damit mehr Spielraum, den Andrang bei der Anfahrt und damit das Infektionsrisiko zu senken. Klassenfahrten könne es bis Ostern wegen der Corona-Lage nicht geben, machte Gebauer weiter deutlich.



Montag, 30. November, 19.20 Uhr
Alarmzeichen für eine Corona-Depression und Tipps zur Vorbeugung
Seit Monaten leben die Menschen in einem Quasi-Ausnahmezustand. Das Schlimmste ist dabei für ganz viele Menschen die Einschränkung beziehungsweise der Verlust sozialer Kontakte. Das sagt Dr. Thomas Haag, Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Am Ende drohe dabei das Abgleiten in eine Depression, die letztlich auch zu Suizidgedanken führen könne. Um Alarmzeichen und Tipps zur Vorbeugung geht es in unserem Video-Gespräch.

Montag, 30. November, 18.34 Uhr
Chef der Lungenklinik Dortmund über neue Erkenntnisse zu Corona-Spätfolgen
Die Lage auf den Intensivstationen hat sich stabilisiert, sagt Dr. Bernhard Schaaf, Chef der Lungenklinik Dortmund, im Video-Gespräch. Dabei äußert er sich auch zu möglichen Corona-Spätfolgen. Viele Menschen würden wieder völlig gesund, aber nicht alle. Zur bevorstehenden Corona-Impfung hat Dr. Schaaf auch eine klare Meinung.



Montag, 30. November, 17.18 Uhr

Verschärfte Corona-Maßnahmen: Zahl der Kurzarbeiter steigt wieder

Mit der Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen zu Monatsbeginn hat sich auch der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit erhöht. Er stieg auf 28 Prozent, nach 24,8 Prozent im Oktober, wie Umfragen des Münchner ifo Instituts ergaben. Wie die Wirtschaftsforscher am Montag mitteilten, stieg die Quote besonders stark bei Hotels von 62,9 auf 91 Prozent der Unternehmen. In der Gastronomie erhöhte sich der Anteil von 53,4 auf 71,7 Prozent, bei Reisebüros und Reiseveranstaltern von 88 auf 91,1 Prozent.

Montag, 30. November, 16.34 Uhr

Weiterhin keine Maskenpflicht im Grundschulunterricht

An den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen besteht nach den jüngsten Rundschreiben des Schulministeriums unverändert keine Maskenpflicht im Unterricht. Die Schüler der Primarstufe müssten weiterhin keine Alltagsmaske tragen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhielten, heißt es darin. Im Offenen Ganztag besteht demnach innerhalb einer festen Gruppe ebenfalls keine Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske. Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände müssten dagegen grundsätzlich alle Schüler eine sogenannte Alltagsmaske tragen. Ab der 5. Klasse gelte auch im Unterricht und am Sitzplatz die Maskenpflicht.

Montag, 30. November, 16.05 Uhr

Verkauf erlaubt: Corona-Verordnung widmet sich auch Weihnachtsbäumen

Rechtssicherheit im Advent: Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW erlaubt ausdrücklich den Verkauf von Weihnachtsbäumen. So verbietet Paragraf 11 weiter unter anderem Messen, Ausstellungen, Jahrmärkte und Spezialmärkte - am Schluss wurde aber der Satz ergänzt: „Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist zulässig.“ Sucht man sich eine Tanne aus, gilt - wie bei allen „Verkaufsstellen im Außenbereich“ - Maskenpflicht.

Montag, 30. November, 15.41 Uhr

Größeres Zeitfenster für gestaffelten Schulbeginn

Die Schulen können den Unterrichtsbeginn in einem größeren Zeitfenster festlegen. Statt dem bisherigen Zeitraum von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr seien jetzt 7 bis 9 Uhr möglich, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag. Dabei eigne sich der Unterrichtsbeginn ab 7 Uhr mehr für ältere Schüler.

Montag, 30. November, 15.12 Uhr

Laumann: Keine Polizeikontrollen im Wohnzimmer an Heiligabend

Die empfohlenen Kontaktbeschränkungen für das Weihnachtsfest sollen in Nordrhein-Westfalen nicht mit Hilfe der Staatsgewalt in Privaträumen durchgesetzt werden. „Wir haben nicht vor, dass wir an Heiligband die Polizei in die Wohnzimmer schicken“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Er gehe dennoch davon aus, dass sich die Menschen auch so an die coronabedingten Vorgaben halten werden. An Weihnachten sollen maximal zehn Menschen zusammenkommen - Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht eingerechnet.

Montag, 30. November, 15.04 Uhr

Corona-Schutzverordnung: Öffentlich veranstaltete Feuerwerke verboten

Die neue Corona-Schutzverordnung für NRW beinhaltet auch Details zum angekündigten Teil-Verbot von Feuerwerken: Demnach sind zum Jahreswechsel „öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt.“ Die örtlich zuständigen Behörden sollen darüber hinaus die „Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen“ verbieten, „für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind.“

Montag, 30. November, 14.58 Uhr

Pinkwart fordert höhere Abschläge bei Corona-Novemberhilfe

Das Verfahren zur Auszahlung der Novemberhilfe zur Linderung der finanziellen Einbußen von Unternehmen, Wirten und anderen Selbstständigen durch den aktuellen Teil-Lockdown hat in Nordrhein-Westfalen begonnen. Das sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag in Düsseldorf. Anträge würden seit dem vergangenen Mittwoch angenommen. Pinkwart forderte vom Bund, die Abschlagszahlungen auf bis zu 500.000 Euro je Fall zu erhöhen.

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierten zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierten zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie. © picture alliance/dpa

Montag, 30. November, 14.51 Uhr

Übernachtungen in NRW-Hotels auch an den Feiertagen möglich

Hotels in NRW bleiben für den Familienbesuch auch über die Weihnachtsfeiertage geöffnet. Ein Verbot gibt es laut Corona-Schutzverordnung nicht, sagt Laumann. Er begründet die Entscheidung damit, dass ein Familienbesuch kein Tourismus sei. Menschen mit kleinen Wohnungen sollte man den Familienbesuch nicht vorenthalten, in dem man Hotelübernachtungen verbietet, so Laumann weiter.

Montag, 30. November, 14.26 Uhr

Laumann geht nicht von weiteren Lockerungen über Weihnachten und Silvester aus

Die neue Corona-Schutzverordnung gilt erstmal nur bis zum 20. Dezember. Dass sich über die Weihnachtstage und Silvester die Lage großartig ändern wird, davon geht Laumann nicht aus. Es werden also weiterhin die aktuellen Regeln geben - mit der Erlaubnis, bis zu zehn Personen treffen zu dürfen.

Montag, 30. November, 14.17 Uhr

Zugangsbeschränkung für Geschäfte je nach Größe

In Einzelhandelsgeschäften bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern darf sich laut der neuen Corona-Schutzverordnung nur eine Person pro 10 Quadratmeter aufhalten. Bei Geschäften mit einer Größe von über 800 Quadratmetern ist eine Person pro 20 Quadratmetern erlaubt. Das erklärte Gesundheitsminister Laumann am Montag.

Montag, 30. November, 14.09 Uhr

Ski-Lifte bleiben bis zum 20. Dezember geschlossen

Zusätzlich zu den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz von Mittwoch bleiben in NRW die Ski-Lifte in den kommenden Wochen geschlossen. Darauf habe man sich in der ab 1. Dezember gültigen Corona-Schutzverordnung des Landes geeinigt, so Laumann.

Montag, 30. November, 14.07 Uhr

Änderungen bei der Maskenpflicht beim Einkaufen

Landesweit werde in NRW eine Maskenpflicht gelten. Die Maskenpflicht gilt weiterhin in allen Geschäften des Einzel- und Großhandels. Sie gilt nun aber auch vor den Geschäften in den Städten sowie auf den zu den Geschäften gehörenden Parkplätzen, so Minister Laumann.

Montag, 30. November, 14.04 Uhr

Corona-Schutzverordnung für Dezember beschlossen

Das Land NRW hält sich an die Regelungen, die am vergangenen Mittwoch (25. November) zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten vereinbart worden sind. „Wir werden uns 1:1 an die Beschlüsse von Bund und Ländern in der vergangenen Woche halten“, verkündete NRW-Gesundheitsminister Laumann am Montag. In der Öffentlichkeit dürften sich voerst nur zwei Haushalte treffen, aber nicht mehr als fünf Personen.

 Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. © picture alliance/dpa

Montag, 30. November, 13.46 Uhr

Gesundheitsminister Laumann zur aktuellen Corona-Lage in NRW

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart informieren über die aktuelle Lage und weitere Maßnahmen der Corona-Pandemie in NRW. Minister Pinkwart wird dabei zum Stand der Überbrückungshilfen und der Novemberhilfe informieren.

Montag, 30. November, 13.14 Uhr

Moderna will Zulassung für Corona-Impfstoff in EU beantragen

Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle noch am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema gestellt werden, teilte das Unternehmen am selben Tag mit.

Montag, 30. November, 12.45 Uhr
Keine Schulfahrten mehr bis zu den Osterferien

Bis Ende März, dem Beginn der Osterferien, sollen wegen der Corona-Pandemie keine Schulfahrten stattfinden. Bereits geplante Fahrten seien abzusagen und neue Schulfahrten in dem Zeitraum dürften nicht genehmigt werden, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag. Davon ausgenommen seien außerschulische Bildungsangebote wie eintägige Exkursionen.

Montag, 30. November, 12.01 Uhr

Merkel kritisiert Hotel-Öffnungen an Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Pläne verschiedener besonders von der Corona-Pandemie betroffener Länder kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben.

Merkel habe sich am Montag in einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums zu dem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern, berichteten Teilnehmer am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Zugleich wurde sie mit der Bemerkung zitiert, es habe ihr die Fantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten.

Montag, 30. November, 11.14 Uhr

Corona-Infektionen in NRW verharren auf hohem Niveau

Die Lage in der Corona-Pandemie bleibt in Nordrhein-Westfalen angespannt. Die sogenannte Wocheninzidenz stieg um 1,5 auf 147,5, wie aus Angaben des Landesamtes für Gesundheit NRW am Montag hervorging. Damit ist gemeint, dass sich rund 148 Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 159,7, seither hat sich die Situation also etwas verbessert. Allerdings gilt im Kampf gegen die Pandemie ein Wert von 50 als Schwelle, um härtere Maßnahmen einzuleiten. Diese schon lange gerissene Schwelle ist längst noch nicht in Sichtweite.

Montag, 30. November, 10.09 Uhr

„Corona-Pandemie“ wird Wort des Jahres 2020

„Corona-Pandemie“ ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum „Wort des Jahres“ 2020 gekürt worden. Auf dem zweiten Platz landete „Lockdown“, wie die Gesellschaft am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Bei der Aktion wählt eine Jury regelmäßig zehn Wörter und Wendungen aus, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Die Begriffe stammen aus einer Sammlung von mehreren Tausend Belegen aus verschiedenen Medien und Einsendungen von Außenstehenden.

Montag, 30. November, 8.51 Uhr

Lehrer aus Herne kritisieren NRW-Schulministerin

In einem offenen Brief erheben rund 120 Lehrer aus Herne schwere Vorwürfe gegen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Dass die Ministerin ständig betone, dass Schulen sichere Orte seien, sei völlig unverständlich, heißt es in dem offenen Brief. Die Zahl der geschlossenen Schulen und der Lehrer, die krankheits- und quarantänebedingt ausfallen, würden ein anders Bild zeichnen. Gebauer verweigere sich allen Vorschlägen für einen Corona-sicheren Unterricht.

Montag, 30. November, 7.47 Uhr

Ansturm auf Schnelltests in Hausarztpraxen

Immer mehr Menschen wollen kurz vor Weihnachten per Schnelltest ausschließen, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, und verlangen deshalb Schnelltests bei ihren Hausärzten. „Wir erleben derzeit in den Praxen, dass die Patienten die Testungen oft anlasslos einfordern. Das verbrennt unnötig Ressourcen. Tests sind derzeit noch knapp und werden viel dringender in Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen benötigt“, sagte der Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“

Auch die Apotheken merken laut Thomas Preis, dem Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, den Wunsch nach einer intensiveren Testung. Derzeit müsse aufgrund der knappen Kapazitäten eine Priorisierung stattfinden.

Montag, 30. November, 7.05 Uhr

Einigung auf Homeoffice-Pauschale

Finanzpolitiker der großen Koalition haben sich nach einem Medienbericht auf eine Entlastung für Arbeitnehmer geeinigt, die in der Corona-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen. Wie die „FAZ“ berichtet (plus), soll es eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag geben, höchstens jedoch von 600 Euro pro Jahr.

Unklar ist demnach allerdings noch, ob sie neben dem Arbeitnehmer-Pauschalbetrag von 1000 Euro gewährt wird. Wenn sie wie andere Werbungskosten behandelt würde, könnten nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1000 Euro Werbungskosten kommen.

Montag, 30. November, 6.01 Uhr

Über 11.000 Neuinfektionen und 125 neue Todesfälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Deutschland um 11.169 auf über 1,053 Millionen. Am Vortag waren 14.611 gemeldet worden. Außerdem sind weitere 125 Menschen, die am Coronavirus erkrankt waren, gestorben. Die Gesamtzahl der am Coronavirus Verstorbenen beläuft sich nun auf 16.248.

Montag, 30. November, 5.08 Uhr

19 Gesundheitsreserven in ganz Deutschland geplant

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Diese Pandemie lehrt uns, dass wir mehr vorsorgen müssen.“

Mit den Plänen soll sich heute das Corona-Kabinett befassen. Demnach soll die Reserve bis Ende 2021 vor allem mit schon beschafften Masken gefüllt werden, dann mit Material aus inländischer Produktion. Die Bundesregierung hatte Anfang Juni grundsätzlich den Aufbau einer „Nationalen Reserve Gesundheitsschutz“ beschlossen und beteiligte Ministerien mit einem Konzept beauftragt

Sonntag, 29. November, 20.23 Uhr
Mehr Maskenpflicht und weniger Kontakte in der neuen Corona-Schutzverordnung
Die alte Corona-Schutzverordnung läuft in der Nacht zu Dienstag aus. Bereits letzte Woche hatten sich Bund und Länder auf neue Beschlüsse geeinigt. Dazu gehören die Erweiterung der Maskenpflicht vor Geschäften und auf Parkplätzen sowie strengere Kontakt-Vorgaben für die Zeit bis Weihnachten. An den Weihnachtstagen selbst soll es in NRW allerdings Lockerungen geben. So sollen Übernachtungen in Hotels möglich sein, wenn die Familie über Weihnachten besucht wird. Die neue Corona-Schutzverordnung wird bis Ende Dezember gültig sein.

Sonntag, 29. November, 18.44 Uhr
Patientenschützer warnen vor zu hohen Erwartungen an den Impfstoff
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sagte, es sei gefährlich, den Eindruck zu erwecken, „dass Impfungen vor dem Virus umfassend schützen". Sie würden helfen die Erkrankung zu mildern, ob es sie verhindern könnte sei jedoch unklar. Weiter sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch, dass Infektionsschutz auch in Zukunft unverzichtbar bleibt und warnt die Regierung davor mit einfachen Bildern und Slogans die Impfbereitschaft steigern zu wollen.

Sonntag, 29. November, 16.32 Uhr
Lufthansa will sich an der globalen Verteilung des Impfstoffs beteiligen
Große Mengen des Impfstoffs werden voraussichtlich in Mitteleuropa hergestellt und die Verteilung ist eine logistische Herausforderung. Der Frankfurter Flughafen ist der größte Deutschlands und Europas größtes Pharma-Drehkreuz mit etablierter Infrastruktur. Dieses wird hauptsächlich von der Frachttochter Lufthansa Cargo gemanagt. Chef der Frachttochter Lufthansa Cargo, Peter Gerber erzählt, dass bereits seit Monaten Gespräche mit den Pharma-Herstellern laufen.

Eine besondere Herausforderung ist die Lagertemperatur des Impfstoffs. "Es ist der erste Impfstoff, der so tiefgekühlt geflogen werden muss", so Gerber. Voraussichtlich wird er in Behältern mit Trockeneis transportiert. Noch läuft die Ausschreibung, aber da mit einer Zulassung des Impfstoffs ab Mitte Dezember gerechnet wird, geht Gerber davon aus, dass bald eine Entscheidung fällt.

Die Lufthansa möchte sich  bei der Verteilung eines Corona-Impfstoffes in Europa beteiligen.

Die Lufthansa möchte sich bei der Verteilung eines Corona-Impfstoffes in Europa beteiligen. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 13.22 Uhr

NRW-Kabinett tagt mit Spahn in Düsseldorfer Stadion

Das nordrhein-westfälische Kabinett wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Düsseldorfer Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ tagen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei am Sonntag. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte den Plan zuvor beim Deutschlandfunk angesprochen. Laut Staatskanzlei werden Laschet, Spahn und die Landesminister in einem der großen Konferenzräume innerhalb der Arena zusammen kommen. Das Stadion soll laut Stadt bald auch als Impfzentrum dienen. Auch dafür sollen Räume in der Arena genutzt werden, so dass dort weiter Fußball gespielt werden kann.

Sonntag, 29. November, 12.28 Uhr

Laschet: Aussetzen des Ski-Tourismus im Sauerland wird geprüft

Der Ski-Tourismus im Sauerland wird möglicherweise ebenfalls in den Weihnachtsferien ausgesetzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dass man dies zurzeit prüfe. Man wolle auf die Betreiber in den dortigen Ski-Gebieten zugehen und „da auch vorbildlich handeln“. Italien und Frankreich handelten seiner Ansicht nach vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Ski-Pisten beziehungsweise Lifte zu schließen. Wenn Österreich sich dem Aussetzen des Ski-Tourismus verweigere, werde das niemand unterbinden können, sagte Laschet.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 11.12 Uhr

Virologe: Schutzwirkung erster Corona-Impfstoffe unerwartet groß

Der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung an der Universität Bremen, Andreas Dotzauer, hält das Potenzial der ersten Impfstoff-Kandidaten gegen das Covid-19-Virus für unerwartet groß. Ein Impfschutz von bis zu 95 Prozent sei „verdammt hoch, damit hat niemand gerechnet. Und das übertrifft alle Erwartungen“, sagte Dotzauer dem in Bremen erscheinenden „Weser-Kurier“ (Sonntagausgabe). Bei der Grippeimpfung sei die Schutzwirkung mit durchschnittlich rund 40 Prozent deutlich niedriger. Aber selbst dieser Wert beeinflusse den Verlauf einer Grippewelle positiv.

Sonntag, 29. November, 10.21 Uhr

RKI: Münster als erste Großstadt in NRW unter Infektionskennziffer 50

Ein erster orangefarbener Fleck auf der sonst roten NRW-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI): Münster hat am Sonntag erstmals seit Ende Oktober mit 41,5 wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 ausgewiesen. Den höchsten Wert erreichte am Sonntag laut RKI Solingen mit 261,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der NRW-weite Wert lag am Sonntag bei 146,0. Die Kennzahl 50 war im Oktober noch wichtig, da damals regionale Maßnahmen noch an diesen Wert gekoppelt waren.

Sonntag, 29. November, 9.15 Uhr

Punktuelle Böllerverbote in NRW: erste Tabuzonen benannt

Gut vier Wochen vor Silvester ist für die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen noch unklar, wo genau Böller und Raketen überall verboten sein werden. Erste Tabu-Zonen zeichnen sich aber ab. Köln hatte bereits angekündigt, dass Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein wird. Der Krisenstab werde voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob es weitere Verbotsbereiche geben soll, hieß es. Auch in Düsseldorf wird - wie schon in den Vorjahren - ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. Münster untersagt Feuerwerk auf jeden Fall mindestens auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt.

Essen will Entscheidungen dazu erst nach eingehender Prüfung der neuen Coronaschutzverordnung für NRW bekanntgeben. Kritik kam von Dortmunds neuem Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD): Bund und Länder hätten sich die Sache bei ihrem Spitzentreffen am vergangenen Mittwoch leicht gemacht und die Entscheidung auf die Kommunen abgewälzt. Die reine Empfehlung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei „halbherzig und völlig unzureichend“.

Sonntag, 29. November, 8.03 Uhr

Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

Der coronabedingte Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist leicht zurückgegangen. In der vergangenen Woche habe an 3692 Schulen regulärer Präsenzunterricht stattgefunden, berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil der Schulen mit regulärem Unterrichtsbetrieb stieg damit gegenüber der Vorwoche von 79,9 auf 81,3 Prozent. 13 Schulen waren geschlossen.

In 838 Schulen befanden sich in Folge von Maßnahmen der örtlichen Gesundheitsbehörden Schüler oder Lerngruppen in Quarantäne. Insgesamt konnten 1,98 Millionen Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Schulen teilnehmen, rund 64.000 befanden sich in Quarantäne, bei knapp 5000 wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Auch der Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnahmen, erhöhte sich damit leicht von 95,4 auf 95,9 Prozent.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 7.17 Uhr

14.611 Corona-Neuinfektionen - Tendenz zur Vorwoche weiter fallend

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 14.611 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 15.741 gelegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 158 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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