Coronavirus: Vor Shutdown – Niederländer hamstern Haschisch

Drogen

Auch in den Niederlanden werden Schulen, Kitas, Gaststätten und eben auch Coffeeshops wegen des Coronavirus geschlossen. Besonders letzteres hat offenbar die Menschen beunruhigt.

Amsterdam

16.03.2020, 10:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor der Schließung gab es am Sonntag in dern Niederlanden noch mal einen Run auf die Coffeeshops.

Vor der Schließung gab es am Sonntag in dern Niederlanden noch mal einen Run auf die Coffeeshops. © picture alliance/dpa

Auch in den Niederlanden hat das Coronavirus Auswirkungen auf das öffentliche Leben: Zur Eindämmung der Coronapandemie haben die Niederlande die Schließung von Schulen und Kitas angeordnet. Auch Gaststätten, Sport- und Fitnessclubs, Saunen, Bordelle und sogenannte Coffee-Shops, in denen Haschisch und andere leichte Drogen verkauft werden, mussten noch am Sonntagabend umgehend schließen. Die Anordnung gelte zunächst bis zum 6. April, teilte die Regierung am Sonntag mit.

Diese schnelle Schließung hat für eine skurrile Panik bei den Niederländern gesorgt – vor Coffeeshops im ganzen Land haben sich kurz vor der Schließung lange Schlangen gebildet, wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtet. Autos wurden demnach einfach kreuz und quer vor den Shops geparkt. Viele wollten sich offenbar noch ihre Ration Haschisch holen, bevor das auf diesem Wege erst mal nicht mehr möglich ist.

In Amsterdam sollen in den Schlangen vor den Coffeeshops auch viele Deutsche gestanden haben, die sich vor einer Grenzschließung noch legal eindecken wollten, wie „De Telegraaf“ berichtet. Bilder und Videos auf Twitter zeigen, wie Menschen sich vor den Coffeeshops drängeln und bis nach draußen Schlange stehen. Von Sicherheitsabstand wegen des Coronavirus ist hier keine Spur.

RND/hsc/mit dpa

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