Dämmen - umweltfreundlich und sicher

Materialien und Kosten

Wer sein Haus fit für die nächsten Generationen machen möchte, der sollte bei der Dämmung auf nachwachsende Rohstoffe setzen. Beliebtestes Material ist zurzeit noch Styropor.

NRW

, 14.06.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das umgangssprachlich als Styropor bekannte Polystyrol ist derzeit das günstigste Material zur Außendämmung. Es weist laut Industrieverband Hartschaum mit 0,032 bis 0,040 Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) gute Wärmeleitzahlen auf. Hier gilt grundsätzlich: Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmwirkung eines Stoffs. Ein Vorteil von Polystyrol ist seine leichte Verarbeitung. Bei ausreichender Wartung und Pflege halten die so gedämmten Fassaden

mindestens 30 bis 40 Jahre. Danach lässt sich die Fassade aber mit einer neuen, dünneren Dämmschicht aufdoppeln. Der Stoff ist in den vergangenen Jahren in die Kritik geraten. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) aus Polystyrol, versehen mit Flammschutzmittel, gelten zwar als grundsätzlich sicher. In Einzelfällen können sie aber in Brand geraten. „Für Einfamilienhäuser ist die Sicherheit vollkommen ausreichend“, sagt auch Philipp Mahler, Energiereferent der Verbraucherzentrale NRW. Nachhaltiger als Styropor seien zum Beispiel Hanf oder Zellulose-Fasern, aber auch teurer. „Manche nehmen auch Mineralwolle, da ist der Preisunterschied geringer“, so Mahler. Als Richtwert für eine Fassadendämmung mit WDVS müsse man zwischen 110 bis 210 Euro pro Quadratmeter rechnen. Hauptanteil daran seien die Arbeitsstunden und Tätigkeiten wie Gerüstaufbau, das Material mache lediglich fünf Prozent aus.

Mit Material von dpa