Die Geschichte der Bayreuther Festspiele

Oswald Georg Bauer

Heute beginnen die Bayreuther Festspiele, die ältesten Opernfestspiele der Neuzeit. Als langjähriger wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter der Festspiele hatte Oswald Georg Bauer Zugang zu allen Quellen und hat daraus eine in jeder Hinsicht gewichtige Dokumentation in zwei Bänden gemacht: "Die Geschichte der Bayreuther Festspiele" umfasst 1456 Seiten und ist reich bebildert. Ein Muss für jeden Wagnerianer.

25.07.2016, 10:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Geschichte der Bayreuther Festspiele

Von Wagners ersten Festspielplänen 1850 bis zum Jahr 2000 beschreibt Bauer sehr detailliert Proben zu den Aufführungen, den Jubel nach den ersten Premieren und das Haus - auch hinter den Kulissen. So gibt es auch eine Zeichnung vom Sitzplan im berühmten Bayreuther Orchestergraben. Fotos und Zeichnungen der Kostüme und Bühnenbilder zeigen, wie prächtig im 19. Jahrhundert die Aufführungen waren.

100 Jahre, von 1850 bis 1950, lässt Bauer sehr genau im ersten Band Revue passieren, die 50 Jahre bis 2000 dann im nur weniger dicken zweiten Band. Tolle Bilder von legendären Inszenierungen enthält das Opus Magnum und auch einen kurzen Abriss des "Neuen Jahrtausends". Das wäre in 25 Jahren einen dritten Band des monumentalen, gelungenen Geschichtsbuchs wert.

Oswald Georg Bauer: Die Geschichte der Bayreuther Festspiele in zwei Bänden von 1850-2000, 1456 S., Deutscher Kunstverlag, 128 Euro, ISBN 978-3-4220-343-2.