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Altendorf brennt auf Bergbau-Stopp

ALTENDORF-ULFKOTTE In den letzten Wochen ließ der Bergbau häufig die Wände zittern, am Freitagabend aber vibrierten in Altendorf die Trommelfelle.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 22.02.2008
Altendorf brennt auf Bergbau-Stopp

Fackeln, Trillerpfeifen und Plakate: Eine solche Demonstration hat es in Altendorf vorher noch nicht gegeben.

Mit ihren Trillerpfeifen sorgten die Teilnehmer der Bisbu-Demonstration beim Marsch durch den Ortsteil dafür, dass niemand ihre Protestaktion überhören konnte. Und mit ihren Fackeln machten die Demonstranten den Aufsichtsbehörden symbolisch Feuer unter dem Hintern: „Wir wollen den sofortigen Abbaustopp!“

Gut 250 Teilnehmer hatten sich um 18.30 Uhr auf den Weg gemacht, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. „Wenn es nicht kurz vorher kräftig gegossen hätte, wären es doppelt so viele gewesen“, begründete Vorstandssprecher Hans-Jürgen Fischer, warum nicht noch mehr der rund 600 Bisbu-Mitglieder mobilisiert werden konnten.

Autokorso

Dennoch: Da eine Fackellänge gerade für den Rundgang ausreichte, setzten der Zug auch so ein leuchtendes Zeichen. Nicht mehr ganz so viele Demonstranten schlossen sich dann dem folgenden Autokorso an. Dessen Ziel war das Bergwerk Lippe, wo ein Flugblatt übergeben werden sollte. Es enthielt mit siebenfacher Begründung die Forderung nach einem sofortigen Abbaustopp, weil nach Auffassung der Initiative die Kohleabbau-Genehmigung mit falschen Fakten erschlichen worden sei.

Noch mehr Restpfeiler

Fischer: „Die Unstetigkeitszonen und Restpfeiler, die diese Erdbeben auslösen, waren Genehmigungsbehörde und RAG schon vorher bekannt. Das Schlimmste steht uns noch bevor: Zwischen Sportplatz und Dorf, wo bald abgebaut werden soll, gibt es noch mehr Restpfeiler!“

Ihr Rezept dagegen trugen die Demonstranten auf dem Rücken: „Stoppt bergbaubedingte Zerstörungen!“ Und zur Melodie von „Glück Auf, der Steiger kommt“ erschallte: „Hört auf, hört doch auf!“  

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