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"Aus" für den Bergbau?

DORSTEN Deutliche Anzeichen sprechen dafür, dass der Kohleabbau des Bergwerks Lippe wahrscheinlich schon Ende 2008 eingestellt wird. RAG-Vertreter bestätigten, dass darüber intern seit längerem diskutiert wird.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 27.02.2008

Die Entscheidung sollte jedoch erst nach der Aufsichtsrat-Sitzung am 2. April bekannt gegeben werden. Dabei stehen vor allem Finanzfragen im Vordergrund. Bislang war geplant, dass die Zeche in Westerholt Ende 2009 den Betrieb einstellt.

Unter Umständen müssen die Karten jedoch neu gemischt werden. Sollte aus der vorläufigen eine endgültige Schließung des Saar-Bergwerks werden, ist es die Frage, ob die RAG noch eine weitere Zeche vorzeitig stilllegt. Allerdings suchen die Berg-Ingenieure an der Saar derzeit nach Möglichkeiten, den Abbau künftig ohne größere Erdstöße garantieren zu können. Und die Aussichten das hinzubekommen, so hieß es, seien nicht schlecht.

Große Schäden befürchtet

Unabhängig davon gibt es eine klare Aussage von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der zurzeit im ständigen Kontakt mit der Bezirksregierung steht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Abbaupläne des Bergwerks Lippe so weit umgesetzt werden, dass der Bergbau die Dorfmitte noch erreicht. Dazu waren die aufgetretenen Schäden – Stichwort Abrisskante – zu massiv. Ich erwarte vom Bergbau, dass er in gehörigem Abstand vom Dorfkern den Abbau einstellt, um weiteren großen Schaden zu verhindern.“

Wer die sofortige Schließung des Bergwerks Lippe fordere, der müsse sich auch darüber klar sein, dass dies für viele Bergleute die Arbeitslosigkeit bedeuten würde. Ein Vorziehen der Stilllegung um ein Jahr ließe sich jedoch mit großer Anstrengung noch sozialverträglich regeln.

Unmittelbare Wirkung, so habe auch der Regierungspräsident bestätigt, habe immerhin die Verstetigung des Abbaus durch die Sieben-Tage-Woche gezeigt: „Die Bergschläge sind erheblich geringer geworden.“

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