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"Barkenberg zu neuer Blüte bringen"

DORSTEN Lagerhallen von Logistik-Unternehmen sind ein passender Ort, um sich mit Verkehrspolitik zu befassen. Allerdings kann Politikern hier schon mal ein rauher Wind um die Nase wehen. Wie beim CDU-Neujahrsempfang.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 03.02.2008
"Barkenberg zu neuer Blüte bringen"

So viel politische Prominenz aus Nah und Fern kann Firmenchef Hans Delsing (3.v.l.) nicht alle Tage in seinem Betrieb begrüßen: (V.r.n.l.) Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff, NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, CDU-Landtagsabgeordneter Josef Hovenjürgen und CDU-Fraktionschef Bernd Schwane.

Hans Delsing fasste am Sonntagmorgen als Gastgeber im „delog-Palettenhotel“ die Gelegenheit beim Schopf, um den Besuchern aus Düsseldorf ebenso herzlich wie unverblümt die Meinung der Spediteure zu strittigen Fragen klarzumachen. Zuvor hatte CDU-Stadtverbands-Vorsitzender Tobias Stockhoff die mehr als 250 Gäste des CDU-Neujahrsempfangs in der Hervester Halle begrüßt.

Nachhaltige Politik

Auch daran, dass die Christdemokraten erstmals wieder auch Vereine und Verbände eingeladen haben, ließe sich erkennen, dass die CDU ihre Rolle als Bürger- und Mitgliederpartei Ernst nähme und die treibende und gestaltende Kraft in Dorsten bleiben werde: „Mit einer nachhaltigen Politik, die sich an Fakten und Notwendigkeiten orientiert.“

Klare Meinung zur Umweltzone

Danach hatte Hans Delsing das Wort. Der Spediteur erläuterte die Stationen einer fast 75-jährigen Firmengeschichte, die mit Pferd, Fuhrwerk und Kohlehandel begann und zu einem modernen Logistik-Unternehmen führte, das heute sechs Firmen unter einem Dach vereint. Und an dessen Spitze ein engagierter Chef mit einer klaren Meinung zu Umweltzonen, Maut-Erhöhung und Lkw-Überholverboten steht.

Wittke blieb keine Antwort schuldig NRW-Verkehrs-Minister Oliver Wittke blieb in seinem gut 50-minütigen Vortrag keine Antwort schuldig. Er betonte, dass es zwar keine Vorrangpolitik für einen Verkehrsträger geben werde, die Straße aber mit 90 % aller Personen und 70 % aller Gütertransporte eine besondere Rolle spiele: „Es wird keine neue 100-km-Autobahn durchs Rothaargebirge geben, aber den Ausbau bestehender Strecken, Ortsumgehungen und Lückenschlüsse - zum Beispiel auch für die A 52 zwischen Gelsenkirchen-Buer und Gladbeck.“

Zukunftsfähig

Und da der Minister nicht nur für Verkehr, sondern auch für Stadtentwicklung zuständig ist, gab er ein Versprechen zum Stadtumbau ab: „Ein LEG-Verkauf wird den Prozess nicht zum Erliegen bringen, wir werden den Umbau mit Volldampf weiter betreiben. So werden wir Barkenberg zukunftsfähig machen und wieder zu neuer Blüte bringen.“

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