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Chor schafft brillanten Gleichklang

Niederländisches ?Exicon vocaal ensemble? gastierte am Sonntag

16.05.2007

Schermbeck Lupenreine Intonationen selbst bei schwierigsten Tonfolgen, ausgezeichnete stimmliche Qualitäten, ein breites musikalisches Repertoire und brillanter chorischer Gleichklang: Es stimmte einfach alles beim Konzert ?Jesu dulcis Memoria?, das die Evangelische Kirchengemeinde Schermbeck in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein am Sonntag in der Georgskirche anbot. 14 junge Sängerinnen und Sänger des niederländischen ?Exicon vocaal ensemble?, das der in Wesel beheimatete ?Niederrheinische Singkreis? für einen Auftritt in der Konzertreihe der Georgsgemeinde vermittelt hatte, luden ein zu einem Ausflug durch die Kirchenmusik der Jahrhunderte. Die langjährige Zusammenarbeit der Sänger ermöglichte die Darbietung selbst schwieriger A-cappella-Werke ohne einen Dirigenten, weil das sorgfältige Beobachten der im Halbrund vor dem Georgsaltar stehenden Sänger offensichtlich ausreichte für eine absolute Parallelität der Stimmen. Die Übersetzungen der lateinischen, französischen und niederländischen Texte, die den Zuhörern in gedruckter Form vor Beginn des Konzertes mitgegeben wurden, erleichterten das Verständnis der Inhalte. Mit Jan Pieterszoon Sweelincks bereits im frühen 17. Jahrhundert vorgenommener Vertonung des 121. Psalms eröffnete das ?Exicon vocaal ensemble? den anspruchsvollen musikalischen Reigen. Gleich alle fünf Motetten des belgischen Komponisten Vic Nees erklangen am Sonntag in St. Georg. Eine alte schwedische Marienweise lag Gunnar Erikssons ?Kristallen den fina? zu Grunde. Die von den Sopranen gesungene Melodie glich inhaltlich einem Liebeslied und wurde mit zwei Gegenstimmen kombiniert. Aus dem umfangreichen Werk des estnischen Komponisten Carillus Kreek (1889- 1962) hatte das ?Exicon vocaal ensemble? die Vertonung des 104. Psalms ausgewählt. Drei zeitgenössische Werke standen im Mittelpunkt des letzten Konzertdrittels. Jan Sandströms ?Sanctus? folgte das ?Amsterdam Pater Noster?, das Vic Nees im Jahre 2006 anlässlich eines niederländischen Verlagsjubiläums schuf. Das 1994 entstandene ?Jesu dulcis memoria? des norwegischen Komponisten Trond Kverno hinterließ mit seiner gelungenen Kombination von traditionellen Stilelementen mit norwegischer Volksmusik bei den Zuhörern einen romantischen Eindruck. Organistin Liga Vilmane steuerte in den Pausen der Sänger zwei Orgelwerke zum Konzert bei. Michael Tariverjew und Bert Matters Variationen zum Lied ?Von Gott will ich nicht lassen?. rundeten das Programmangebot ab. H.Sch.

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