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Der Hafen ist auf Kurs

DORSTEN Preisfrage: Welche Verkehrsader bringt der Stadt Dorsten Profit? Die Autobahn? Falsch! Das Schienennetz? Falsch! Der Kanal? Richtig!

von Von Klaus-Dieter Krause

, 14.02.2008
Der Hafen ist auf Kurs

Diese Flugasche aus dem Kraftwerk Scholven wird vom Dorstener Hafen aus per Schiff nach England gebracht.

Denn der Wesel-Datteln-Kanal gehört nicht nur zu den meistbefahrenen Wasserstraßen Deutschlands, an seinem Ufer liegt auch östlich der Hervester Schleuse der Hafen Ðorsten. Und der wird erfolgreich bewirtschaftet von der Dorstener Hafen+Speditionsgesellschaft, an der zu jeweils 50 % die Spedition Nagel und die Rheinisch-westfälische Speditionsgesellschaft Ruhrmann beteiligt sind.

Bei einem Rundgang mit Rolf Nagel wird schnell deutlich, welche Güter hier hauptsächlich umgeschlagen werden. „Dort wird Flugasche gelagert, manchmal bis zu 15 000 Tonnen. Ein Teil dieses Nebenproduktes aus dem Kraftwerk Scholven wird gerade auf einen Frachter verladen und später in England als Baustoff wieder verwertet“, erläutert Nagel. Auch Flüssigschwefel aus Scholven, rund 70 000 t im Jahr, werden in Dorsten umgeschlagen.

Zwischenlager

Neben der Flugasche ist Import-Kohle aus Asien deponiert. Bis zu 30 000 Tonnen können am Dorstener Hafen zwischengelagert werden, bevor die Kohle aus Asien oder Südafrika per Lkw ins Kohlekraftwerk wandert.

Ein paar Schritte weiter ist seit 2007 als Nachfolger von Ready-Mix die Firma Elskes tätig. Die Hülskes-Tochter produziert Fertigbeton und lässt die Rohstoffe Kies und Sand per Schiff nach Dorsten liefern. Dass sie sich langfristig auf dem örtlichen Hafengelände eingemietet hat, betrachtet Nagel als Glücksfall für beide Seiten.

„Elskes hat für eine erhebliche Steigerung der Umschlagzahlen gesorgt.“ Apropos Umschlag: Nachdem wegen Bauarbeiten die Zahlen 2005 deutlich zurück gegangen waren, ist danach wieder eine erhebliche Steigerung zu verzeichnen. Was natürlich auch die Erträge wachsen lässt, die neben den Mieten aus den festen Entgeltsätzen des „Ufergeldes“ resultieren.

Güter aller Art

Dass nicht nur Brenn- und Baustoffe Geld bringen, sondern der Hafen seinem Anspruch als Umschlagplatz für Güter aller Art gerecht wird, beweist gerade die 35 Tonnen schwere Ladung eines Frachters. Das erste von fünf Schwergut-Teilen für die Petro-Chemie Sabic soll am Wochenende mit einem Spezialtransporter über eine brückenfreie Straßenroute nach Scholven gebracht werden.

In Zukunft könnte sich das Frachtgut-Spektrum noch ausdehnen. Denn eine Kooperation mit dem Industrie-Park Dorsten/Marl bahnt sich an und lässt die guten Perspektiven des Hafens noch etwas heller glänzen.

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