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DIA klagt über Trittbrettfahrer

DORSTEN Andreas Körmann brachte es auf den Punkt: „So kann das doch nicht mehr weitergehen. Einige wenige engagieren sich für die Innenstadt, viele andere sind Trittbrettfahrer.“

von Von Christoph Winck

, 27.02.2008
DIA klagt über Trittbrettfahrer

Viele Kaufleute profitieren von Veranstaltungen wie dem Herbst- und Heimatfest, aber nicht alle engagieren sich.

Der Unmut des Geschäftsmannes von der Recklinghäuser Straße richtet sich gegen Einzelhändler und Filialisten, die von den Aktionen der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) profitieren, sich an den Kosten aber nicht beteiligen, auch nicht DIA-Mitglied sind. Zur Sprache kam das auf der Jahreshauptversammlung der DIA am Dienstagabend im Alten Rathaus. Da wurde wieder einmal deutlich, was ein kleiner Vorstandskreis für die Dorstener Innenstadt auf die Beine stellt.

Für 2008 sind vier verkaufsoffene Sonntage zur Auto-Modenschau (27.4.), zum Altstadtfest (1.6.), zum Herbst- und Heimatfest (12.10.) und zum Lichterfest (9.11.) sowie acht zusätzliche Aktionssamstage geplant. Neu hinzu kommen soll ein „Nightshopping“ am 5. Juli. „Die Geschäfte in der Innenstadt haben an diesem Tag bis 22 Uhr geöffnet“, erläutert Stephan Reken, 2. Vorsitzender der DIA.

Sonderaktionen kommen an

Auch Reken appelliert an die Solidarität der Kaufleute: „Wenn ein Geschäft kostenlose Ostereier verteilt, merkt das niemand. Wenn alle Geschäfte in der Innenstadt Ostereier verschenken, spricht die ganze Stadt darüber.“ Diese Aktion findet am kommenden Samstag statt.

Das Problem: Zu wenige beteiligen sich. Aber alle profitieren, wenn die Stadt durch Sonderaktionen der DIA auflebt. So wird es in der Adventszeit zum 12. Mal „Dreams on Ice“ geben. DIA-Chef Thomas Hein glaubt: „Die Eisfläche ist aus Dorsten nicht mehr wegzudenken.“ Andreas Körmann fordert aber auch da mehr Engagement: „Es soll doch keiner denken, ich habe mehr Kunden, weil ich an der Eisfläche Bandenwerbung mache. Ich buche die Bande, damit es die Eisfläche gibt und Menschen in die Stadt kommen.“

Zugeständnisse vom Markthändlern erhofft

Zugeständnisse erhoffen sich die DIA-Mitglieder auch von den Markthändlern: Kein Kunde verstehe, dass die Eisfläche eine Woche vor Weihnachten abgebaut werde, nur damit die Marktstände am letzten Samstag vor Weihnachten am Stammplatz stünden.

Das vergangene Geschäftsjahr, in dem aber auch der sehr positiv aufgenommene „Sternenhimmel“ angeschafft wurde, schloss die DIA mit einenm vierstelligen Minus ab. Gegensteuern kann der Verein nur, wenn sich mehr Kaufleute engagieren. Andernfalls gibt es irgendwann keine verkaufsoffenen Sonntage mehr in der Innenstadt. Soweit wollen es aber nichtmals die Trittbrettfahrer kommen lassen.

Einstimmig wiedergewählt wurden Thomas Hein (1. Vorsitzender), Stephan Reken (2. Vorsitzender), Manfred Hürland (Kassierer) und Stefanie Dornhege (Schriftführerin). Kassenprüfer sind weiterhin Sibylle Eiben und Engelbert Bellendorf.

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