Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dorsten in der dritten Dimension

DORSTEN Berlin hat es, Hamburg hat es und das Ruhrgebiet wird es auch bald haben: ein digitales, dreidimensionales Modell der Stadtlandschaft. Wie dieses einmal aussehen dürfte, ist jetzt im Internet auch an drei Dorstener Beispielen zu sehen.

von Von Michael Klein

, 19.02.2008
Dorsten in der dritten Dimension

Barkenberg als 3D-Modell.

Die Zechen-Fläche Fürst Leopold, der Industriepark Dorsten/Marl sowie eine Ansicht von Barkenberg wurden dafür von den Machern der "Metropole Ruhr" ausgewählt. "Insgesamt über zwei Millionen Gebäude im Ruhrgebiet sollen bis zum Kulturhauptstadt-Jahr dargestellt und von allen Seiten betrachtet werden können", erläutert Ulrich Gruber, der das Projekt für den Kreis Recklinghausen betreut.

Seit 2001 beschäftigt sich Ulrich Gruber beruflich mit dem Thema "3 D". Eines der größten Modelle, die dabei entwickelt worden ist, ist die dreidimensionale Ansicht des Dorstener Ortsteil Barkenbergs. Ab Herbst 2008 soll eine erste Version des 3-dimensionalen Ruhrgebiets im Netz stehen. "Die Dorstener Modelle haben wir komplett", so Ulrich Gruber. Häuser, Grundstücke, Straßen, topographische Flächen wurden den vorhandenen Katasterkarten entnommen. Eine Spezial-Software verarbeitet die Geschosshöhen und sorgt dafür, dass aus diesem zweidimensionalen Datenmaterial 3 D-Modelle werden.

Klötzchen mit Flachdach

Das läuft automatisch, heraus kommen so genannte "Klötzchen": Gebäude mit Flachdächern. "Die Dachformen und alle weiteren Details werden manuell eingefügt, das passiert aber nur bei interessanten und planungstechnisch wichtigen Gebäuden." Etwa beim Zechengelände Fürst Leopold, das bekanntlich neue Gewerbe-Nutzungen bekommen soll. "Hier könnte man in das 3 D-Modell die verschiedenen Planungsvorschläge einspeisen, damit Bürger und Politiker ein möglichst anschauliches Bild von dem zukünftigen Aussehen bekommen", blickt Ulrich Gruber in die Zukunft.

Weiteres Kernstück des Verfahrens ist ein Laserscanner. Der wird im Auftrag des Landes über Nordrhein-Westfalen geflogen und scannt jede Landschaft im Abstand von jeweils zehn Metern - "wichtig für die Darstellung der weniger besiedelten nördlichen Stadtteile Dorstens."

Lesen Sie jetzt