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Eine Stadt fliegt auf Störche

HERVEST Grün. Sieben Meter hoch. Ein Weidennest oben drauf. Die dritte Storchennisthilfe des Heimatvereins Dorf-Hervest steht seit Freitag am Wedenhof

von Von Holger Steffe

, 15.02.2008

.„Das Fundament hält mit Sicherheit länger als die Stahlrohrstützen des Storchennestes“, sagt Horst Papenfuß, der Koordinator der Arbeiten der 15 aktiven Rentner beim Nestbau. Stellvertretend für Susanne Gobrecht, Umweltdezernentin und Chefin des Vestischen Umweltzentrum des Kreises Recklinghausen, nahmen Ressorleiter Karl Malden und Landespfleger Jochen Ahlers am Freitag  die Errichtung des Storchennestes im Hervester Bruch zum Anlass, dem Heimatverein Dorf-Hervest herzlich zu danken fürs ehrenamtliche Engagement.

Der Dank galt allen Helfern und Sponsoren und wurde stellvertretend Heike Unkel (2. Vorsitzende), Ulrich Timmermann, Hubert Berning und Horst Papenfuß übermittelt. Nun hoffen alle Storchenfreunde, dass sich vielleicht schon in diesem Jahr ein weiteres Storchenpaar entschließt, seinen Nachwuchs im Hervester Bruch zur Welt zu bringen.

Beliebtes Brutgebiet

Im Jahr 2005 brütete erstmals wieder seit Menschengedenken Störche in dieser Region. 2006 wurden zwei und 2007 sogar drei Jungstörche flügge. Im vergangenen Jahr wurden weitere Störche im Brutgebiet beobachtet, so dass das Hervester Storchenteam eine weitere Nisthilfe anregte.

Im „Arbeitskreis Hervester Bruch“ im Vestischen Umweltzentrum fand die Idee Zustimmung. Geeinigt hat man sich auf den Standort am Wedenhof, unweit der Besucherplattform auf dem kreiseigenen Grundstück.

Der Hervester Bruch im Naturschutzgebiet „Bachsystem Wienbach“ hat sich seit 1995 zu einem bedeutenden Brut-, Rast- und Überwinterrungsplatz entwickelt, der etwa 100 Vogelarten Lebensraum bietet. Davon sind gut 40 Vögel in der europäischen Vogelschutzrichtlinie gelistet. Unter den Brutvögeln stehen die Weißstörche, Bekassinen, Knäck-, Krick-, und Löffelenten auf der Roten Liste NRW, der vom aussterben bedrohten Vogelarten.

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