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Gepäck für die letzte Reise

DORSTEN Das nehme ich dann mal mit...“ , so lautet das Unterrichtsprojekt der Schülerinnen der Klasse 9a der St. Ursula-Realschule zum Thema „Tod“ .

von Von Holger Steffe

, 20.02.2008
Gepäck für die letzte Reise

Klasse 9a der Ursula Realschule mit ihren Ausstellungsgegenständen: "Das nehme ich dann mal mit..."

Rucksäcke, Stofftiere, Cd`s, Bücher, Bilder liegen auf einem mit schwarzem Tuch dekorierten langen Tisch in der Agora der St.Ursula Realschule am Nonnenkamp. „„Der Anfang war sehr schwer“, sagt auch Lehrerin Magdalena Starke.

Seit zwei Monaten beschäftigen sich die Mädchen mit dem „Tod“. Jugendliche werden überall mit dem Tod konfrontiert. In den Medien, auf Computerbildschirmen ist er ein täglicher Begleiter. Das Außergewöhnliche und Lebensbejahende gehen verloren. Für die Jugendlichen war es wichtig, sich mit dem Thema „Tod“ auseinande rzu setzen, die Unausweichlichkeit des Sterbens in ihr Leben zu integrieren und aus der Tabuzone herauszuholen.

Herausforderung fürs eigene Leben

Der in der Ausstellung dargestellte Unterrichtsversuch basiert auf diesem Hintergrund und bot den Schülerinnen die Möglichkeit, die Thematik „Sterben“ und „Tod“ als Herausforderung für ihr eigenes Leben zu bedenken.

Nach intensiver Beschäftigung mit dem Tod wurde auch das „Leben danach“ betrachtet. Ein Kunstprojekt des Bestatters F. Roth brachte die Frage auf: „Was ist dir so wichtig, dass du es auf die Reise aus diesem Leben mitnehmen würdest?“ Hintergrund war das Vorbild vieler Völker, die ihren Verstorbenen Grabbeigaben mit auf die Reise geben. die Gedanken über die eigene Endlichkeit und das Gespräch darüber, sahen die Schülerinnen als Chance.

Um die enge Verbindung von Leben und Tod zusätzlich zu verdeutlichen, entschieden sich die Beteiligten für einen Rucksack als Symbol. In einem Rucksack kann man gut tragen, was man im täglichen Leben so braucht, Proviant, Kleidung, Schulsachen. Aber mit einem Rucksack geht man auch auf Reisen, begibt sich aus dem eigenen Leben in ein anderes - am Ende unserer Zeit wird es nach christlichem Glauben das „ewige Leben“ sein.

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