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Grüter: Schermbeck ist lebenswert

SCHERMBECK Die Menschen sind das Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern kann. Dieses Kompliment macht Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter den Schermbecker Bürgern im Interview mit der Dorstener Zeitung, in dem er einen Blick in die nähere Zukunft wagt.

von Von Michael Klein

, 29.02.2008

Herr Grüter, wie würden Sie einem Fremden gegenüber Schermbeck charakterisieren?

Grüter: Schermbeck ist die sympathische Gemeinde zwischen Niederrhein und Münsterland, zwischen Rheinland und Westfalen. In seiner ländlichen Struktur ist es geprägt von Wäldern, Wiesen und Wasser und bietet somit viele Angebote im Bereich Sport und Freizeit. Wohnen in Schermbeck ist wie Urlaub vor der eigenen Haustür.

Wie stellt sich die Gemeinde für die Zukunft auf?

Grüter: Schermbeck wird gemeinsam mit seinen Nachbarkommunen im Kreis Wesel sowie auch aus den Nachbarkreisen als Region wahrgenommen. Deshalb ist es wichtig, auch gemeinsam aufzutreten. Die ersten gemeinsamen Projekte mit unseren Nachbarkommunen sind bereits umgesetzt worden. Unsere erfolgreichen Bewerbungen für die Regionale 2016 sowie als Leader-Region bestätigen das.

Welche sind aus Ihrer Sicht die vordringlichsten Handlungsfelder, was die Entwicklung Schermbecks betrifft?

Grüter: Sicherlich sind die Verkehrsproblematik im Ortskern sowie die Entwicklungen im Bereich der Wohn- und Gewerbeansiedlungen Themen, die sehr im Vordergrund stehen. Beide Themen werden ja zurzeit mit der Überarbeitung des Gemeindeentwicklungsplanes sowie durch die Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes bearbeitet. Insbesondere beim Thema Verkehr bin ich zuversichtlich, dass wir da bald weiterkommen werden.

Wo liegen die Chancen Schermbecks?

Grüter: Das größte Potential liegt in den Menschen. Es ist die große Bereitschaft der Schermbeckerinnen und Schermbecker, sich in den zahlreichen Vereinen und Gruppierungen für die Allgemeinheit zu engagieren. Das ist nicht selbstverständlich und längst nicht überall so. Ein weiteres Plus ist unsere gute Lage nördlich des Ruhrgebiets mit den ausgezeichneten Verkehrsanbindungen, die Autobahnen A 31 und A 3. Diese machen unsere Gemeinde sowohl als Wohnort sowie auch als Gewerbestandort mit seinen Gewerbeflächen entlang der B 58 attraktiv.

Welche Risiken sehen Sie für die kommenden Jahre?

Grüter: Zum Problem könnte sich auch in Schermbeck der demographische Wandel entwickeln. Trotz der im nationalen Vergleich noch positiven Bevölkerungsentwicklung in Schermbeck ist es fraglich, ob die angeschobenen Maßnahmen wie zum Beispiel die Nachbarschaftsbetreuung ausreichen. Hier gibt es sicherlich noch viel zu tun.

Wie sieht Schermbeck in zehn Jahren aus?

Grüter: Ich setze darauf, dass Schermbeck seinen dörflichen Charakter behält. Das heißt, Wachstum mit Augenmaß. Schermbeck wird auch in zehn Jahren die Gemeinde sein, in der man gerne lebt und arbeitet.

Liegt Schermbeck dann noch im Ruhrgebiet oder bereits am Niederrhein?

Grüter : Wenn Sie damit auf den angedachten RVR-Austritt anspielen, kann ich nur zur Vorsicht raten. Vor- und Nachteile sollten sorgfältig abgewogen werden. Denken Sie nur an die Maßnahmen, die der RVR gerade umgesetzt hat, wie z.B. den Radweg entlang der alten Bahntrasse, den Ausbau des Rhader Weges für Wanderer, Reiter und Radfahrer, den Ameisen- und Barfußpfad und vieles andere.

Letzte Frage: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für Schermbeck wünschen?

Grüter: Dass sich auch in Zukunft so viele Schermbeckerinnen und Schermbecker dafür einsetzen, dass Schermbeck so liebens- und lebenswert bleibt, wie es ist.

 

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