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Heimspiel für Hille Marks

LEMBECK Für Hille Marks, die die Hedda, den Opa und die Oma so wandlungsfähig und ausdrucksstark darzustellen vermochte, war der Aufführungsmarathon am Freitag in Lembeck ein ganz besonderes Erlebnis.

von Von Michael Klein

, 15.02.2008
Heimspiel für Hille Marks

Hille Marks, gebürtige Lembeckerin, war am Freitag auf Gastspiel-Tour in Lembeck.

Denn die Schauspielerin ist als Hildegard Bahde in Lembeck groß geworden und hat am Dorstener St. Ursula-Gymnasium 1978 ihr Abitur gemacht. Dann ging sie zum Studium der Sonderpädagogik nach Köln, um nach ein paar Jahren zu erkennen, dass ihr das Theaterspielen eigentlich viel mehr Spaß macht.

Zu alt für Schauspiel-Schule

 „Für eine Schauspiel-Schule war ich da aber bereits zu alt“, erzählt die Kölnerin nach der Vormittags-Aufführung vor sieben Klassen der Laurentius-Schule. Also sorgte sie autodidaktisch für den nötigen schauspielerischen Feinschliff, lernte in Italien und Frankreich in den 80er Jahren neue Formen des Theaterspielens. „Da ging es damals frischer und kreatürlicher zu, in Deutschland war mir das Theater zu kopflastig geworden.“

Zurück in Köln mietete Hille Marks vor 20 Jahren mit Gleichgesinnten Räumlichkeiten für das freie Casa-Max-Theater an, das sich inzwischen auf die Produktion von intelligenten und dennoch sinnenhaften Kindertheater-Stücken spezialisiert hat. „Es ist nicht leicht im kultursubventionsfeindlichen Köln“, betont Hille Marks, „ohne ehrenamtliche Helfer und Ein-Euro-Jobber kämen wir kaum über die Runden.“

Dank an die Familie

Das preisgekrönte Solo-Stück „Die Tochter des Sargmachers“ haben die Ensemble-Mitglieder selbst geschrieben und entwickelt. „Das ist sehr viel Autobiographisches drin“, sagt Hille Marks, deren Familie in Lembeck eine kleine Schreinerei samt Bestattungs-Unternehmen betreibt. Eine Menge der Requisiten hat die Schauspielerin auf dem heimischen Dachboden gefunden: Fotos, Kisten und selbst die Stühle im Bühnenrund kommen aus Lembeck.

„Meine Familie hat dankenswerterweise viel dafür getan, dass die Vorstellungen hier stattfinden konnten“, so Hille Marks über ihr ausverkauftes „Heimspiel“, dem noch viele Aufführungen zu wünschen sind. Denn für dieses schöne Stück darf noch lange nicht die letzte Stunde schlagen, es darf nicht von hinnen scheiden, krepieren, dahingerafft werden oder von der Bühne abtreten.

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