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Heißes Pflaster für Motorradfahrer

SCHERMBECK In kaum einem anderen Gebiet in Nordrhein-Westfalen verunglücken derart viele Motorradfahrer wie im Kreis Wesel. Und ganz besonders betroffen ist Schermbeck.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 29.02.2008

Auf einer Karte mit den Unfalltoten der letzten zehn Jahre signalisieren acht Kreuze, dass hier acht Motorradfahrer ihr Leben ließen - so viele wie in keiner anderen der 13 Kreiskommunen. Insgesamt wurden außerdem im vergangenen Jahrzehnt 1399 Motorradfahrer im Kreisgebiet verletzt.

Fast um 20 % hat die Gesamtzahl der Motorrad-Unfälle im letzten Jahr zugenommen, teilten Landrat und Polizeiführung gestern auf einer Pressekonferenz im Weseler Präsidium mit. Die Anstrengungen, diese traurige Entwicklung zu stoppen, sollen daher noch verstärkt werden.

Zum polizeilichen Maßnahmen-Paket gehören mit einer Biker-Unfallkommission, einem „Roadbook Niederrhein“ für Motorradfahrer („von Bikern für Biker“) sowie einer speziellen Internet-Seite auch eine Reihe von Vorbeugungs-Maßnahmen. Da aber Appelle an die Vernunft bei einigen Unbelehrbaren fruchtlos bleiben, soll gerade auch im Raum Schermbeck die Geschwindigkeitsüberwachung mit fahrbaren „ProVida“-Messgeräten intensiv betrieben werden.

 Wie nötig das ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Nachbargemeinde Hamminkeln: Obwohl die Motorrad-Saison noch gar nicht richtig begonnen hat, wurde dort ein rasender Biker aus dem Verkehr gezogen - er war in einem 70 km/h-Bereich mit 216 km/h unterwegs! Polizeirat Henrichs: „Solch ein Verhalten kann man nur kriminell nennen!“

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