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Hervest am Scheideweg

HERVEST Kein zweiter Ortsteil Dorstens wird sich im nächsten Jahrzehnt so verändern wie Hervest - zumindest, wenn das Handlungskonzept weitgehend realisiert werden kann, das die Verwaltung jetzt ansatzweise erarbeitet hat.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 12.02.2008

Dieses Konzept soll nun von einem Planungsbüro bis zum Herbst soweit konkretisiert und ausformuliert werden, dass es der Stadt als Grundlage für Förderanträge dienen kann. Denn die Umgestaltung erfordert beträchtliche Finanzmittel, die aus dem Landesprogramm "Soziale Stadt" nach Hervest fließen sollen, aber auch aus EU-Fördertöpfen.

Unterschiedliche Bereiche

Vorher muss die Stadt exakt sagen, was sie in Hervest will. Und das ist alles andere als leicht in einem Ortsteil, der von so unterschiedlichen Bereichen wie dem alten Dorfkern im Osten, dem Geschosswohnungsbau Ellerbruch, der Zechensiedlung und der früheren Zechenfläche und dem Marienviertel im Nordwesten geprägt wird. Soziale, ethnische und demographische Herausforderungen müssen bewältigt und mit städtebaulichen und ökologischen Anforderungen in Einklang gebracht werden.

Die Federführung bei diesem integrierten Handlungskonzept wird künftig der Planungsausschuss haben. Als Grundlage dient ihm ein Papier der Stadt, das auf 28 Seiten die Ausgangslage mit Daten, Karten, Zielen und Problembereichen skizziert.

Bevölkerung schrumpft

Ihm ist zu entnehmen, dass die Hervester Bevölkerungszahl seit längerem schrumpft. Waren dort 1996 noch 14 200 Menschen zuhause, so sind es heute nur noch 13 400. Deutschstämmig davon sind 85,9 %, 14,1 % der Hervester haben einen Migrationshintergrund. Die Unterstützung und Begleitung von Integrationsprojekten wird daher eine besondere Rolle spielen. Ähnlich wie derzeit in Barkenberg ist aber auch die Anpassung und Modernisierung der Wohnungsbestände vor allem am Ellerbruch sowie eine Wohnumfeldverbesserung notwendig. Und die Zukunft Hervests steht und fällt vor allem mit der Mobilisierung der Brachflächen: Die Kompensation der Arbeitsplatzverluste, Angebote für Kultur, Freizeit und Bildung sowie eine ortsteilgerechte Entwicklung des Handels sind hier die entscheidenden Stich- worte.

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