Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Humme kehrt der CDU den Rücken

Austritt wegen «interner Manipulationen»

19.05.2007

«Es geht nicht um meine Person», betonte der Wulfener gestern auf Anfrage der Dorstener Zeitung. «Ich möchte Schaden von der Partei abwenden.» Der 60-Jährige gehört der CDU seit 1995 an, ist seit einigen Jahren zudem Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Aus der Fraktion war er vor sieben Wochen ausgetreten, nachdem Hans Fromm für Ludger Cirkel in den Fraktionsvorstand gewählt worden war (wir berichteten) Den auch für Parteikollegen überraschenden Austritt begründete Jupp Humme (Foto) am Freitag mit «internen Manipulationen». So hatte Humme nach seinem Rücktritt aus der Ratsfraktion auch den üblichen Monatsbeitrag von knapp 100 Euro nicht mehr überwiesen. Dass damit auch seine Mitgliedschaft ruhen würde, habe er allerdings nur «durch einen Tipp» in Erfahrung gebracht. «Das steht seit 2004 in der Satzung, aber ich wusste es nicht.» Tatsächlich wird in der Satzung des Kreisverbandes RE auf die Landessatzung verwiesen. Humme glaubt, dass ihm die Information bewusst vorenthalten werden sollte. «Wenn ich beim Stadtparteitag mitwählen würde, könnte die Wahl anschließend angefochten werden.» Doch noch etwas ärgerte das inzwischen fraktionslose Ratsmitglied maßlos. «Bei mir wird offenbar bereits nach einem Monat und ohne Rücksprache zu solchen Maßnahmen gegriffen, der Vorsitzende eines Dorstener Ortsverbandes zahlt schon seit Jahren keine Fraktionsbeiträge. Das wird aber geduldet.» Eine Bestätigung gab es dafür am Freitag zumindest offiziell nicht. Ludger Samson reagierte mit Verwunderung auf die Vorwürfe. «Es gibt kein von mir unterzeichnetes Schreiben in dieser Angelegenheit.» Falls eine solche Maßnahme der ruhenden Mitgliedschaft tatsächlich greifen würde, dann würde dies dem entsprechenden Fraktionsmitglied auch mitgeteilt. «Es wäre ja nicht in Ordnung, wenn jemand zum Stadtparteitag käme und feststellen müsste, dass er nicht auf der Liste der Wahlberechtigten steht», sagte Samson, der nach eigenen Angaben enttäuscht ist, dass Humme in den vergangenen Wochen nicht das Gespräch mit ihm gesucht habe. Ob auch ein anderes Fraktionsmitglied seinen Beitragszahlungen schleppend oder gar nicht nachkommt, ließ der Kreisgeschäftsführer gestern offen. «Über solche internen Dinge spreche ich nicht.» dieb

Lesen Sie jetzt