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K(l)eine Brötchen backen

Verkaufsverbot trifft die Bäcker hart / Auch Floristen sauer

25.05.2007

Dorsten Pfingstsonntag, ein typischer Familientag. Erst ein gemütliches Frühstück, später vielleicht ein Besuch bei Verwandten. Doch frische Brötchen vom Lieblingsbäcker gibt es nicht, der Blumenladen um die Ecke ist ebenfalls geschlossen. So will es das Ladenschlussgesetz - für Hermann Imping ein Skandal. Der Innungsobermeister ist überzeugt, dass die neue Regelung, die schon Ostern in Kraft getreten war, den 13 Betrieben in der Lippestadt einen Umsatzverlust im fünfstelligen Bereich beschert. Wenn es dann aus seiner Sicht wenigstens gerecht zuginge, wäre die Backwelt zumindest halbwegs in Ordnung. Doch Bäcker mit einer Gaststätten-Konzession dürfen am Pfingstsonntag sehrwohl verkaufen, Schult in Östrich verzichtet laut Imping allerdings darauf. Viel schlimmer aus Sicht der Brötchenbäcker, dass Tankstellen ebenfalls ausgenommen sind. Sie dürfen Brötchen verkaufen «für den Reisebedarf», zitiert Imping kopfschüttelnd aus der Gesetzgebung. K(l)eine Brötchen backen viele Bäcker aber auch am Montag. «Der Aufwand wäre für uns zu groß», erklärt Imping, warum seine Filialen und die vieler Kollegen auch am zweiten Pfingstfeiertag geschlossen bleiben. Manch einer öffnet in der Hoffnung, dass die Kunden den Überblick behalten haben. Das gilt auch für die Floristen in Dorsten. Am Sonntag werden keine (Pfingst-)Rosen und andere Sträuße verkauft, am Montag aber schon. Mit Grauen denkt mancher Blumenfreund freilich schon ans nächste Jahr. Da fällt der Pfingstsonntag ausgerechnet auf Muttertag... dieb

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