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Krach um liegen gebliebenen Müll

DORSTEN Für beträchtliche Miss-Stimmung im Entsorgungsbetrieb der Stadt hat eine „Ermahnung“ gesorgt, die den Müllwerkern erteilt wurde, die sich geweigert hatten, am Freitag vom Streik betroffene Bezirke am folgenden Samstag abzufahren. Schriftliche Ermahnungen sind Vorstufen zur Abmahnung.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 28.02.2008

Als massiven Einschüchterungs-Versuch werten die Betroffenen dieses Vorgehen. „Was hat eine Streik-Aktion für einen Sinn, wenn sie fast unbemerkt bleibt, weil ihre Folgen umgehend behoben werden?“, heißt es von Gewerkschaftsseite, „die Samstagsarbeit wurde kurzfristig mit Hinweis auf die Feiertags-Regelung angeordnet, aber ein Streiktag ist kein Feiertag.“ Umstritten ist auch, ob die Anordnung der Zustimmung des Personalrates bedurft hätte. „Wir werden das genau prüfen“, erklärt Personalrats-Vorsitzender Karl-Heinz Reimann, der das Vorgehen der EBD-Betriebsleitung ausdrücklich missbilligt. „Man sollte das alles nicht überbewerten“, relativiert Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, „es hat keine Eintragungen in die Personalakten gegeben. Im Brief heißt es, dass die Betroffenen sich wohl nicht darüber klar gewesen sind, dass ihr Verhalten mit Arbeitsverweigerung gleichzusetzen sei und deshalb auf weitere Schritte verzichtet werde. Allerdings wurden sie ermahnt, dieses Verhalten nicht zu wiederholen.“ Dass die Beschäftigten ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollten, finde sein volles Verständnis, erklärte Lütkenhorst weiter, „als Bürgermeister bin ich jedoch auch verpflichtet, den Schaden für die Bürger minimal zu halten. Deshalb habe ich der Lösung mit der Samstagsarbeit zugestimmt - zumal es sich dabei um bezahlte Überstunden gehandelt hätte.“ 

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