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Mit Pellets auf dem Holzweg

SCHERMBECK Zu Beginn seines Vortrags zollte Hubert Loick erst einmal Schermbecker Verwaltung und Politik ein Lob: Sie setzten sich schon jetzt mit den energiepolitischen Konsequenzen des Klimawandels auseinander.

von Von Michael Klein

, 12.02.2008

Und das, „während andere Kommunen noch immer keine Gedanken daran verschwenden“, sagte der Chef der Loick AG in Lembeck gestern bei der Sitzung des Schermbecker Wirtschaftsförderungsausschusses. Der Verfechter nachwachsender Rohstoffe legte sein Biogas-Konzept dar, das für die Schermbecker Versorgung mit regenerativen Energien in Frage kommen könnte. Denn die ursprünglich ins Visier genommenen Pellets oder Holzschnitzel sind nach Einschätzung von Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter aus dem Rennen: „Zu teuer“, habe die Schermbecker Arbeitsgruppe diese befunden.

Qualität verbessert

Hubert Loick erklärte, dass die Qualität von Biogas sich deutlich verbessert habe. Es sei inzwischen möglich, bestehende Gasleitungen zu nutzen. Für Schermbeck skizzierte er folgendes Szenario: Das in der demnächst künftigen Biogasanlage von „Loick Bioenergy“ in Dorsten produzierte Biogas könne so nach Schermbeck transportiert werden, wo es in Blockheizkraftwerken für die Versorgung kommunaler Gebäude verwendet werden könne.

Mit Palm- und Rapsöl, das er aus Asien importieren lässt, betreibt Dr. Franz Schecking (EE Naturenergie GmbH) Biomasse-Heizkraftwerke. Seine Konzept stieß bei Ulrike Trick (Grüne) auf heftigen Gegenwind: Sie bemängelte sowohl die langen Transportwege („da sollte man doch besser die heimische Landwirtschaft fördern“) als auch den fehlenden ökologischen Ansatz („für Palmöl wird bekanntlich der Regenwald gefällt“).

Zahlen demnächst

Ulrike Trick fühlte sich durch die Vorträge „nicht richtig“ informiert. „Wir können noch keine Kosten, Renditen und Amortisationen nennen, die Zahlenwerke sind erst die nächsten Schritte“, entgegnete Ausschuss-Vorsitzender Klaus Schetter (CDU). Dass nun die komplette Energieversorgung auf die Firma Loick hinauslaufe, wie die Grünen-Frau mutmaßte, verneinte er. „Vielleicht betreibt die Gemeinde ja sogar selbstständig ein solches kleines Kraftwerk und bezieht nur das Gas von Loick, Müller oder Schulze.“ Die Referaten seien nur ein erster Einstieg gewesen.

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