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Plädoyer für die Generationen-Gerechtigkeit

ALTENDORF-ULFKOTTE Zu den Klängen der Uefter Jagdhornbläser betrat Prof. Dr. Otto Wulff am Mittwochabend die Mehrzweckhalle.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 07.02.2008

Am Rednerpult stieß er selbst ins verbale Horn: Wie es Aschermittwoch Brauch ist, blies Wulff zunächst dem politischen Gegner den Marsch. Beim Rückblick auf zwei Landtagswahlen werden der SPD kräftig die Ohren geklingelt haben. Dann aber kam der Bundesvorsitzende der Senioren-Union vor 180 Zuhörern auf der Veranstaltung der CDU Altendorf-Ulfkotte zu seinem eigentlichen Thema. Er beschäftigte sich mit der Balance zwischen Jung und Alt und der Generationsgerechtigkeit "in einer Gesellschaft, wo die Menschen immer älter werden und die Jungen immer weniger."

Das Lernen fördern

Setze sich die Entwicklung fort, dann sei in 30 Jahren die Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland älter als 60. Wulffs Rezept zum Gegensteuern: "Ich möchte beim Joggen im Wald endlich wieder mehr Eltern mit Kindern an der Hand begegnen als Leuten mit Hund an der Leine." Aber Familienförderung allein genüge nicht.

Denn ohne mehr Bildung könne Deutschland im globalen Wettbewerb nicht bestehen. Die Konsequenz: "Wir müssen Fantasie, Neugier und das Lernen fördern, dann sind wir in Zukunft konkurrenzfähig." Schon das zweite bis fünfte Lebensjahr seien entscheidend für die geistige Prägung.

Auch danach dürfe das Lernen nicht aufhören, damit auch über 60-Jährige beruflich tätig bleiben können: "Sie müssen dazu auch die Chance erhalten."

 

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