Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Säuglingstod: Ermittlungen eingestellt

DORSTEN Es kam so, wie es sich bereits seit Ende Januar abgezeichnet hatte: Die Staatsanwaltschaft Essen hat jetzt das Ermittlungsverfahren im Falle des Säuglingstodes eingestellt.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 21.02.2008

Da es an Beweisen fehlte, konnte weder dem Vater noch der Mutter eine Schuld am gewaltsamen Tod des kleinen Justin nachgewiesen werden. „Das heißt aber nicht, dass Täter straffrei davon kommen, falls es zu einem späteren Zeitpunkt doch noch belastende Hinweise gibt“, erklärt Oberstaatsanwalt Hans-Christian Gutjahr, „wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen, kann das Verfahren jederzeit neu eröffnet werden.“

Derzeit aber müssen die Juristen zähneknirschend akzeptieren, dass sich das absolut unbefriedigende Dilemma nicht lösen lässt: Eine schlimme Tat, ein überschaubarer Personenkreis, der dafür in Frage kommt, aber keine Möglichkeit, die Täterschaft zweifelsfrei nachzuweisen.

Da die 28-jährige Mutter ihre Unschuld beteuert und darauf pocht, das Sorgerecht für ihre beiden anderen Kinder wieder übertragen zu bekommen, ist jetzt die Stadt im Zugzwang. „Wir werden zuvor die schriftlichen Unterlagen der Staatsanwaltschaft genau prüfen“, kündigt der Erste Beigeordnete Gerhard Baumeister an, dass es möglicherweise noch im Februar zu einer Entscheidung kommt. Solange bleiben die beiden kleinen Mädchen noch in der Obhut von Pflegeeltern.

Lesen Sie jetzt