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Schermbeck baut ein Haus für Kinder

SCHERMBECK Um für die Ärmsten der Armen ein Kinderhaus in Sierra Leone bauen zu können, startet der Verein "GAGU-Zwergenhilfe e. V." eine nicht alltägliche Hilfsaktion.

von Von Helmut Schefler

, 11.02.2008
Schermbeck baut ein Haus für Kinder

<p>Kindern in Sierra Leone möchte der Schermbecker Verein "GAGU-Zwergenhilfe e.V." durch den Bau eines Kinderhauses eine bessere Lebensperspektive eröffnen. RN-Foto privat</p>

"Wir wetten, dass es den Schermbeckern nicht gelingt, innerhalb eines Jahres pro Einwohner zwei Euro für das Projekt Kinderhaus in Sierra Leone zur Verfügung zu stellen", heißt die Herausforderung an die 14 500 Schermbecker.

Am 2. Oktober 2006 wurde der Verein "GAGU-Zwergenhilfe e. V." von ehemaligen Laienspielern der Theatergruppe Ma-mi-La gegründet. Konfrontiert mit der immer noch beherrschenden Not in vielen Ländern dieser Erde, entstand die Vision, sich mit größerem Engagement als bisher für Not leidende und Hilfe bedürftige Kinder und deren Familien einzusetzen.

Im Rahmen schneller und unbürokratischer Hilfe fördert die GAGU-Zwergenhilfe e. V. seither besonders Kinder in Sierra Leone. Mit den 2000 Euro, die bei der Aufführung des Theaterstückes "Der Wahrheitstraum" im Dezember 2007 erwirtschaftet wurden, machten sich Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt in Begleitung von Osman Turay auf den Weg nach Sierra Leone. Vor Ort wurden Grundnahrungsmittel wie Reis, Zucker, Salz, Zwiebeln und Öl gekauft und per Lkw zu den elf "Amputee-Camps" gebracht, in denen Kinder betreut werden, denen im Krieg Verstümmelungen der Gliedmaßen zugefügt wurden.

Standort gefunden

Der Besuch in Sierra Leone sollte vor allem der Überprüfung dienen, wie und wo man ein Kinderhaus realisieren kann. Der Vize-Präsident von Sierra Leone dankte den Schermbeckern persönlich für ihre Hilfsbereitschaft. Nach einer Besichtigung der Hauptstadt Freetown und der 300 Kilometer nördlicher gelegenen Stadt Kabala entschieden sich Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt, das Kinderhaus zwischen beiden Städten zu errichten, in der Nähe eines Dorfes, in dem es eine Schule gibt und in dem in naher Zukunft ein Krankenhaus gebaut werden soll.

Zwei Euro für jeden Schermbecker

Ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück wird dem Verein "GAGU-Zwergenhilfe e.V." kostenlos übereignet. "Als Baukosten benötigen wir ungefähr 30 000 Euro", berichtet Gudrun Gerwien. An diesem Betrag wurde die Wettsumme orientiert, die bei zwei Euro pro Einwohner rund 29 000 Euro einbringen würde. Ein prominenter Schermbecker soll als Schirmherr für die Wette gewonnen werden, die im April gestartet wird.

"Es wäre schön, wenn sich auch Kindergärten, Schulen, Vereine und Gruppen für die Wettidee begeistern ließen", lädt Dieter Schmitt zur Teilnahme ein. Für den Fall des dringend erwünschten Wettverlustes haben sich die ehemaligen Ma-mi-La-Mitglieder etwas Besonderes einfallen lassen. Sie werden das Theaterstück "Der Wahrheitstraum" noch einmal aufführen und an alle Spender die Einladung zum kostenlosen Besuch der Aufführung aussprechen.

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