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Streik auch bei der Müllabfuhr

DORSTEN „Wir werden das erste Mal ein bisschen unsere Waffen zeigen!“ So kündigt Karl-Heinz Reimann als Sprecher der ver.di-Vertrauensleute an, dass heute auch Dorsten von Warnstreik-Aktionen betroffen ist.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 21.02.2008
Streik auch bei der Müllabfuhr

Die gelben Tonnen werden auch am Freitag geleert.

Wie bereits berichtet, bleiben am heutigen Freitag alle Busse der „Vestischen“ 24 Stunden lang im Depot, während die Linien der privaten Nahverkehrs-Gesellschaften wie gewohnt verkehren. Außerdem sollten nur Optimisten ihre Abfalltonnen an den Straßenrand stellen: Die Müllwerker des städtischen Entsorgungsbetriebes wollen heute ein Zeichen setzen und nur den Arbeitgebern eine Abfuhr erteilen.

„Die Leerung der Tonnen im Freitags-Bezirk - Altstadt, Hardt, Östrich, Teile der Feldmark - erfolgt daher diesmal ausnahmsweise erst am Samstag“, teilte die Stadtverwaltung mit. Dies gelte sowohl für die grauen Restmüll-Tonnen wie für die blauen Papier-Tonnen und die braunen Bio-Tonnen.

Gelbe Tonnen nicht betroffen

Zudem sei auch der Wertstoffhof, An der Wienbecke 15, heute ganztägig geschlossen. Da die gelben Wertstoff-Tonnen von einem privaten Unternehmen entsorgt werden, sind sie vom Streik nicht betroffen.

Möglich, dass es in Kürze noch dicker kommt. „Das Tarifangebot ist an Frechheit nicht zu übertreffen“, geht Gewerkschafter Karl-Heinz Reimann davon aus, dass es schon in der nächsten Woche noch größere Streik-Aktionen in Dorsten gibt, falls die Arbeitgeber-Seite nicht vorher einlenkt.

Beamte an der Schleuse

Zumindest heute seien die örtlichen Kinder-Tagesstätten vom Streik jedenfalls noch nicht betroffen. Dafür dürfte sich aber der Schiffsverkehr auf dem Wesel-Datteln-Kanal zäher als üblich gestalten. Denn die Angestellten des Wasser- und Schifffahrts-Amtes wollen am Freitag ebenfalls in Streik treten.

Damit dennoch der Schleusenbetrieb weitergehen kann, hat das Amt den Dienstplan seiner Beamten geändert und sie auf alle Schleusen verteilt. Frachtschiffer sollten sich jedoch auf längere Wartezeiten als üblich einrichten.

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