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Tauben füttern kann teuer werden

DORSTEN Tauben dürfen künftig in Dorsten nicht mehr gefüttert werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. "Wiederholdungstätern" drohen mehrere 1000 Euro Strafe.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 27.02.2008
Tauben füttern kann teuer werden

Tauben dürfen in Dorsten nicht mehr gefüttert werden.

Die rechtliche Grundlage dazu wird der neue § 8 in der "Ordnungsbehördlichen Verordnung" der Stadt Dorsten liefern, die demnächst vom Rat verabschiedet werden soll. Darin heißt es: "Es ist verboten, im Gebiet der Stadt Dorsten verwilderte Haus- und Wildtauben zu füttern. Dieses Verbot erfasst auch das Auslegen von Futter- und Lebensmitteln, die erfahrungsgemäß von Tauben aufgenommen werden."

Das Taubenfütterungsverbot wird nicht aus Jux und Dollerei in den Regelkatalog der Stadt Dorsten aufgenommen. Die Verwaltung begründet diesen Schritt ausführlich: "Verwilderte Stadttauben und Wildtauben können dort, wo sie in Scharen auftreten, nicht nur gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden an Gebäuden hervorrufen, sondern auch durch Verunreinigungen zu persönlichen Beeinträchtigungen von Menschen führen."

Beschädigungen und Verschmutzungen

So würden in Bereichen, die sehr starke Taubenpopulationen aufweisen, Menschen durch Taubendreck beschmutzt, in Einzelfällen könnten sogar Mahlzeiten durch Taubendreck oder Taubenfedern verdorben werden. Ganz zu schweigen von Sachbeschädigungen: Starke Verschmutzungen der Gehwege und Straßen, Schäden an Hausfassaden, Dachabdeckungen und Dachrinnen sowie an parkenden Fahrzeugen listet die Stadt auf.

Dies sei durch Zahlen zu belegen: "Allein eine Taube produziert jährlich 10 bis 12 Kilogramm Kot. Das ergibt bereits bei 100 Tauben mehr als eine Tonne Kot." Diverse Krankheitserreger, die von Stadttauben übertragen werden, bedeuteten ein Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere. Staubförmig zerfallender Taubenkot und Federfähnchen könnten zudem Allergien auslösen.

Kein Vogel verhungert

Niemand müsse Angst haben, dass Tauben ohne Fütterung verhungern müssten: "Stadttauben sind in der Lage, zur Nahrungsaufnahme 10 km oder mehr zurückzulegen." Und in diesem Radius gebe es rund um die bebauten Gebiete auf Grünflächen, Äckern und Wiesen ein vielseitiges und ausreichendes Nahrungsangebot.

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