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Totes Baby: Ermittlungen dauern

DORSTEN Die Mutter des kleinen Justin ist psychisch am Ende. So heißt es aus ihrem engsten Umkreis. Ihr Baby verstarb am 17. Januar an den Folgen eines Schütteltraumas.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 07.02.2008
Totes Baby: Ermittlungen dauern

Die Polizei ermittelt einen Todesfall in der Falkenstraße.

Der Säugling war am Neujahrstag 2008 zur Welt gekommen. Der 28-jährigen Mutter falle es sehr schwer, den Tod ihres Sohnes zu verarbeiten, hieß es zudem. Nach wie vor steht die Frau unter Tatverdacht: Die Ermittlungen gegen sie und den Vater des Kindes sind immer noch nicht abgeschlossen.

Trennung vom Mann

Von dem 25-jährigen Mann hat sie sich inzwischen getrennt. Nach ihrer Aussage hatte er versprochen, sich in der entscheidenden Nacht um Justin zu kümmern. Als die Mutter später selbst nach dem Kind sah und feststellte, dass es unter krampfähnlichen Symptomen litt, habe der Vater sie sinngemäß beruhigt: „Es wird schon nicht so schlimm sein, wir gehen nachher mit ihm zum Arzt.“ Doch am Morgen lag Justin leblos in seinem Bett, in der Kinder-Klinik wurde der Hirntod festgestellt. Der Vater verweigere nach wie vor jede Aussage. Auch zur Beerdigung seines Sohnes sei er nicht erschienen.

Besuch unter Aufsicht

Justins Mutter ist inzwischen zum Vater ihrer ersten beiden Kinder zurückgekehrt. Sie möchte auch gern wieder ihre Töchter zu sich holen, um die sie sich nach Angaben des Jugendamtes stets liebevoll gekümmert hatte. Aber die Drei- und die Fünfjährige sind zumindest bis zum Abschluss der Ermittlungen bei einer Pflegefamilie untergebracht. Daran änderte auch ein Gerichtstermin am Mittwoch nichts. Immerhin darf die Mutter jetzt ihre Töchter gelegentlich besuchen – aber nur unter Aufsicht! Falls sich jedoch weiterhin keine Hinweise für ihre Schuld an dem gewaltsamen Kindestod ergeben, ist damit zu rechnen, dass die 28-Jährige in einigen Wochen nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens das Sorgerecht für Justins Geschwister wieder übertragen bekommt.

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