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Wulfener Musikwoche sucht Anklang

WULFEN „Nur wer die Sehnsucht kennt ...“ ist goldrichtig bei der 14. Wulfener Musikwoche. Diese erste Gedichtzeile aus der Feder des Dichterfürsten Goethe schwebt nämlich als Thema über der traditionellen Ferienwoche für Chormusik, die in diesem Jahr vom 2. bis 9. August singfreudige Laien ins Wulfener Gemeinschaftshaus lockt.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 28.02.2008

„Der Zulauf ist von Jahr zu Jahr gestiegen“, hofft Prof. Klaus Schneeball, Vorsitzender des organisierenden Fördervereins, erstmals auf eine dreistellige Rekord-Teilnehmerzahl.

Außergewöhnlich und wenig bekannt müssen laut Satzung des Vereins die Stücke sein, die die Sänger(innen) eine Woche lang intensiv einstudieren und am Abschlusstag einem breiten Publikum in einem Konzert zu Gehör bringen. Immer wieder eine Herausforderung für den musikalischen Leiter Wolfgang Endrös, der die bunt zusammengewürfelte Sängergruppe in einer anstrengenden Workshop-Woche zu einer wohlklingenden Einheit verschmelzen muss. „Diesmal habe ich unbekannte Werke von den bekannten Komponisten Robert Schumann und Johannes Brahms ausgewählt“, kramte Endrös Schumanns „Opus 98“ aus der Kiste, in dem der Komponist Goethes-Roman „Wilhelm Meister“ musikalisch verarbeitet hat. Auch an dem Liebeslieder-Walzer (op. 52), der Rhapsodie für Altstimme und Männerchor, op. 53 und dem Klagegesang „Nänie“ für Chor und Orchester (op.82) von Johannes Brahms können sich die Laien-Musiker die Stimmbänder wetzen.

Intensive Arbeit

„Mit ihrer Konzeption bietet die Musikwoche die Möglichkeit, schwierig zu realisierende Werke darzustellen“, kommentiert Endrös das Abenteuer. Stimmbildung (Stefanie Rodrigues) und kleinere Exkurse über den Hintergrund der Chorwerke bereichern die tägliche Probenarbeit. 

Das traditionelle „Matineekonzert“ findet diesmal als Auftakt am Samstagabend mit Schumanns Liederzyklus statt. Mit seinem „Requiem für Mignon“ spannt sich der Bogen am Abschlusskonzert, das am Samstag (9.8.) um 20 Uhr über die Bühne des Gemeinschaftshauses geht. „Diese intensive Woche setzt bei den Teilnehmern ungeahnte Kräfte frei, die sich im Abschlusskonzert glanzvoll entfalten“, ist Endrös immer wieder positiv überrascht von dem musikalischen Ergebnis. „Aber nach diesem Höhepunkt sind auch alle rechtschaffen ausgepowert.“ 

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