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Zug rollte über schwieriges Pflaster

DORSTEN Dass der diesjährige Rosenmontagszug nicht der große Bringer war, ist auch den Dorstener Karnevalisten klar: "Es ist aber ziemlich schwierig geworden, hier was Ordentliches auf die Beine zu stellen", relativiert Bodo Kammann, Sprecher des Festkomitees Dorstener Karneval.

von Von Michael Klein

, 05.02.2008

Zudem habe das schlechte Wetter nicht gerade zur Motivation der Narren beitragen, betont Bodo Kammann . "Viele Mitglieder der Fußgruppen haben sich angesichts des Regens auf die Fest-Wagen begeben", erläuterte er. Deshalb sei der Eindruck entstanden, der Zug sei diesmal mit weniger Teilnehmern bestückt gewesen.

Und dennoch: In früheren Jahren waren mehr Gruppen aktiv. Die Gesamtschule Wulfen etwa - sie fehlte, wie viele andere Vereine, die ehedem ihre Abordnungen geschickt haben. Dabei wäre die Samba-Gruppe der Schule geradezu prädestiniert gewesen, für Stimmung auf der Straße zu sorgen.

Schade findet es Bodo Kammann auch, dass sich die Teilnehmer des Holsterhausener Kinderkarnevalszuges vom Sonntag nicht tags darauf in den Rosenmontagszug eingereiht haben: "Selbst die kleinste Karre wäre doch bereits ein Gewinn für unseren Zug gewesen."

Eine Frage des Geldes

Für den Sprecher des Festkomitees alles eine Frage des Engagements, aber auch des Geldes. "Da haben es die Organisatoren des Raesfelder Zuges einfacher: Da steckt die gesamte Kaufmannschaft des Ortes dahinter." In Dorsten gibt es keinerlei Unterstützung. "Die 7000 Euro Gesamtkosten müssen die Karnevalisten selbst aufbringen."

Das Festkomitee habe im Vorfeld öffentlich alle Dorstener Gruppen und Initiativen dazu aufgerufen, am Rosenmontagszug teilzunehmen. Lag es an der kurzen Session, dass sich kaum einer meldete? " In diesem Jahr hatten die Narren selbst wenig Zeit, etwas Großes für den Zug vorzubereiten", entschuldigt Bodo Kammann die Karnevals-Vereine, "bei den Abendveranstaltungen waren aber viele unermüdlich dabei."

Bodo Kammann hätte es gerne gesehen, wenn zum Beispiel einige Schermbecker ihre originellen Schubkarren-Kreationen vom Schlopi-Rennen in Dorsten präsentiert hätten. "Aber wahrscheinlich ist da der Konkurrenzgedanke zu groß", vermutet er.

Abschluss-Fest

Der Komitee-Sprecher hofft, dass es in kommenden Jahren eine Blutauffrischung in Form von neuen, jungen Zug-Teilnehmern geben wird. Seine Idealvorstellung: Ein Zug von Holsterhausen über die Hardt in die Altstadt, mit Gast-Vereinen aus umliegenden Städten, mit dezentralen Musik- und Getränkeständen, einem Moderator, der die Wagen vorstellt und einem Abschluss-Fest in der Altstadt. "Aber die Polizei will ja immer alles schnell aufgelöst haben", bedauert er.

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