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100 Jahre Gold in den Kehlen

Kirchenchor St. Urbanus feiert Geburtstag: Frauen und Männer im Gesang vereint

15.05.2007

Der Chor hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die in einer Festschrift auch gewürdigt werden soll. Schriftführerin Ursula Oecking hat recherchiert, gesucht, geordnet und die Chronik niedergeschrieben. Die Ruhr Nachrichten durften vorab schon mal in der Vergangenheit stöbern. Und haben dabei erfahren, dass Frauen wohl doch das stärkere Geschlecht sind. Nicht nur, dass von den 30 aktiven Mitgliedern 21 weiblichen Geschlechts sind. Sondern auch in den Anfängen des Chores waren es Frauen, die dem Chor wieder in die richtige Richtung verhalfen. Was war geschehen? Auf Anregung des Rektors Horsch - so steht es geschrieben - wurde der Chor, der schon vorübergehend zwischen 1880 und 1890 bestanden haben soll, zur Dauereinrichtung. Eine Vorschrift der Kirche ließ Frauen dabei außen vor, denn: Der Vorschrift der Kirche, keine Frauenstimme in einem Gemeindechor singen zu lassen, kam man mit der Gründung eines Chores aus Männer- und Knabenstimmen entgegen. Doch schon bald ergaben sich bei der Arbeit mit den Chorknaben disziplinarische Schwierigkeiten. Da wurde laut Chronik der Wunsch laut, Frauen statt Knaben in den Chor aufzunehmen. 1927 war es so weit. Zehn Jahre später musste der Chor einen Rückschlag hinnehmen: Die Nationalsozialisten schränkten seine Arbeit ein. Doch schon 1948, nach der Wiedergründung, erblühte der Chor wieder. Und wurde fester und lebendiger Bestandteil des Gemeindelebens. Prozessionen, Gemeindefeste, die Grundsteinlegung der Christophorus-Kirche 1955, das Pontifikalamt auf dem Marktplatz zur 1100-Jahr-Feier Huckardes: Kaum ein Ereignis, das der Kirchenchor nicht mit seinem Gesang bereicherte. In den 1970er Jahren wurde der wechselseitige Gesang von Chor und Gemeinde eingeführt. Ein weiteres Beispiel für die gute Beziehung des Chors zur Pfarrgemeinde. Chorreisen trugen den Ruf des Klangkörpers in die Welt. Genau so, wie es die drei Messen taten, die das Radio übertrug. Genau so wie es die vielen Konzerte tun, mit denen die Sängerinnen und Sänger glänzten und es noch heute tun. Getreu dem Motto «Es gibt so viele Melodien, die einem das Herz leicht machen.» Bre

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