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Ab in die Tonne

Augustinus-Schüler lernen mehr über die richtige Abfallentsorgung

25.05.2007

Rund 20 Augustinus-Grundschüler lernen, was sogar vielen Erwachsenen im Alltag schwer fällt: Müll richtig zu trennen. Gemütlich hocken sie an diesem Freitagmorgen auf dem königsblauen Teppich in der Brackeler Stadtteilbibliothek. Und melden sich, melden sich begeistert - weil sie wissen, dass an der Obersten-Wilms-Straße das Wambeler Kompostwerk steht. Sie wissen, dass welke Blattsalate dorthin gehören und leere Verpackungen in die gelbe Tonne. «Was wir nicht aussortieren, kommt in die graue Tonne und wird verbrannt», sagt Volker Mahlich. Sekunden später schüttelt der Mann von der Verbraucherzentrale aber mit zufriedener Miene den Kopf. «Dieser Müll fällt immer weniger an.» Das meiste können die Dortmunder inzwischen recyceln. Alter Kunststoff verschwindet im gelben Sack, taucht aber später als Parkbank wieder auf oder als Schallschutzwand an der Autobahn. Die Kinder staunen. Und Klaus Heise von der EDG übernimmt die ausgefallene Schulstunde. «Er macht weiter mit dem schlimmen Abfall», kommentiert Mahlich noch. Schon geht's um Lackdosen, um Sprühflaschen und Akkus. «Wer hat schon einmal Gift mit in die Schule genommen?» 40 Kugelrunde Augen in 20 erstaunten Gesichtern. Entrüstetes Kopfschütteln. Dann klärt Heise auf: «Filzstifte und Tintenkiller - die enthalten giftige Substanzen.» Die Batterien aus Gameboys seien sogar so gefährlich, dass sie nicht in die Restmülltonne dürften. «Und die schluckt sonst ja eigentlich alles», erinnert der Fachmann. Also zum Sondermüll: Batterien, Energiesparlampen, Fieberthermometer bitte bei der EDG abgeben. - Wenn's doch auch die Erwachsenen wüssten. «Wir bekommen täglich Anrufe, weil die Leute unsicher sind, wie sie ihren Müll entsorgen müssen», berichtet Volker Mahlich. «Dabei gibt's die gelbe Tonne seit 15 Jahren.» Nun hoffen beide Experten, dass die Schulkinder ihren Familien zeigen, wie's geht. Hilke Schwidder

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