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Aktivitäten im Ausland sichern Arbeitsplätze vor Ort

DORTMUND Vor den Aktivitäten Dortmunder Unternehmen im Ausland muss sich niemand Bange machen lassen. Arbeitsplätze hier vor Ort werden durch dieses Engagement nicht gefährdet, eher noch gesichert, wenn nicht sogar ausgebaut.

von Von Bettina Kiwitt

, 11.02.2008
Aktivitäten im Ausland sichern Arbeitsplätze vor Ort

Durch Mitnehmerbleche für die Fenstersysteme im Mini Cooper lächelt hier Michael Mösezahl von der Firma Koda. Das Unternehmen für Stanz- und Biegetechnik suchte auf der World of Industry den Kontakt zu Nutzfahrzeugherstellern aus der Türkei.

Mit diesem für manchen vielleicht überraschenden Resumee kehrte eine Delegation aus Vertretern der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderung, Handwerkskammer sowie deutschen und türkischen Pressevertretern am Wochenende von der World of Industry 2008 (WIN) in Istanbul zurück. Auf der wichtigsten Industriemesse im eurasischen Raum war die Region NRW im Allgemeinen und Dortmund im Besonderen so stark wie keine andere Region bzw. Stadt vertreten.

In Slowenien Auftrag gewonnen

Zu den zehn Dortmunder Firmen gehörte u.a. das Brackeler Unternehmen Koda, das Stanzteile für die Automobilindustrie produziert. „Wir versuchen hier auf der Messe bei den Nutzfahrzeugherstellern in der Türkei den Fuß in die Tür zu bekommen“, erklärte Michael Mösezahl vom Vertrieb. Koda produziert ausschließlich in Dortmund, exportiert von der Westfälischen Straße seine Produkte in alle Welt. 85 Mitarbeiter hat das vor 53 Jahren gegründete Unternehmen und gerade 2,5 Mio. Euro in eine neue Halle und eine 630-Tonnen-Presse investiert. Mösezahl wusste Erstaunliches zu berichten: „Wir haben uns erst kürzlich einen Auftrag in der Slowakei gesichert und uns damit gegen Mitbewerber dort vor Ort durchgesetzt“. Die Lohnkosten fielen bei Koda eben nicht so stark ins Gewicht, „wichtig sind die Maschinen“.

Markenzeichen "made in Germany"

„Made in Germany“ bei hochwertigen Industriegütern hat immer noch einen hohen Stellenwert, besonders in der Türkei. „Das ist ein Markenzeichen, für deutsche Firmen ein dicker Pluspunkt“, weiß Ersoy Sam. Der türkischstämmige Rechtsanwalt betreibt mit weiteren Anwälten, Steuer- und Unternehmensberatern das Business Center Dortmund. Das berät türkische Firmen, die auf dem deutschen Markt Fuß fassen wollen, wie auch deutsche Unternehmen, die in der Türkei tätig werden wollen. 

Lesen Sie am Dienstag in den Ruhr Nachrichten unsere Sonderseite zur World of Industry 2008.

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